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Anspacher Gewerbe will Hilfe der Stadt

Eigentlich demonstrierten Handel, Gewerbe und Politik bei einer Podiumsdiskussion „Zufriedenheit mit dem, was ist“. Doch deutlich war die Sorge der Händler zu spüren, dass die Politik zu wenig für den Facheinzelhandel tut.
Neu-Anspach. 

Neu-Anspach.

Hintergrund seiner Kritik: Während der von der Wirtschaftsförderung der Stadt veranstalteten Podiumsdiskussion über die Chancen und Perspektiven des Neu-Anspacher Handels und Gewerbes hatte Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU) Neuigkeiten aus der jüngsten Magistrats-Sitzung durchsickern lassen. Demnach führt die Stadt Gespräche mit dem Rewe-Konzern, um den Supermarkt am alten Standort halten zu können - was aber nur durch einen Neubau möglich ist.

An diesem aktuellen Beispiel wurde der Grundkonflikt offenbar, der - trotz allen Bemühens um eine gute Zusammenarbeit - zwischen der Stadt und dem Gewerbeverein schwelt. Vor diesem Hintergrund hatten die Stadt und der Wirtschaftsbeirat zu einer von TZ-Vize-Redaktionsleiter Andreas Burger moderierte Podiumsdiskussion eingeladen.

Der Großteil der gut 30 Besucher waren lokale Einzelhändler und Gewerbetreibende, aber auch einige Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung. Sie lauschten interessiert den Positionen von Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU), der beiden Vorsitzenden des Gewerbevereins, Heinz Weidner und Dr. Regina Ernst-Messer, des Vorsitzenden des Wirtschaftsbeirates der Stadt, Dieter Susemichel (CDU), sowie der Wirtschaftsförderers der Stadt, Klaus Mainz.

Hilfe bei Arkaden-Problem?

Hilfe bei Arkaden-Problem?

Kontrovers waren gleich zu Beginn der Veranstaltung die Positionen in der Frage, wie dem Leerstand an den Arkaden (Taunusstraße/Langstraße) begegnet werden soll (TZ berichtete). "Das ist das Problem der privaten Eigentümer der Immobilie und nicht das Problem der Stadt", stellte Bürgermeister Klaus Hoffmann klar. "Wenn die Stadt hier unterstützend eingreift, wäre das eine Wettbewerbsverzerrung. Dann kommt jeder Händler und will finanzielle Unterstützung."

Vonseiten des Gewerbevereins wurde kritisiert, dass gerade die Stadt in den 1990er Jahren die Gestaltung des Vorplatzes mit Hecken und Bäumen, aber auch die ungünstige Ausrichtung der Parkplätze vorgegeben habe. "Das war lange vor meiner Amtszeit", wich Hoffmann der Kritik aus.

Der Gewerbevereinsvorsitzende Heinz Weidner appellierte ebenso wie seine Vorgängerin Ilse Trenczek (im Publikum) an die Stadt, das Gespräch mit den Eigentümern zu suchen, um eine Lösung darüber zu finden, wie der Bereich zwischen Ladenzeile und Straße neu zu gestalten ist.

Moderator Andreas Burger wollte die unfruchtbare Diskussion in eine andere Richtung lenken und fragte auch ins Publikum, welche Fachgeschäfte denn im Stadtkern fehlten und als potenzielle Interessenten für den Leerstand infrage kämen. Die Ideen reichten von einem Käse- oder Fischgeschäft, über ein Spielzeugwarenladen bis hin zu einem Fachgeschäft für Damenbekleidung.

Als Lösungsvorschlag brachte Klaus Mainz eine Zusammenlegung der zu kleinen Ladenlokale ins Spiel, um größere Mieter zu finden. Auf den Vorschlag aus dem Publikum, gerade alten Leuten eine weitere Apotheke in fußläufiger Entfernung im Stadtkern zu bieten, stellte Bürgermeister Klaus Hoffmann Neuigkeiten in Aussicht. In vier bis acht Wochen werde Klarheit darüber bestehen, ob im neuen Rathaus ein Ärztehaus oder eine Apotheke einziehen kann.

Die abschließend von Burger in die Diskussion gebrachte gemeinsame Gewerbeschau aller Städte und Kommunen im Usinger Land wurde von allen Podiumsteilnehmern, aber auch von den anwesenden Besuchern kategorisch abgelehnt.

Der Grundtenor: Bereits das erfolgreiche Konzept der Taunusmesse platze aus allen Nähten - und das alleine mit Neu-Anspacher Händlern und Gewerbetreibenden. "Wir haben 20 Fachgeschäfte im alten Kern. In der erweiterten Innenstadt sind es 50 Fachgeschäfte mit 200 Arbeitsplätzen", sagte Heinz Weidner abschließend und appellierte: "Lasst uns alle Kräfte mobilisieren und durch verstärkte Aktionen die Bürger in der Innenstadt halten."

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