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Hapkido und Musik verbinden

Von Mit 500 Euro ist der Integrationspreis der Stadt und des Ausländerbeirats Friedrichsdorf dotiert.
Renzo Sechi (li.), Piero Biancu (2. v. li.) und Bürgermeister Horst Burghardt (re.) übergeben den Integrationspreis an Magdalena Kretschmann sowie an die Brüder Natale und Franco Zanfino.	Foto: die Renzo Sechi (li.), Piero Biancu (2. v. li.) und Bürgermeister Horst Burghardt (re.) übergeben den Integrationspreis an Magdalena Kretschmann sowie an die Brüder Natale und Franco Zanfino. Foto: die
Friedrichsdorf. 

Das Hapkido-Thaibox-Center der Gebrüder Zanfino und die Musikschule sind mit dem Integrationspreis der Stadt und des Ausländerbeirats Friedrichsdorf ausgezeichnet worden. Den mit insgesamt 500 Euro dotierten Preis übergaben in der Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses Bürgermeister Horst Burghardt (Grüne) und Piero Biancu vom Ausländerbeirat, die Laudatio hielt Renzo Sechi. Herausragende Bemühungen um die Eingliederung von ausländischen Mitbürgern werden in Friedrichsdorf einmal jährlich mit dem Integrationspreis der Stadt und des Ausländerbeirates gewürdigt. Damit sollen bereits vorhandene Projekte gefördert und neue Initiativen angestoßen werden, die sich positiv auf das Miteinander der Menschen in unserer Gesellschaft auswirken.

Ein hervorragendes Beispiel für aktive Integrationsarbeit sei das Hapkido-Thaibox-Center in der Max-Planck-Straße, wo Kinder, Jugendliche und Erwachsene fernöstliche Kampfsportarten erlernen können. Ins Leben gerufen wurde das Studio von den Franchino („Franco“) und Natale Zanfino, die selbst schon Erfolge bei Hapkido-Europameisterschaften errungen haben und ihre sportlichen Erfahrungen bereits seit 1993 weitergeben.

 

Fairness und Respekt

 

Zunächst unterrichteten die Brüder die traditionelle koreanische Kampfkunst Hwal Moo Hapkido, bevor sie das Trainingsspektrum – angespornt durch die steigende Nachfrage – immer mehr ausweiteten. Mussten die Zanfinos ihre Kurse anfänglich noch in einer größeren Garage abhalten, stehen in der Max-Planck-Straße inzwischen längst großzügige und gut ausgestattete Räumlichkeiten sowie speziell ausgebildete Trainer zur Verfügung. Auf dem Programm stehen neben Hapkido auch Thai- und Kickboxen sowie die speziellen Übungstechniken Shoot-Fighting und Kettlebelltraining. „Die Mitglieder des Hapkido-Thaibox-Centers gehören vielen unterschiedlichen Nationalitäten und Religionsgemeinschaften an. Doch sie alle fühlen sich bei den Brüdern Zanfino zu Hause“, sagte der Laudator Renzo Sechi und hob vor allem die Trainingsangebote für Kinder und Jugendliche hervor. Den jungen Leuten würden nicht nur Verteidigungstechniken beigebracht, sondern auch selbstbewusstes Auftreten, Hilfsbereitschaft, Fairness und gegenseitiger Respekt. „Den jungen Leuten eröffnen sich durch die Kurse Chancen, sich sportlich zu betätigen, soziales Verhalten einzustudieren und sich dadurch besser zu integrieren“, lobte Sechi. Informationen gibt es im Internet unter www.hapkidocenter.de

Ganz andere Wege geht die Musikschule Friedrichsdorf mit ihrem Projekt „Musikalische Frühförderung“ in der Kita „Weltenkinder“ (im Stettiner Ring) und der „Musical-AG“ in der Seulberger Hardtwaldschule. Während in der Kindertagesstätte mit einem Migrantenanteil von rund 75 Prozent ein musikpädagogisches Tandem aus einer Musikschul-Lehrkraft und einer Dozentin des Familienzentrums „Fambinis“ 40 Kinder aus 20 Nationen unterrichtet und neben der Sprachförderung besonders die Stärkung des Selbstbewusstseins und der sozialen Kompetenz der Kleinen im Blick hat, fördert die Musical-AG in der Hardtwaldschule den Toleranzgedanken und das Miteinander der Grundschulkinder.

Zwei Musikschul-Lehrkräfte und zwei Lehrerinnen der Schule leiten die Musicalchorproben, an denen sich etwa 60 Kinder aus den Klassen 2 bis 4 beteiligen. Im Sommer 2014 steht im Forum die Premiere des Musicals „Die Lichtfalle“ an. Den Preis nahm stellvertretend für die Musikschule die Musiklehrerin Magdalena Kretschmann entgegen.

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