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10 Fragen an Mistress Solitaire: Domina: "Sollte auch mal Blut fließen, ist das kein Problem"

Sie geht mit ihren Kunden bis an die Schmerzgrenze. Die Frankfurter Domina Mistress Solitaire gibt Expertentipps und Antworten zu ihrem Beruf.
Domina Mistress Solitaire Foto: Markus Künzel Domina Mistress Solitaire
Frankfurt. 

Seit fast 16 Jahren ist Domina Mistress Solitaire jetzt schon im Geschäft. Zu diesem etwas anderen Beruf kam die ehemalige Sekretärin über eine Bekannte. Ihr sei normaler Sex irgendwann zu langweilig gewesen. Sie begann sich mit Rollenspielen auszuprobieren, tauschte sich mit Gleichgesinnten aus. Mit ihrem Job als Domina kann sie sich identifizieren und hat Spaß dabei. „Ich finde das sensationell, es ist einfach etwas ganz Anderes. Ich bin unabhängig und kann selbständig entscheiden“. Wir haben mal genauer über die Ausbildung und den Alltag einer Domina nachgefragt:

1. Welche Voraussetzungen sollte jemand mitbringen, der Domina werden möchte?

MISTRESS SOLITAIRE: „Ein gutes Verhältnis zu ihrem Körper und ihrer Sexualität. Das Wichtigste ist: Sie darf keine Angst vor Körperkontakt haben, muss selbstbewusst über sexuelle Praktiken und Preise verhandeln können und natürlich diese Praktiken auch beherrschen.“

2. Wie kann sich eine Domina ausbilden?

MISTRESS SOLITAIRE: „Am besten sucht sich eine Anfängerin eine erfahrene Domina, in deren Studio sie quasi "in die Lehre" gehen kann. Dabei geht es sowohl um das Handwerkliche, also zum Beispiel Fesseltechniken und den Umgang mit Schlaginstrumenten, als auch um das Mentale, also wie stelle ich mich auf den jeweiligen Gast ein, wie finde ich heraus, was ihn zu mir treibt, was seine Sehnsüchte sind, wie muss ich mit ihm kommunizieren et cetera. Ich biete Grundkurse für Anfängerinnen, da lernt man alles, was man für den Einstieg braucht.“

3. Wie sollte eine Domina ausgestattet sein?

MISTRESS SOLITAIRE: „Mit entsprechender Kleidung: in Leder, Latex, Lack sowie Stiefel und High Heels. Das richtet sich einerseits danach, wie meine Kunden "ticken", und andererseits nach dem, was ich selbst anbieten möchte beziehungsweise worin ich mir gefalle. Natürlich benötige ich Schlaginstrumente wie Peitschen, Rohrstock, Seile, Lederriemen und Folie zum Fesseln, dazu verschiedene Knebel und einiges an typischem Sexspielzeug wie Dildos, Buttplugs, Vibratoren.

Bild-Zoom Foto: Markus Künzel

Zur Grundausstattung gehören weiterhin ein paar Möbel, auf denen der Gast gefesselt werden kann, zum Beispiel eine Fesselliege und ein Bock, die mit zahlreichen Haken und Ösen versehen sind. Falls Kliniksex angeboten wird, ist ein gynäkologischer Untersuchungsstuhl gang und gäbe. Aber man muss nicht von allem den letzten Schrei haben. Meine Persönlichkeit und der Umgang mit meinen Gästen sind das Wichtigste.“

4. Auf welche Wünsche der Kunden sollten sich Dominas einrichten?

MISTRESS SOLITAIRE: „Das Spektrum im Bereich BDSM ist außerordentlich breit und umfasst wesentlich mehr als die vielen Klischees, die darüber im Umlauf sind. Es gibt Kunden, die sich als Sklave ihrer Herrin verstehen. Manchen geht es darum, in eine dienende Rolle einzunehmen, manche wollen erniedrigt werden, verbal und/oder dadurch, dass ich mit ihnen entsprechend umgehe, manche wollen bestraft werden, von eher symbolisch bis extrem, einige stehen darauf, dass ihnen echte Schmerzen zu gefügt werden.

Andere begegnen mir auf Augenhöhe, haben vielleicht einen bestimmten Fetisch. Das kann ein Material sein, wie Leder, Gummi oder auch Damenwäsche, was dann ein wesentlicher Bestandteil unseres "Spiels" ist, oder sie finden bestimmte Situationen erregend. Vielen geht es darum, die Kontrolle an eine gewissermaßen "angebetete" Frau abzugeben, sich ihrer "Göttin" auszuliefern. Bei Bondage-Fetischisten gehört dazu, dass sie, teilweise sehr streng, gefesselt sein wollen und, auf diese Weise hilflos gemacht, nolens volens Lust zugefügt bekommen möchten.“

5. Wie wird eine Domina ernst genommen

MISTRESS SOLITAIRE: „Ich werde ernst genommen, indem ich vor allem die Wünsche und Bedürfnisse meiner Kunden ernst nehme. "Nichts Menschliches ist mir fremd" - dieses Motto gilt erst recht für eine Domina. Ich nehme den Gast, wie er ist. Er kommt ja zu mir, weil er Sehnsüchte hat, die er woanders, also zum Beispiel in seiner eigenen Beziehung, nicht erfüllt bekommt. Bei mir muss er sich nicht erklären, verrenken oder verbiegen. Und schon gar nicht muss er sich schämen, für das, was ihn treibt.“

6. Gibt es eine Grenze bei den Dienstleistungen einer Domina?

Bild-Zoom Foto: Markus Künzel

MISTRESS SOLITAIRE: „Das muss jede Domina für sich entscheiden. Manche verstehen unter "klassischer Dominanz" beispielsweise absolute Unberührbarkeit, ziehen die Grenze also sehr strikt. Andere lassen zu, dass der Gast quasi "Liebesdienste" an ihnen verrichten darf beziehungsweise muss, von einfachen Berühren, Küssen der Füße bis zum Oralsex. Die Übergänge zwischen einer Domina und einer Bizarrlady sind fließend, die Spielarten so vielfältig wie die Phantasien der Kunden.“

7. Gibt es eine Schmerzgrenze bei den "Spielen"?

MISTRESS SOLITAIRE: „In einem ausführlichen Vorgespräch wird abgeklärt, was der Gast möchte und ganz besonders auch, was er nicht will.

Wenn der Gast an seine Grenzen geführt werden möchte: Absolute Hygiene ist sowieso unabdingbar. Sollte also dabei auch mal Blut fließen, ist das kein Problem. Egal wie extrem sich das Spiel entwickelt (vor allem aus der Sicht eines Außenstehenden) - die Tabus des Kunden werden in jedem Fall respektiert.“

8. Wie verhält sich eine professionelle Domina wenn sie ihre Kunden privat über den Weg läuft?

MISTRESS SOLITAIRE: „Grundsätzlich neutral, auch wenn es den Anschein hat, dass der Kunde allein unterwegs ist. Man kann ja nie sicher sein, dass nicht doch eine Begleitperson in der Nähe ist. Nur, wenn der Kunde von sich aus den Kontakt aufnimmt, können wir ins Gespräch kommen.“

9. Wie verhält sich eine Domina in gefährlichen Situationen?

MISTRESS SOLITAIRE: „In meiner ganzen Laufbahn hatte ich zu aggressiven Kunden keinen Kontakt. Im Bereich Stalking habe ich durch meine Gelassenheit und Stärke diese Probleme durch Nichtbeachtung in vielen Fällen gelöst.

10. Welche Vorzüge kann man als Domina genießen?

MISTRESS SOLITAIRE: „Nationale und internationale Reisemöglichkeiten auf der ganzen Welt. Geschenke sind im hohen Maße und Qualität möglich!“

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Julie ist Domina bei Frankfurt. Seit zehn Jahren nimmt sie Banker und Anwälte an die Leine, peitscht Familienväter und Studenten aus. Dass sie sich in dem Geschäft behaupten kann, schreibt sie einer unerwarteten Eigenschaft zu: "Ich bin ein Kumpeltyp."

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