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Im Regen gefeiert

Von Buchstäblich feucht-fröhlich war der Burgfest-Frühschoppen gestern Mittag. Auch wenn am Wochenende nicht alles rund lief, scheint die Zukunft der Traditionsveranstaltung zumindest gesichert.
Bürgermeister Leonhard Helm (l.) beim Fassanstich mit Ihrer Lieblichkeit, Carolin I. Foto: David Schahinian Bürgermeister Leonhard Helm (l.) beim Fassanstich mit Ihrer Lieblichkeit, Carolin I. Foto: David Schahinian
Königstein. 

Das Wochenende überwiegend verregnet, eine Teilnehmerin, die auf dem Weg zum Festumzug am Sonntagnachmittag gestürzt war und sich verletzt hatte, und dazu die Sorge der Besucher des Frühschoppens am gestrigen Mittag, wie sie ihre Getränke vor dem anhaltenden Niederschlag schützen können. Und trotzdem ist die Führungsriege des Königsteiner Burgvereins zu beneiden, und zwar um ihren Langmut und Optimismus. Gut gelaunt saßen die Präsidentin Birgit Becker, Vize Bernhard Frick und Schatzmeister Alexander Freiherr von Bethmann zur Zwischenbilanz am Tisch, während links und rechts Regentropfen auf die Bänke fielen.

Das Wichtigste vorweg: Alle drei erklärten unisono, dass es das Burgfest auch 2014 geben wird. Gefeiert wird am letzten Sommerferien-Wochenende, vom 5. bis zum 8. September: „Die Frage ist nicht ob, sondern wie.“ Dass die finanzielle Lage schwierig ist und sich, auch wenn noch keine detaillierten Zahlen vorliegen, das Wetter vor allem am Samstag negativ auf die Besucherzahlen und damit die Einnahmen ausgewirkt hat, räumt Frick ein. Über Details und Fragen zum Konzept würde von morgen an gesprochen, wenn die Planungen für die 64. Auflage beginnen. „Wir sind entschlossen, das anzugehen“, versichert Birgit Becker. Und ergänzt mit einem Lächeln: „Wild entschlossen.“

Schirme und Regenjacken

An Unterstützung aus der Stadt und der Region mangelt es nicht. Die Verleihung des Saalburgpreises 2013 an den Burgverein (TZ berichtete) sei ein Ansporn. Genauso wie die „beeindruckende Besucherzahl“, so Becker, beim Festumzug. Viele Familien hatten sich am Sonntag mit Schirmen und Regenjacken in die Innenstadt begeben, um den Festumzug zu verfolgen. 700 Jahre Stadtrechte feiert man nun einmal nicht alle Tage.

Eine Sorge hatte Becker rückblickend allerdings schon, verbunden mit einem Dankesgruß an die vereinseigene Nähstube am „Zauberberg“ in Ruppertshain: „Ich hoffe, dass die Gewänder keinen allzu großen Schaden durch das Wasser genommen haben.“

Dem Trio war ebenfalls sehr wichtig, dass das Fest in diesem Jahr besonders friedlich verlaufen sei, auf der Burg habe es keine nennenswerten Vorfälle gegeben. Man sei froh, dass es ein Sicherheitskonzept für die Königsteiner Burg gibt, erklärt Bernhard Frick. Allerdings bedeutet es für die Aktiven gleichermaßen Wohl und Wehe. Nachdem die Vorgaben 2012 für eine Kostenexplosion gesorgt hatten, wurde das Konzept im Frühjahr 2013 auf Einsparpotenziale hin durchleuchtet. „Wir können im Moment noch nicht sagen, wie sehr sich die besprochenen Klar-
stellungen finanziell entlastend auf unsere Kassenlage auswirken“, erklärte von Bethmann.

Genau zu beziffern war dagegen die Anzahl der Schläge, die Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) für den Bierfass-Anstich brauchte: Mit drei Hieben saß der Zapfhahn, und nachdem sowohl er als auch Burgfräulein Carolin I. den Gerstensaft gekostet hatten, waren die rund 70 der Kälte trotzenden Besucher auf der Festwiese an der Reihe. „Wenigstens einmal muss man als Königsteiner am Burgfest-Wochenende herkommen“, erklärten zwei Gäste, die den Besuch ob des Wetters immer wieder um einen Tag verschoben hatten. Am Montag nutzten sie ihre letzte Chance, Regen hin oder her.

Die Keller waren indes am Montag überwiegend gut besucht. Schon mittags standen im kleinen, aber feinen „Museum“ kaum noch freie Plätze zur Verfügung. Und das, obwohl der Paukenschlag für das Betreiberteam um Kurt Nachtsheim vom Männergesangverein 1893 erst noch folgen sollte. Ihre Lieblichkeit Carolin I. kürte das Gewölbe zum „Keller des Jahres“. Eine schöne Anerkennung für die Sänger, setzen sie sich doch nicht nur mit ihrem Konzept besonders dafür ein, dass das Burgfest für jede Generation etwas Besonderes zu bieten hat. Mit dem Tag der Königsteiner ging das 63. Burgfest gestern zu Ende. Eine Entscheidung steht allerdings noch aus: die Prämierung des schönsten Burgfest-Schaufensters. Regentin Carolin I. wird ihre Wahl am Donnerstagnach-
mittag verkünden.

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