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Gesundheits-Kolumne: Gesund grillen

Grillen hat mittlerweile Kultcharakter. In der Regel laufen Männer zur Hochform auf, wenn sie die Leitung des Grillens übernehmen. Leider nehmen auch gleichermaßen die Zahlen von Verbrennungen zu. Glühende Kohlen, heißes Eisen sowie heißes Fett können für unschöne Brandwunden sorgen. Erste Hilfe besteht darin, die verbrannte Stelle für 20-30 Minuten unter kaltes Wasser zu halten. Danach können Sie eine kühlende Salbe mit dem Wirkstoff Hametum auftragen. Sie wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend. Öffnen sie in keinem Fall eine Brandblase, denn sie ist der natürliche Schutz gegen Infektionen. Sind Flächen von mehr als 5-6 Quadratzentimetern betroffen, suchen Sie einen Arzt auf. Geben Sie keinesfalls Butter, Öl oder gar Mehl auf die Brandwunde. Sie verschlimmern dadurch nur die Situation.

Es gibt allerdings einen weiteren Risikofaktor. Gegrilltes, vor allem Fleisch, Wurst und Fisch kann sehr schädlich für Ihre Gesundheit sein. Leider enthält der Rauch, der von der glühenden Holzkohle aufsteigt, extrem große Mengen an krebserzeugenden Stoffen wie Benzpyren, das zur Gruppe der polyzyklischen, aromatischen Kohlenwasserstoffe gehört. Diese entstehen, wenn Fett in die heiße Glut tropft und dann mit dem Rauch wieder aufsteigt und sich auf das Gegrillte legt. Diese Gefahr lässt sich minimieren, indem man das Grillgut auf eine Edelstahlplatte gibt. Achten Sie auf einen großen Abstand zwischen Holzkohle und Nahrungsmitteln. Legen Sie Fleisch und Fisch erst auf den Grill, wenn die Kohle richtig glüht. Vermeiden Sie gepökelte Fleisch- oder Fischprodukte. Zu ihrer Herstellung werden Nitratsalze verwendet, die durch die Hitze in krebserzeugende Nitrosamine umgewandelt werden.

Damit Sie eine Grillmahlzeit gesund genießen können, hat die Natur ein paar Helfer zur Seite gestellt, wie Salat, Kräuter, Paprika, Kartoffeln sowie Tomaten. Letztere enthalten auch als Sauce oder Ketchup viel Lycopin, das die Umwandlung von Nitraten in die gefährlichen Nitrosamine vermindert. Auch vegetarische Alternativen schmecken wunderbar. Probieren Sie Zucchini in einer Currymandelmarinade und Gemüsespieße mit Koriander und Zitronenmelisse.

Homepage: www.drpetrabracht.de

(pbr)
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