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Ein besonderer Wandertag

Von Die Schüler der Friedrich-Ebert-Schule haben einen Wandertag genutzt, um für einen guten Zweck zu sammeln. Ach was, gleich für drei gute Zwecke waren die Kinder am Mittwoch in den Feldern unterwegs.
Assistenzhunde werden zur Unterstützung Behinderter ausgebildet. Das intensive Zusammenspiel von Mensch und Hund hatte die FES-Schüler sehr beeindruckt, und sie wollten unbedingt ihren Beitrag leisten, dass behinderte Kinder einen solchen Gefährten haben können.	Foto: JR Assistenzhunde werden zur Unterstützung Behinderter ausgebildet. Das intensive Zusammenspiel von Mensch und Hund hatte die FES-Schüler sehr beeindruckt, und sie wollten unbedingt ihren Beitrag leisten, dass behinderte Kinder einen solchen Gefährten haben können. Foto: JR
Gonzenheim. 

„Huch, was ist denn jetzt los?“, mag der prächtige Feldhase gedacht haben, als er am Mittwochvormittag gemütlich über den Acker hoppelte. Ihm kamen nämlich plötzlich viele sportliche Kinder entgegen; so viele, dass er lieber seine Löffel anlegte und sich ganz schnell aus dem Staub machte. Sollte Meister Lampe Zeitung lesen, kommt hier des Hasenrätsels Lösung: Die Friedrich-Ebert-Schule (FES) war zu ihrem Sponsorenlauf im Feld südlich von Gonzenheim unterwegs. 320 Schüler waren auf den Bein(ch)en und sammelten dabei fleißig Stempelabdrücke. An den Stempelstationen saßen Damen des Inner Wheel Clubs Bad Homburg (IWC), die die FES wieder bei der Organisation des Sponsorenlaufs unterstützten.

Vorab hatten die Kinder Eltern, Großeltern und Freunde gebeten, ihren Lauf zu unterstützen, also pro Stempel einen individuellen Betrag zu zahlen. „Der Erlös geht in Abstimmung mit Inner Wheel an den Vita-Assistenzhunde-Verein und an die Kinder-Neurologie in Königstein, ein kleinerer Teil kommt über unseren Förderverein der Schule zugute“, erläuterte Schulleiterin Charlotte Göttler-Fuld inmitten des Trubels. Ihre Stellvertreterin Yvonn Kretzschmar und IWC-Dame Beate Ilbertz hofften, dass „ein ähnlicher Betrag wie bei den vergangenen Läufen zusammenkommt, das wären dann um die 10 000 Euro.“

Klassenweise hatte man sich auf den Weg gemacht, gegen halb elf waren dann alle am Taunengraben und hatten für die bis dahin etwa fünf Kilometer schon einmal sechs Stempel „ergattert“. Wer jetzt noch genug Kraft hatte, konnte den Parcours rund ums Erdbeerfeld laufen, wofür es pro Runde weitere zwei Stempel aufs Kärtchen gab. Die Kinder waren hoch motiviert: Rhoda, Vanessa und Chiara aus der dritten Klasse legten sich ins Zeug und rannten jeweils drei Runden, sogar die erst siebenjährige Helen schaffte den Extrakilometer noch, obwohl das Köpfchen ganz schön rot war. Felix (9) hätte auch noch eine zweite Runde geschafft, doch: „Ich teile mir meine Kräfte lieber ein, weil wir ja auch noch zurück müssen!“ Recht hatte er, schließlich gab es für den weiten Weg zur Langen Meile auch noch Stempel.

Was die Schüler besonders anspornte war, dass sie genau wussten, wofür sie sich so anstrengten: Tags zuvor hatten sie die Vita-Assistenzhunde und ihre Arbeit kennengelernt. Assistenzhunde werden ganz individuell zur Unterstützung Behinderter ausgebildet. Das intensive Zusammenspiel von Mensch und Hund hatte die FES-Schüler sehr beeindruckt, und sie wollten unbedingt ihren Beitrag leisten, dass behinderte Kinder einen solchen Gefährten haben können. Und als sich Schüler und Lehrer gegen Mittag wieder auf den Heimweg machten, hatte der Feldhase das Terrain wieder für sich.

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