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„Kuhbett“ ohne Gemeinde

Von Die Weilroder Parlamentarier befürchten mit dem geplanten Windpark „Kuhbett“ eine Einkesselung Hasselbachs.
Weilrod. 

Die Gemeinde Weilrod schlägt das Angebot des Windparkbetreibers „Windwärts“, sich mit zwei Windmühlen am geplanten Bad Camberger Windpark „Kuhbett“ zu beteiligen, aus, könnte sich aber unter gewissen Voraussetzungen vorstellen, sich im geplanten, direkt an Weilrod angrenzenden Windpark „Laubus-Hartmannsholz“ mit bis zu sechs Rädern zu beteiligen. Ein entsprechender Beschluss der Projektgruppe Erneuerbare Energien lag der Gemeindevertretung am Donnerstag zur Beratung vor und wurde für beide Projekte mit großer Mehrheit bei wenigen Enthaltungen verabschiedet. Die Beteiligung am Windpark Kuhbett wurde generell abgelehnt. Dem in Laubus-Hartmannsholz soll gedanklich und auf der Grundlage eines von FWG-Fraktionschef Bernd Müller eingebrachten Ergänzungsantrag nur dann nähergetreten werden, wenn alle beteiligten Kommunen in die Planung einbezogen werden und das Einvernehmen mit allen hergestellt wird. Weilrod alleine soll das Projekt nicht forcieren. Die generelle Ablehnung des Windparks „Kuhbett“ wurde vor allem mit der außerordentlichen Belastung für die Bürger des Ortsteils Hasselbach, in deren Blickfeld die Anlagen lägen, begründet.

Unzumutbar eingekesselt

Weiter heißt es in dem vom Parlament beschlossenen Papier, die Gemeinde Weilrod müsse darauf hinwirken, dass sich zumindest der Landesbetrieb Hessen Forst, der sich am Windpark beteiligen will, aus dem Projekt zurückzieht. Mit dem geplanten Windpark Kuhbett würde sich zusammen mit den anderen geplanten Windparks entlang des Taunuskamms zwischen Riedelbach und Laubuseschbach eine dem Landschaftsbild abträgliche Kette von 10 Kilometern ergeben. Hasselbach wäre dann in unzumutbarer Weise „eingekesselt“.

Für Bernd Müller ist es „ein starkes Stück“ wie der Nachbar Bad Camberg mit Weilrod umgehe. Das „bisschen Tourismus, das wir haben“ wäre mit dieser Einkesselung nachhaltig zerstört. CDU-Fraktionschef Stefan Mühle („Die Union ist nicht generell gegen Windkraft.“) hat Hoffnung, dass es gelingt, Hessen Forst zum Ausstieg zu bewegen. Der Betreibergesellschaft werde dann wahrscheinlich die Lust vergehen, sagte Mühle. Während Müller „unter Bauchschmerzen“ bereit wäre, sich unter den von der FWG genannten Bedingungen gedanklich mit dem Windpark Laubus-Hartmannsholz zu befassen, geht Mühle bereits davon aus, dass es ohnehin „nix wird“. In der Bevölkerung der Nachbarregion formiere sich bereits massiver Widerstand. Carsten Filges (Grüne) sieht es als die Pflicht der Grünen an, bei aller Affinität zur Windkraft auf Hasselbach zu blicken und darauf hinzuwirken, dass das Projekt Kuhbett abgeblasen wird. Laubus-Hartmannsholz sei dagegen eine andere Baustelle, die aufgrund ihrer Lage keine all zu großen Beeinträchtigungen für Weilrod hätte. Allerdings forderte auch Filges die Einbindung aller betroffenen Kommunen in die Planung. Problematisch sei jedoch, „dass sie im Nachbarregierungsbezirk in den Überlegungen zur Windkraft schon sehr viel weiter sind als wir“. „Sehr kritisch“ wird der Windpark Kuhbett auch von der SPD gesehen. Deren Sprecher Armin Klimmek sagte, es müsse alles versucht werden, das Projekt zu stoppen. Er warnte zudem davor, den Windpark Laubus-Hartmannsholz nördlich von Hasselbach von seiten Weilrods zu forcieren. Anders als Filges, sehe die SPD nämlich sehr wohl gravierende Auswirkungen auf Weilrod, vor allem auf Hasselbach: „Die Anlagen sieht man auch von dort.“

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