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Entsorgung: So werden Sie Ihren Weihnachtsbaum los

Von Weihnachten und Silvester sind vorbei, die Tage der rund 80 000 Tannenbäume in Frankfurts Wohnzimmern damit gezählt. Möglichkeiten zur Entsorgung gibt es mehrere, doch das Ziel der Nadelgewächse ist das gleiche: Sie werden entweder zu Kompost oder verbrannt.
Im Januar schmücken ausrangierte Weihnachtsbäume in Frankfurt nicht die Wohnzimmer, sondern die Gehsteige. Für manchen Vierbeiner ist das ein verspätetes Weihnachtsgeschenk. Foto: dpa Foto: Arno Burgi (dpa) Im Januar schmücken ausrangierte Weihnachtsbäume in Frankfurt nicht die Wohnzimmer, sondern die Gehsteige. Für manchen Vierbeiner ist das ein verspätetes Weihnachtsgeschenk. Foto: dpa
Entsorgung. 

Mit Christbaumkugeln, Strohsternen und Kerzen geschmückt war er in den vergangenen Tagen und Wochen der Hingucker in Frankfurts Wohnzimmern: der Weihnachtsbaum. Doch mit Beginn des neuen Jahres, spätestens jedoch am Sonntag nach Dreikönig, das ist in diesem Jahr der 7. Januar, fliegt der Baum raus. Nicht nur, weil die Weihnachtszeit in der christlichen Tradition mit dem Dreikönigstag endet, sondern sicher auch, weil das gute Stück nadelt und man ohnehin genug von der weihnachtlichen Atmosphäre hat, die der Baum verbreitet.

Rund 80 000 Weihnachtsbäume werden so in den kommenden Tagen aus den Frankfurter Wohnungen verbannt. Das ist zumindest die Zahl, mit der die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) rechnet. Die Experten müssen es wissen, schließlich kümmern sie sich um die Entsorgung der Fichten, Kiefern und Tannen.

Ab in die Tonne

Zwei Möglichkeiten haben die Frankfurter, sich von ihrem Christbaum zu trennen. Wer sich für die Entsorgung über die Bio- oder Restmülltonne entscheidet, muss ihn komplett abschmücken, auf Stücke von maximal einem Meter kürzen und an den Leerungstagen im Januar neben die Tonnen stellen. Als weitere Option bietet die FES das Abholen der Bäume an – quasi direkt an der Haustür. „Zum dritten Mal sind wir mit einem sechs Tonnen fassenden Sonderfahrzeug in den Stadtteilen unterwegs, das die Bäume einsammelt. Wir denken, dass die Resonanz noch besser sein wird, als in den vergangenen Jahren“, sagt FES-Sprecher Stefan Röttele.

Trotzdem ließe es sich nicht vermeiden, dass Menschen ihre ausgedienten Bäume unabhängig von den FES-Sonderfahrten einfach auf dem Gehweg abstellen würden. „Um solche Fälle kümmert sich dann die Straßenreinigung. Länger als drei Tage steht kein Exemplar einfach rum, wir wollen schließlich nicht, dass der Bürgersteig zum Baumablagerungsplatz mutiert“, so Röttele. Bäume, die die FES abholt, sollten leicht zugänglich und von der Straße aus sichtbar platziert werden. Abschmücken gilt auch hier, gekürzt werden müssen die Christbäume nicht. Diese Arbeit übernimmt das Sonderfahrzeug.

Gelagert werden die eingesammelten Bäume an drei Sammelplätzen – am Freibad in Nieder-Eschbach, an der Darmstädter Landstraße in Sachsenhausen und am Oberforsthaus in Niederrad. 2,9 Tonnen Weihnachtsbäume waren es im vergangenen Jahr alleine am Oberforsthaus, die FES rechnet 2018 mit ähnlichen Zahlen. Weil die Frankfurter an Traditionen festhalten.

Kein Tierfutter

Egal, wo die FES die Bäume im Stadtgebiet lagert, allen droht das gleiche Schicksal. Sie werden vernichtet. „Alle Tannen, die im Bio-Müll landen oder mit unseren Sonderfahrten abgeholt werden, kommen in die Rhein-Main-Bio-Kompost-Anlage im Osthafen“, räumt Stefan Röttele gleich mit dem Vorurteil auf, die Tannen würden als Tierfutter an den Zoo abgegeben. Dem ist nicht so, weil vergessener Christbaumschmuck zwischen den dichten Zweigen zu schlimmen Schäden bei den Tieren führen könne – bis hin zum Tod. „Die alten Bäume werden kompostiert“, so Röttele. Die in der Restmülltonne entsorgten Exemplare würden im Müllheizkraftwerk in Heddernheim verbrannt.

„Die Kombination der beiden Möglichkeiten, den Baum zu entsorgen, ermöglicht uns einen schnelleren Abtransport, die Stadt ist bald baumfrei“, weist Stefan Röttele zudem daraufhin, dass man das gute Stück auch selber bei der Kompost-Anlage oder einem der FES-Wertstoffhöfe abgeben könne. Wenn sie denn in den Kofferraum passt. Ansonsten sind in den Stadtteilen auch häufig die Freiwilligen Feuerwehren aktiv – wie in Sossenheim, wo die Jugendfeuerwehr am Samstag, 13. Januar, zwischen 10 und 18 Bäume einsammelt. „Niemand bleibt darauf sitzen“, verspricht der FES-Sprecher.

Sammelfahrten in den Stadtteilen

  Niederrad, Sachsenhausen-Nord: 8. Januar.   Gallus, Gutleutviertel, Griesheim: 9. Januar.

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