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Der perfekte Sommer

„Der Orscheler Sommer ist endlich bei den Oberurselern angekommen.“ Davon ist Dirk Müller-Kästner, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Kunstgriff, überzeugt.
Oberursel. 

Sein Fazit fällt rundherum positiv aus. Ein Sommer, der nahezu perfekt war. Schätzungsweise 10 000 Besucher seien in den zehn Wochen zu den verschiedenen Veranstaltungen gekommen. „Nur zwei Mal hat es geregnet, beim Jazz- und Bluesfrühschoppen“, berichtete Vorsitzender Lothar Weise. Dennoch habe man auch da wenigstens 200 Besucher gehabt. Er ist sich sicher: „Die Qualität überzeugt.“ Zumindest sei das die Rückmeldung der Besucher gewesen.

„Die Besucherzahl lässt natürlich immer noch Luft nach oben“, meint Weise, „doch ich glaube wir sind hinsichtlich der Vielzahl der Veranstaltungen an unserer Leistungsgrenze angekommen.“ 29 Veranstaltungen in zehn Wochen seien eine Hausnummer, die man zwar noch stemmen könne, mehr ginge aber eigentlich nicht. Seiner Auffassung nach müssen auch gar nicht mehr Veranstaltungen sein, „solange die Qualität stimmt.“ Die habe sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert. „Wir sind sehr viel besser und vor allem professioneller geworden“, betonte Weise. Das spiegle sich in dem Drumherum, aber auch in der Technik wieder.

Und das bei einem vergleichsweise geringen städtischen Zuschuss von 7000 Euro (plus 6000 Euro Ausfallbürgschaft vom Kultur- und Sportförderverein Oberursel). Sorge, dass diese Förderung gekürzt wird, müssen sich die Kunstgriffler übrigens nicht machen. Obwohl die Stadt 2014 im Bereich Kultur und Sport deutlich mehr als 100 000 Euro einsparen will (TZ berichtete), steht für Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) schon jetzt fest: „Beim Orscheler Sommer kann nicht gekürzt werden.“ Der Kunstgriff sei ein „absoluter Leistungsträger“ für das Kulturleben der Stadt.

Das gute Team ist für Müller-Kästner ein Grund für den Erfolg. Nur an einigen Stellen sei das Angebot zuweilen dann doch ein wenig viel gewesen. Beispielsweise beim Familientag, als am Abend noch ein Open-Air-Kino auszurichten war. Die Kino-Besuche seien allerdings allgemein nicht so stark frequentiert wie andere Angebote.

Die größere Programmvielfalt gepaart mit der strengen Maxime, nicht zu viele Wiederholungen zu geben, hat sich nach Ansicht der Veranstalter bewährt. „Man muss nicht immer etwas Neues haben, doch die Regel lautet, dass Bands in zwei Jahren nur einmal spielen“, verdeutlichte Müller-Kästner. Das wiederum bedeutet für die Programmplaner, früh in die Planung des Sommers einzusteigen. Und ob man im kommenden Jahr wieder mit so viel Sonne rechnen kann, dahinter bleibt natürlich ein Fragezeichen. Glück mit dem Wetter hatten die Veranstalter aber beim Seifenkistenrennen, das der Kunstgriff zum Abschluss des Orscheler Sommers organisierte.

Tolle Kisten rattern übers Pflaster

Zum Abschluss des Oberurseler Sommers lieferten sich die Piloten in ihren Seifenkisten noch ein heißes Rennen. Die neue Strecke kam gut an. Einziger Wermutstropfen: die Aufräumarbeiten am Schluss.

clearing

(Tatjana Seibt)
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