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Die Qual der Wahl beim Feiern

Beim 63. Burgfest setzen die Vereine auf eine Mischung aus Altbewährtem und neuen Konzepten.
Die Burg im Hintergrund, ein kühles Getränk vor sich: So lässt es sich gut feiern.	Archivfoto: jp Die Burg im Hintergrund, ein kühles Getränk vor sich: So lässt es sich gut feiern. Archivfoto: jp
Königstein. 

Es ist angerichtet, zumindest fast. Die letzten Vorbereitungen für das Königsteiner Burgfest werden in diesen Stunden getroffen, auf dass das neue Burgfräulein Carolin I. morgen Abend bei ihrer Inthronisation einen guten Start in ihre Regentschaft haben möge.

Die Kellerbetreiber und Vereine haben sich ins Zeug gelegt, auch wenn es dem einen oder anderen in diesem Jahr etwas schwerer gefallen ist. Die ungewisse Zukunft des Festes, die Sicherheitsauflagen und nicht zuletzt die mit der Gesamtsituation verbundenen finanziellen Unwägbarkeiten haben doch ein wenig an der Motivation manches Aktiven genagt. Angesichts der Kassenlage sah sich der Burgverein unter anderem gezwungen, die Eintrittspreise in diesem Jahr anzuheben (siehe Infobox). Aber abgerechnet wird zum Schluss, und was die Beteiligten auf die Beine gestellt haben, kann sich mehr als sehen lassen.

Neben der Beteiligung am Kinderprogramm, bei dem die Kleinen am Sonntagnachmittag im Dunklen Bogen Ritterhelme bewerfen dürfen, ziehen die Ritter von Königstein im Zwinger einen Irish Pub auf, mit passender Musik, Dekorierung und Guinness vom Fass. „Wir leben in unserer Zeit“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende Doris Süßbrich lachend, und gerade das macht den Zwinger auch für moderne Menschen interessant.

 

Hilfe von außerhalb

 

INFO   Tribünenplätze und Sonderfahrten

Die Abendkassen befinden sich in diesem Jahr auf dem Platz vor dem Rathaus, vor der Burg wird es keine Kasse geben. Der Eintritt am Freitag und Samstag kostet 10 Euro, ermäßigt 7 Euro.

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Vorwiegend Musik der 80er- und 90er-Jahre, aber auch andere auf das jeweilige Publikum abgestimmte Klassiker bietet der Verein „Musik und Szene“ im „Uptown“ im Innenhof. Als Spezialität steht der „Pangalaktische Donnergurgler“, bekannt aus dem Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“, auf der Getränkekarte.

Über die Zutaten schweigt sich Christian Eichhorn aus: „Gute außerirdische Beziehungen“, erklärt er mit einem Augenzwinkern. Und er hat die Hoffnung, dass sich die Kassensituation durch den neuen Standort am Rathaus entspannt und sich kein Besucher durch die Probleme in den vergangenen Jahren von einem Besuch des Burgfests abhalten lässt.

Bei den „Plaschis“ im Stolbergkeller steht am Montag handfester Spaß mit einer „Ballermann-Party“ auf dem Programm, auch ansonsten sind Besucher mit Würstchen, Pommes und Fassbrause gut versorgt. Anlässlich des 25. Jubiläums der Festungsgarde freuen sich die „Plaschis“ außerdem auf etwa 180 Gardisten, die aus ganz Deutschland anreisen und am Festzug teilnehmen werden.

Die Chorgemeinschaft 1860 und der Männerchor 1893 setzen wieder auf Teamwork und bewirtschaften als Singgemeinschaft das Museum und die Schlossküche. Am Samstagabend kommt das „Emerald Isle Duo“ ins Museum, in der Schlossküche sorgen Sebastian Riedel & Friends für handgemachte Live-Musik. Gespannt sein darf man auf die „Kurharmonix“ am Montagabend, die ihre Ständchen im sogenannten „leichten Bieranzug“ zum Besten geben wollen. Exklusiv im Museum gibt es außerdem Flammkuchen. Mit dem abwechslungsreichen Programm wollen die Sänger dem Vorurteil entgegentreten, dass nur junges Publikum zum Burgfest gehe, erklärt Kurt Nachtsheim. Und ergänzt: „Gegen das Image anzukommen ist sehr schwierig.“ Mit Neuerungen wartet die Chorgemeinschaft auf. „Wir haben in der Schlossküche ein neues Konzept, außerdem ist die alte Holzkonstruktion Vergangenheit.“ Ein kleiner Biergarten, zum Teil unter freiem Himmel, lädt nun zur Einkehr ein.

„Bei uns ist die Stimmung im Keller“, heißt es bei Lupus Alpha, und das ist durchaus positiv gemeint. Für Freitag und Samstag wurde ein bekannter DJ aus Münster für den Kosakenkeller verpflichtet, am Montag heizen ein lokaler Plattenaufleger und eine Liveband ein. „Wir richten uns an ein jüngeres Publikum“, stellt Christian Sabel heraus.

 

Rock und Disco

 

Der Kö-Keller trumpft ebenfalls mit DJs, unter anderem aus dem MTW in Offenbach und dem Velvet Club in Frankfurt, auf. Musikalisch orientiert man sich hier also eher in Richtung Disco. Außerdem verweist Christopher Boeder auf einen weiteren Höhepunkt: Die „Schoppeschlepper“ haben sich für den Frühschoppen am Montag angesagt. Hessisch-Kenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig.

Ohne die Bruderschaft würde dem Burgfest etwas fehlen. Seit 1991 rocken die mehr als 40 Mitglieder das Haus respektive die „Alte Münze“. Musikalisch reicht die Bandbreite von Led Zeppelin über Rammstein bis AC/DC. Der Erlös des Wochenendes fließt unter anderem in Anpralldämpfer und weitere Maßnahmen, um die Biker-Strecken rund um den Feldberg sicherer zu machen. Besonders beliebt ist die Videoleinwand, auf der während des Wochenendes Fotos von den Festen der vergangenen Jahre gezeigt werden.

(David Schahinian)
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