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Englische Königin kommt nach Frankfurt: Warten auf Queen Elizabeth II.

Es dauert nicht mehr lange bis zum Besuch der Queen in Frankfurt. Die Geburtstagsparty für die englische Königin wurde hier bereits gefeiert.
Queen Elizabeth II. kommt mit ihrem Ehemann Prinz Philip, auf diesem Bild in Ascot, nach Frankfurt.	Foto: dpa Foto: Andy Rain (EPA) Queen Elizabeth II. kommt mit ihrem Ehemann Prinz Philip, auf diesem Bild in Ascot, nach Frankfurt. Foto: dpa
Frankfurt. 

Die gut 400 Gäste intonieren die englische Nationalhymne, dann sprechen sie einen Toast zu Ehren von Königin Elizabeth aus. Grund: Es ist Queen’s-Birthday-Party. Deshalb luden der britische Honorarkonsul Andreas Fabritius und seine Frau Chiara Zilioli Fabritius zur Geburtstagsfeier ins Opéra, dem Restaurant der Alten Oper. Das Fest stand ganz im Zeichen eines großen Ereignisses. Nur noch knapp zwei Wochen, dann ist es so weit: Queen Elizabeth II. besucht zum ersten Mal die Mainmetropole. Und nur gut anderthalb Monate ist es her, da feierte die Monarchin ihr 89. Wiegenfest. Die Briten begehen den Geburtstag der Queen als Nationalfeiertag. Doch weil an ihrem Geburtstag, dem 21. April, stets mieses Wetter herrscht, zelebrieren die Engländer dieses Jubiläum später – immer am zweiten Samstag im Juni.

Der Honorarkonsul, seine Frau und der Botschafter stoßen an. Bild-Zoom Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Der Honorarkonsul, seine Frau und der Botschafter stoßen an.

Unter den Gästen in Frankfurt befindet sich auch der Botschafter Großbritanniens, Sir Simon MacDonald , der auch den Staatsbesuch der Monarchin am 25. Juni auf die Beine stellt. Er hatte schon öfter das Vergnügen, die Königin zu treffen. „Zuletzt, als sie mich zum Ritter schlug“, erzählt er. „Die erste Queen’s-Birthday-Party in Frankfurt ist gleichzeitig auch meine letzte“, scherzt er, „denn im September endet meine Amtszeit.“ Es sei auch kein Zufall, dass Königin Elizabeth nach Frankfurt komme. Dafür gebe es vier Gründe: Die Bedeutung der Stadt mit mehreren Verbindungen nach England, die bedeutende Rolle der Paulskirche, die hessische Präsidentschaft im Bundesrat und „außerdem ist es die größte deutsche Stadt, die die Queen noch nie besucht hat“.

Übrigens ist sie die erste britische Monarchin, die Frankfurt einen Besuch abstattet – und sie tut dies mit ihrem Gatten, Prinz Philip , dem Herzog von Edinburgh. Königin Victoria , die Ur-Ur-Großmutter von Elizabeth und Philip, kam 1845 auch nach Hessen, allerdings nur nach Hochheim. Und 1909 schaute ihr Ur-Großvater Edward VII. in Bad Homburg vorbei. Queen Elizabeth war vor ziemlich genau 50 Jahren schon einmal in Hessen – ihr Trip führte sie in die Landeshauptstadt.

Einer, der die Königin des Öfteren trifft, ist Prinz Donatus von Hessen . Klar, dass er auch bei der Geburtstagsparty in der Alten Oper vor Ort ist und sich schon auf den Besuch freut. „Das letzte Mal habe ich sie in Windsor gesehen“, erinnert sich der Urenkel von Königin Victoria an seinen jüngsten Besuch. Obwohl er sie schon oft traf, bleibt jede Begegnung mit ihr für den Adligen eine besondere, „denn sie hat eine unheimliche Aura“. Auch Dagmar Westberg freut sich auf den Besuch der Königin. „Ich bin auch eingeladen worden“, sagt die Mäzenin, die mit Städeldirektor Max Hollein zum Empfang im Römer gehen möchte. „Aufgeregt bin ich nicht, ich bin doch schon über hundert Jahre alt“, ulkt Westberg, die von 1934 an etliche Jahre in Großbritannien verbrachte. Für Protokollchef Karl-Heinz Voss wird es die dritte Begegnung mit Prinz Philip sein. „Ich habe 1978 beim Protokoll angefangen und 1979 gab es einen Staatsbesuch von Prinz Philip.“ Gut 15 Jahre später, 1993, trafen sie sich wieder und Voss besorgte dem Prinzen auf seinen Wunsch hin Fleischwurst. Dieses Mal gibt es beim Besuch der Hoheiten von vornherein leckere hessische Gerichte wie Tafelspitz und Grie’ Soß. „Es ist wirklich ein herausragendes Ereignis, dass sie nach Frankfurt kommt“, findet ein anderer Adliger: Rüdiger Helmold Freiherr von Rosen , der selbst aus familiären Gründen nicht dabei sein kann. „Die Königin kann dazu beitragen, das sich der Europäische Gedanke, der in England nicht wirklich sehr weit entwickelt ist, dort noch weiter verankert“, hebt von Rosen hervor. Und wo gelänge das besser als im Zentrum Europas.

(es)
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