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Ein kleines Gerät kann Leben retten

Von Seit vielen Jahren feiert die Cratzenbacher Feuerwehr mit den Bürgern des Ortsteils ihr traditionelles Herbstfest. Auch letzten Samstag wieder. Viele waren der Einladung auch am vergangenen Samstag wieder gefolgt, auch Neubürger waren dabei.
Björn Veidt (rechts) demonstriert die Funktion des neuen Gasmessgerätes, Dieter Veidt schaut interessiert zu. 	Foto: Schneider Björn Veidt (rechts) demonstriert die Funktion des neuen Gasmessgerätes, Dieter Veidt schaut interessiert zu. Foto: Schneider
Cratzenbach. 

Klein aber oho: Die Freiwillige Feuerwehr Cratzenbach hat etwas, was keine andere Weil-roder Ortsteilwehr hat - ein Gas-messgerät. Gasmessgeräte gibt es zwar viele, das der Cratzenbacher ist aber eins mit allen Schikanen. Wehrführer Björn Veidt nutzte die Gelegenheit am Samstag beim tra-ditionellen Herbstfest der Florianer im jahreszeitlich dekorierten Gerä-tehaus, das neue Gerät, kaum grö-ßer als ein veraltetes Handy, vorzu-stellen und seine Arbeitsweise zu erläutern.

Dazu füllte er einen Gefrierbeutel mit Propangas und packte das neue Gerät dazu, es piepte aufgeregt, als wollte es die ganze Welt retten. „Funktioniert“, konstatierte Veidt zufrieden. In der Tat, was die menschliche Nase nicht wahrnimmt, das Gasmessgerät riecht es, selbst kleinste Mengen. Und selbst wenn es nicht nach Gas riecht, viele Gase riechen nicht, vor allem das lebensgefährliche Kohlenmonoxid, heißt das noch lange nicht, dass auch kein Gas in der Atemluft ist.

Wann immer künftig bei Feuer-wehreinsätzen in Weilrod zu be-fürchten ist, dass irgendwo Gas im Spiel ist, und entweder die Bewoh-ner von Brandhäusern oder Feuer-wehrleute in Gefahr sein könnten, werden die Cratzenbacher mit alarmiert. Alle Mitglieder der Einsatzabteilung sind bereits geschult und können das 2500 Euro teure Gerät bedienen. „Einmal, vor nicht all zu langer Zeit, gab es bereits einen solchen Fall, da war aus Mauloff Gasgeruch gemeldet worden, damals mussten wir die Usinger anfordern, in Zukunft können wir das selbst“, sagte Veidt.

Auch Feuerwehrvereinschef Dieter Veidt hatte frohe Kunde für die Herbstfestgäste. So war erst kurz vor dem Anzapfen bekannt geworden, dass der Cratzenbacher Feuerwehrnachwuchs David Schorr, Kevin Walter und Dennis Walter die „Leistungsspange“, quasi die Eintrittskarte für den Dienst an der Spritze, mit Bravour „geschafft haben“. Und es ging weiter mit den Glückwünschen: Björn Veidt, Peter Götz und Frank Heinrich empfingen von Hessens oberstem Feuerwehrmann, Innenminister Boris Rhein (CDU), unterzeichnete Belo-bigungsurkunden für ihren Hochwassereinsatz. Dominik Hermes wurde außerdem mit dem sächsischen Fluthelferorden ausgezeichnet.

Genug der Vorrede, angezapft war ohnehin schon längst, und das Büffet mit leckerem Gyros, Krautsalat, Tzatziki, Wurst und Brezeln bog sich unter der Last der Köstlichkeiten, aber nur am Anfang, denn die Gäste, darunter zu Veidts Freude auch einige Neubürger, die zur Feuerwehr Kontakt aufnehmen wollten, griffen für die 8 Euro-Flatrate tüchtig zu, um so gestärkt möglichst lange durchzuhalten. Bis zum offiziellen Herbstbeginn. Ein vergnügliches, wenn auch aussichtsloses Rennen gegen die Zeit, denn die dritte Jahreszeit begann erst am Sonntag um 22:44 Uhr. So lange blieben aber selbst die hartnäckigsten Besucher nicht.

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