E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Bad Homburg 15°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Echte Römer haben kein Handy in der Hosentasche

In der Weberstraße gibt es seit 2008 den Römerspielplatz. Es ist ein besonderer Spielplatz, weil dort Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam spielen können. Wie, das zeigten sie beim ersten Römerspielefest.
Die Jungs wurden in Soldaten, die Mädchen von Anja Köhlers in adrette Römerinnen verwandelt.	Foto: Reichwein Die Jungs wurden in Soldaten, die Mädchen von Anja Köhlers in adrette Römerinnen verwandelt. Foto: Reichwein
Bad Homburg. 

Bereits die Römer machten es vor: Kinder brauchen keine teuren Geräte, um Spaß zu haben. Es reichen ein paar Stöcke, Steine und ein im Sand eingezeichnetes Spielfeld. Beim Römerspielefest am Samstag sollten die Kids genau das lernen. „Die Kinder sollen erfahren, wie es ist, mit den Erzeugnissen der Natur und in ihr zu spielen“, sagt die Fachdienstleiterin für Kinder-und Jugendförderung der Stadt, Monika Fabel. Initiatorin des Festes ist Gisela Magiera, die Leiterin der Hans-Magiera-Stiftung. Ihre Stiftung hat vor fünf Jahren die Planung des Spielplatzes und die Geräte finanziert. „Mit dem Fest wollen wir in Erinnerung rufen, dass wir hier einen solchen integrativen Spielplatz haben, auf dem auch Kinder im Rollstuhl Spaß haben“, erklärt Magiera.

Lilly (12) sitzt im Rollstuhl, was sie aber nicht daran hindern kann, in der „Villa Rustica“, an den Wand- und Bodenelementen zu spielen und dort ihre Geschicklichkeit auszuprobieren. Mit ihrer Mutter will sie jetzt öfter hierher kommen. Genau das wollte Magiera mit dem Fest bewirken. „Die Spielstätte wird zwar rege genutzt, doch wäre es schön, wenn noch mehr Kinder im Rollstuhl künftig hier spielen würden“, wünscht sich Magiera.

Die Kindertagesstätte der Caritas und die Lebenshilfe kommen gern mit ihren Kindern mit Handicap dorthin. „Wir spielen vor allem in den Ferienspielen sehr gern hier. Da es nur einen Ausgang gibt, müssen wir keine Angst haben, dass wir ein Kind aus den Augen verlieren“, sagt die Geschäftsführerin der Lebenshilfe Hochtaunus, Elke Dünnebeil. So etwas unterstützt die Saalburg natürlich mit Spielideen aus Römerzeiten und römischen Outfits. Der Museumspädagoge der Saalburg, Rüdiger Schwarz, zieht Marius (9) ein schweres Kettenhemd über und verwandelt ihn in in den Feldherren Tacitus, Helm und Schwert inklusive. Allerdings: Beim Zücken des Schwertes stößt Marius auf ein Problem. Sein Handy in der Hosentasche stört. „Ein echter Römer weiß gar nicht, was das ist“, sagt Schwarz.

(Nadine Biersack)
Zur Startseite Mehr aus Hochtaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen