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700 Jahre zwischen zwei Buchdeckeln

Wer kann dem Lächeln von Carolin I., dem Königsteiner Burgfräulein 2013, schon widerstehen? Ihr Konterfei schmückt den Titel des neuen Burgfestbuchs, das am Freitagabend präsentiert wurde.
Das amtierende Burgfräuleon, Lisa I., und die kommende Hoheit, Carolin I., halten das »Burgfest zum Blättern« in den Händen.	Foto: Jochen Reichwein Das amtierende Burgfräuleon, Lisa I., und die kommende Hoheit, Carolin I., halten das »Burgfest zum Blättern« in den Händen. Foto: Jochen Reichwein
Königstein. 

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude, und im Hinblick auf das Königsteiner Burgfest hält sie noch genau 67 Tage an. Am Freitag, 23. August, Punkt 18 Uhr fällt der Startschuss zum 63. Mal, doch wohl noch nie gab es gleichzeitig ein solch epochales Ereignis zu feiern wie „700 Jahre Stadtrechte“. Kein Wunder, dass das neue Burgfestbuch, das der Burgverein am Freitagabend auf der Terrasse des Kurbadrestaurants vorstellte, mit 146 Seiten wesentlich umfangreicher ausgefallen ist als in den vergangenen Jahren.

Was für die Leser mehr Unterhaltung und Information bedeutet, ist für die ehrenamtlich Aktiven eine schöne Form der Ermutigung durch die Inserenten, denn die Ausrichtung des Burgfests ist in den vergangenen Jahren zunehmend zu einem finanziellen Wagnis geworden. Ehrwürdig ist das Werk allemal: In wenigen Wochen wird dem Burgverein der Saalburgpreis des Hochtaunuskreises für „herausragende Verdienste um die Geschichts- und Heimatpflege“ verliehen. „Dazu hat auch das Burgfestbuch beigetragen“, erklärte die Vorsitzende Birgit Becker. Denn das „Burgfest zum Blättern“ vereint immer auch eine Vielzahl an Beiträgen zur Historie und Gegenwart der Kurstadt.

Die Autoren in diesem Jahr, darunter Stadtarchivarin Beate Großmann-Hofmann, die Lokalhistoriker Rudolf Krönke und Ellengard Jung sowie Hans-Dieter Hartwich und Hans-Jürgen Bach, die Ortsvorsteher von Mammolshain und Schneidhain, decken mit ihren Texten zusammen nahezu jedes Jahrhundert der Königsteiner Stadtgeschichte ab.

Die Zeitreise führt von der Stadtwerdung über das Schicksal im Dreißigjährigen Krieg bis hin zum 3BurgenWeg, dessen Eröffnung am kommenden Samstag um 9.30 Uhr wortwörtlich begangen wird. Eine Anmeldung ist noch bis heute Abend bei Martha Ried, Telefon (0 61 73)7 03 12 10, oder per E-Mail an m.ried@kronberg.de, möglich. Die Kosten für die Teilnahme inklusive Eintritt, Erfrischungen und Imbiss betragen 9 Euro. Allee widd, wie es im Beitrag „Franzeesisch uff Hessisch“ vom Falkensteiner Hermann Groß heißt und in etwa „Auf geht’s“ bedeutet: Das Burgfestbuch ist von heute an in Geschäften der Stadt und bei der Kur- und Stadtinformation erhältlich. Es wird kostenlos abgegeben, für eine erbetene Spende stehen blaue Burgfest-Sparschweine bereit.

(David Schahinian)
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