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Rhein-Main-Gourmet 2015: „Kochen liegt immer mehr im Trend“

Von Wir suchen den „Rhein-Main-Gourmet 2015“ – zusammen mit der Steigenberger Hotelgruppe. Eine der drei Regionalausscheide steigt im Frankfurter Hof, in der dreiköpfigen Jury sitzt auch Steffen Fredersdorf – der Küchenchef des Fünf-Sterne-Hauses. Der Experte weiß genau, warum Kochen derzeit so im Trend liegt.
Das Auge isst mit: Küchenchef Steffen Fredersdorf legt Wert darauf, dass die Speisen, die die Küche des Frankfurter Hofs verlassen, nicht nur ein Gaumen-, sondern auch ein Augenschmaus sind. Foto: Chris Christes Das Auge isst mit: Küchenchef Steffen Fredersdorf legt Wert darauf, dass die Speisen, die die Küche des Frankfurter Hofs verlassen, nicht nur ein Gaumen-, sondern auch ein Augenschmaus sind.
Frankfurt. 

Früher, sagt Steffen Fredersdorf, sei es allein der Geschmack gewesen, der bei einem Gericht im Vordergrund gestanden habe. Zwar spiele der heute freilich immer noch eine wichtige Rolle, mehr in den Fokus gerückt sei allerdings die Optik des Gerichtes. „Bunt und verrückt ist das, was zählt. Vor allem in der Sterneküche“, erklärt der Küchenchef des Frankfurter Hofs. Das ältere Publikum hätte mit diesem Trend allerdings Schwierigkeiten. „Natürlich soll der Teller auch bei dieser Generation gut aussehen. Was dort aber letztlich zählt, ist immer noch der Geschmack“, weiß der 34-Jährige.

 

Traditionen verschwinden

 

Koch- und Küchentrends – mit diesem Thema muss sich auch Fredersdorf auseinandersetzen. Immer wieder aufs Neue. „Die Küche von heute ist dynamisch, kein Vergleich zu dem, was vor 20 Jahren passierte. Damals war es Alfons Schuhbeck, der mit Kalbskotelett aus der Kupferpfanne begeisterte. Diese traditionelle Küche findet man heute kaum noch“, sagt der Küchenchef. So seien es in diesem Jahr Lebensmittel aus biologischem Anbau sowie der Weg zurück zur Natur, auf den in der Küche Wert gelegt werde. Auch in einem Fünf-Sterne-Haus wie dem Frankfurter Hof. „Allerdings lasse ich diese Trends, die sich zumeist nur kurz halten, nur leicht in die Karte einfließen. Mehr nicht“, sagt Fredersdorf.

Diese Trends sind es, derer sich auch in den vergangenen Jahren die Medien, vor allem das Fernsehen bedient haben und einen wahrlichen Koch-Boom ausgelöst haben. „Jeder Hobby-Koch will so kochen wie die Stars. Sein Wissen eignet er sich über Bücher, Zeitschriften oder eine der zahlreichen Koch-Shows an. Manche Hobby-Köche sind mit Utensilien und Geräten sogar besser ausgestattet als ein Profi-Koch“, berichtet Fredersdorf. Kochtrends hin oder her – trotz der neuen, der innovativen Gerichte, die auch in den beiden Restaurants des Frankfurter Hofs, im Sternerestaurant „Français“ sowie im „Oscar’s“ auf der Speisekarte stehen, gibt es doch ein Gericht, das mit Abstand bei den Gästen am beliebtesten ist. „Das Schnitzel ist bei uns seit Jahren der Topseller. Es muss freilich lecker gemacht werden, und das wird es bei uns“, sagt Albert Mayr, Director of Business Development. Ebenso überraschend dürfte das Ergebnis des Room-Services sein. Dort ist es die Currywurst, die am häufigsten geordert wird. Ob dies auch auf die Gäste der 300 Quadratmeter großen Royal Suite, der Königin der Suiten im Frankfurter Hof zutrifft, dass wollte Mayr nicht verraten. Allerdings, dass eine Übernachtung dort 13 500 Euro kostet – exklusive eigenem Butler und Essen. Insgesamt 216 Zimmer und 42 Suiten zählt das Fünf-Sterne-Haus am Kaiserplatz. Erbaut wurde es von 1872 bis 1876 und im Zweiten Weltkrieg zerstört. 1948 wurde das Hotel mit 20 Betten neu eröffnet, fünf Jahre später war es komplett aufgebaut. Durch den Wiederaufbau gab es einige Veränderungen, so liegt die Küche von Steffen Fredersdorf dort, wo sich früher der Ballsaal befand.

Der Weg zum Titel „Rhein-Main-Gourmet 2015“

Zusammen mit der Steigenberger Hotelgruppe suchen die Frankfurter Neue Presse sowie ihre Regionalausgaben Höchster Kreisblatt und Taunus Zeitung den „Rhein-Main-Gourmet 2015“ – den Hobby-Koch

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Erstes Haus am Platz

 

Es sind vor allem Geschäftsleute, die im Frankfurter Hof übernachten. Aber auch zunehmend mehr Wochenendgäste. „Weil Frankfurt als Reiseziel immer beliebter wird“, sagt Mayr. Dass der Frankfurter Hof bei vielen Touristen „die erste Wahl ist“, begründet er auch mit der guten Küche des Hauses. „Mit dem Français und seinem Küchenchef Patrick Bittner sind wir in ganz Deutschland bekannt. Die Menschen besuchen uns auch, weil sie gut essen können“, sagt Mayr.

„Auch essen gehen ist mittlerweile ein Trend“, weiß auch Fredersdorf, der sich nun auf seinen Job in der Jury für den „Rhein-Main-Gourmet 2015“ vorbereitet. Für die Bewerber hat er noch einige Tipps im Gepäck. „Die Hobby-Köche sollten Leidenschaft zeigen und ein Gericht kochen, das schmeckt. Ein wenig ausgefallen muss es sein, klassische Gerichte sind nicht mehr wettkampftauglich.“

In der nächsten Woche stellen wir das zweite gastgebende Haus, das Steigenberger Hotel am Frankfurter Flughafen sowie die dortige Küche vor.

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