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Stadtgeflüster: Jurist berät Schauspieler bei Detailfragen

Der Frankfurter Oberstaatsanwalt Olaf König (links) und Schauspieler Rainer Hunold trafen sich gestern in Wiesbaden. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Der Frankfurter Oberstaatsanwalt Olaf König (links) und Schauspieler Rainer Hunold trafen sich gestern in Wiesbaden.

Er ist ein warmherziger, emotionaler, emphatischer Mensch, den sein Beruf nicht kalt lässt“, sagt Schauspieler Rainer Hunold über den Frankfurter Oberstaatsanwalt Olaf König . Der 54-Jährige Jurist berät den Mimen, der in der Serie „Der Staatsanwalt“ seit 2005 Oberstaatsanwalt Bernd Reuther gibt.

„Wir sehen uns regelmäßig“, sagt König. Mit den Jahren „ist eine freundschaftliche Beziehung entstanden“, sagt Hunold. Der besuchte vor einiger Zeit auch eine Schwurgerichtssitzung, in der es um ein Tötungsdelikt ging. „Er wollte sich einen Eindruck verschaffen und sagte danach, er habe mehr Sicherheit gewonnen“, berichtet Olaf König.

Er geht davon aus, dass in Reuther gut 80 Prozent König stecken. Das Fernseh-Team habe etliche Fragen. Die reichten von der DNA-Reihenuntersuchung bis zur Exhumierung. Er achte darauf, dass alles möglichst praxisnah sei, „aber auch nicht zu hölzern klingt. Die Dialoge sollen so sein, wie Menschen eben miteinander sprechen“, erklärt Olaf König. So rede Bernd Reuther mit einem Polizisten oder einem Zivilisten anders und mit einem Juristen wieder auf eine andere Art. Da kann es schon sein, das Fachjargon benutzt werde.

„Es geht oft um Detailfragen“, weiß König, der schriftlich und abstrakt antworte. „Ich finde es schön, dass mir diese Fragen gestellt werden“, so der Fachmann, der allerdings auch nicht immer die passende Antwort parat hat. „Wenn ich etwas nicht weiß, muss ich es prüfen“, so Olaf König, der sagt, dass er sich inzwischen ans Drehbuch lesen gewöhnt habe. Aber das dauere schon seine Zeit, schließlich habe er auch noch einen Beruf, dem er nachgehe.

Und der brachte es mit sich, dass er jüngst auch mit dem Fall des Gastronomen zu tun hatte, der im Niddapark eine junge Frau getötet haben soll. „Ich war der zuständige Abteilungsleiter“, so König. Vielleicht könnte auch dieser Fall in abgewandelter Form als Vorlage für eine Episode der Serie „Der Staatsanwalt“ dienen, denn „was dort gezeigt wird, sind alles Dinge, die einen echten Kern haben“, sagt Olaf König. „Die Serie ist wirklich ziemlich realistisch“, findet der Oberstaatsanwalt.

„Von ihm lerne ich sehr viel“, sagt Schauspieler Hunold, der auch mit Serien wie „Dr. Sommerfeld – Neues vom Bülowbogen“ und – natürlich – als Dr. Rainer Franck an der Seite von Privatdetektiv Josef Matula (Claus-Theo Gärtner ) in der Serie „Ein Fall für zwei“ bekannt wurde. „Allein deshalb habe ich auch viele gute Erinnerungen an Frankfurt“, so Hunold, der König gestern allerdings in der Landeshauptstadt Wiesbaden beim dortigen Presseclub traf. Gerne würde Hunold wieder in der Mainmetropole arbeiten, aber in nächster Zukunft ist das nicht vorgesehen.

Und das, obwohl der 68-Jährige in den nächsten Wochen und Monaten viel vor der Kamera stehen wird. „Wir drehen sechs Sechszigminüter und drei Neunzigminüter“, berichtet er.

(es)

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