Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Bad Homburg 19°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Englische Königin besucht Frankfurt: Ein Toast mit der Queen

Frankfurt. 
Mit viel Vorfreude erwarten die Frankfurter den Besuch von Elizabeth II. und ihres Gemahls Prinz Philip - ob's gude Stöffche bei dem Empfang im Kaisersaal wohl auch aus goldenen Bechern geben wird? Bild-Zoom Foto: Kirsty_Wigglesworth/Wpa_Pool (WPA_POOL)
Mit viel Vorfreude erwarten die Frankfurter den Besuch von Elizabeth II. und ihres Gemahls Prinz Philip - ob's gude Stöffche bei dem Empfang im Kaisersaal wohl auch aus goldenen Bechern geben wird?

Nur noch wenige Tage, dann ist es so weit: Die Queen kommt nach Frankfurt. Vier Stunden nimmt sich die 89-jährige Monarchin am kommenden Donnerstag für die Mainmetropole Zeit. Was sie in diesen 240 Minuten alles sehen wird? Hoffentlich genug, damit sie auch drei Tage später noch weiß, dass sie mal in Frankfurt war.

Die Aufregung ist groß, schließlich kommt nicht jedes Jahr eine solche Persönlichkeit angejettet, um unter anderem Grie’ Soß zu kosten. Ob Elizabeth II. dann wohl aus einem goldenen Kelch das gude Stöffche dazu trinken wird? Angekündigt sind auch Frankfurter Sekt und Weine der hessischen Staatsweingüter.

A propos Essen und Trinken. Beim Mittagessen im Kaisersaal werden an zwölf Tischen insgesamt 120 Gäste sitzen. Einer von ihnen erfuhr von seiner Einladung aus den Medien: Daniel Nicolai , Chef des English Theatre. „Ich wollte es erst gar nicht glauben und musste dann viel telefonieren, um sicherzugehen, dass es stimmt.“ Denn Nicolai ist nicht irgendwo im Kaisersaal platziert, sondern direkt am Tisch eins, bei Elizabeth. Nicolai wird einen „festlich-fröhlichen“ Maßanzug, der in Frankfurt geschneidert wurde, tragen. Für ihn ist es nicht das erste Mal, dass er auf die Royals trifft. „Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 war Prinz William hier“, weiß Nicolai. Damals traf er den Enkel der Königin auf dem Schafhof von Olympiasiegerin Ann Kathrin Linsenhoff , die am Donnerstag auch dabei ist.

Sie traf schon mehrere Adlige, aber: „Die Gelegenheit, mit einer Königin zu Tisch zu sitzen, hatte ich noch nicht. Aber im Zuge meiner Unicef-Arbeit durfte ich bereits die Königin von Spanien in Barcelona treffen, und auch beim letzten Besuch von Königin Maxima in Hessen konnte ich mit ihr ein paar Worte zu wechseln.“ Und: „Seinerzeit bekam ich die Goldmedaille bei der Europameisterschaft 1987 in Goodwood von ihrer Tochter Princess Anne überreicht.“ Trotzdem ist dieser Besuch für sie etwas Besonderes, „da meine Mutter schon die Queen kennenlernen durfte und ich nun auch die Möglichkeit bekomme“.

Frankfurts Ex-Oberbürgermeisterin Petra Roth sammelte während ihrer Amtszeit viel Erfahrung mit Blaublütigen. „Ach, ich habe so viele getroffen“, sagt sie. Als Bürgerin finde sie den Besuch beeindruckend, „und wäre ich noch im Amt, würde ich ihn als Geschenk an die Stadt ansehen“, so Roth.

So sieht es auch Oberbürgermeister Peter Feldmann : „Die Queen in Frankfurt, besser kann es doch kaum kommen . . .“ Er selbst habe es „nur“ mit einer Prinzessin zu tun gehabt bisher, mit seiner Tochter. Und was wird er tragen? „Wir einfachen Bürgerliche haben keine Hofschneider. Ich habe mir einen Anzug von unserem Frankfurter Schneider Abaci geleistet. Gut, dass die Queen vorbeischaut, so habe ich endlich einen schönen Anlass, den zu tragen.“

Auch Ex-Kulturdezernent Hilmar Hoffmann verfügt über Erfahrung im Umgang mit Majestäten. Die Queen traf er zwar nicht, „aber ich habe mit der schwedischen Königin gespeist“. Dort hätte er die Tischrede halten sollten, weil er zu ihrer Linken saß, doch durch einen Trick gelang es ihm, dies zu vermeiden – er tauschte unter einem Vorwand den Platz. „Obwohl ich sonst immer drauflosrede, hatte ich damals Bammel.“

„Im Rahmen einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer Madrid hatte ich vor einigen Jahren die Ehre, am Tisch von König Juan Carlos I. platziert zu werden“, berichtet Mathias Müller, Chef der Industrie- und Handelskammer.

Was er tragen wird, weiß er auch: „Auch wenn es ein fröhlicher Anlass und Farbe bei den Damen willkommen ist, halte ich mich an die englische Regel für Herren: No brown in town (keine braunen Schuhe). Also respektvoller, dunkler Business-Anzug, vielleicht mit einer sommerlich-frischen Krawatte.“

(es)
Zur Startseite Mehr aus Stadtgeflüster

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse