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Neues Nachtnetz: Bald fahren in Frankfurt Busse und Bahnen rund um die Uhr

Von Am Wochenende fahren künftig viele Busse und Bahnen die ganze Nacht hindurch. Die Ablösung des bisherigen Nachtbusnetzes lässt sich die Stadt rund 2,4 Millionen Euro pro Jahr kosten. Zum Fahrplanwechsel im Dezember kommen außerdem weitere Verbesserungen.
Nachtschwärmer müssen am Wochenende nicht mehr auf den ersten Zug am Morgen warten. Viele U- und Straßenbahnen, aber auch Busse, fahren künftig ohne Pause. Foto: Christoph Schmidt (dpa) Nachtschwärmer müssen am Wochenende nicht mehr auf den ersten Zug am Morgen warten. Viele U- und Straßenbahnen, aber auch Busse, fahren künftig ohne Pause.
Frankfurt. 

Der Pilotbetrieb startete im vergangenen Dezember: Seitdem fahren zwei U-Bahn-Linien in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag ohne Pause die ganze Nacht hindurch. Dieses Angebot kommt so gut an, dass die Stadt jetzt eine Ausweitung plant. Vom kommenden Dezember an gibt es am Wochenende Nachtbetrieb auf fast allen U- und Straßenbahnstrecken sowie auf vielen Buslinien (siehe Übersicht rechts). Damit werden die in den 90er-Jahren eingeführten Nachtbusse abgelöst, die künftig nur noch wochentags unterwegs sind. Hinzu kommt ab August der vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) angekündigte Nachtverkehr auf fast allen S-Bahn-Linien.

„Wir demonstrieren damit, dass Frankfurt nicht nur gefühlt eine Metropole ist, sondern auch real“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung des neuen Angebots, das sich die Stadt rund 2,4 Millionen Euro pro Jahr kosten lässt. „Wir hoffen, dass wir einen Teil dieser Summe durch zusätzliche Fahrgeldeinnahmen decken können“, sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD).

Günter Murr. Foto: Salome Roessler
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Anfangs glaubte kaum jemand daran. Doch der Nachtverkehr bei Bussen und Bahnen in Frankfurt ist eine große Erfolgsgeschichte. An den Wochenenden sind immer mehr Nachtschwärmer nicht mit dem Auto

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Geld wird nicht nur für Fahrer, Strom und Diesel aufgewendet, sondern auch für zusätzliches Sicherheitspersonal. Dieses soll vor allem auf den Außenästen mitfahren, wo nicht mehr so viele Fahrgäste unterwegs sind.

Ausweitung möglich

„Wir bekommen ein hervorragendes Angebot“, sagte Oesterling, der den Nachtverkehr in Berlin oder Paris als Vorbild nannte. Die Städte reagierten damit auf das veränderte Freizeitverhalten. „Perspektivisch denken wir darüber nach, das Angebot auf die ganze Woche auszudehnen“, sagte Oesterling. „Aber jetzt sammeln wir erst einmal Erfahrungen.“ Er rechnet nicht damit, dass sich Anwohner in größerer Zahl über den Lärm des Nachtbetriebs beschweren werden. „Das geht im Rauschen des Individualverkehrs unter.“

Für den Fahrplanwechsel im kommenden Dezember kündigte Oesterling weitere Verbesserungen an. So werde die vor einigen Jahren stillgelegte Straßenbahnlinie durch die Kleyerstraße wieder in Betrieb genommen. Sie soll ganztägig von der Linie 14 bedient werden. „Die neuen Wohngebiete im Gallus führen zu einer zusätzlichen Nachfrage“, sagte Oesterling. Den derzeit von der Linie 14 bediente Streckenast zum Bahnhof Louisa übernimmt die Linie 18. Auf der Linie 11 wird eine neue Haltestelle an der Bethmannstraße eingerichtet.

Güter auf die Schiene

Noch fehlen für die geplanten Angebotserweiterungen die Fahrzeuge, so dass vorübergehend auch ältere, nicht barrierefreie Wagen eingesetzt werden müssen. Doch nach einer Ausschreibung wurde laut Oesterling jetzt der Zuschlag für den Kauf von 38 neuen Straßenbahnen erteilt. Wer diese liefern wird, durfte er noch nicht sagen, weil die Einspruchsfrist unterlegener Bewerber noch läuft. Nur so viel verriet er: Die neuen Straßenbahnen werden ganz anders aussehen als die vorhandenen.

Diese Linien machen keine Pause mehr

Acht U- und Straßenbahnlinien werden von Mitte Dezember an am Wochenende die ganze Nacht hindurch auf folgenden Abschnitten im 30-Minuten-Takten bedient:

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OB Feldmann hat unterdessen noch ganz andere Ideen für die Straßenbahn: Er kann sich vorstellen, dass auch den Gleisen künftig auch Güter transportiert werden – um die Zahl der Lieferfahrzeuge zu reduzieren.

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