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Nächstes Jahr ist alles offen

Je schwieriger die Zeiten, desto größer der Zusammenhalt. Bei der Jahreshauptversammlung des Burgvereins wurden alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Gleichwohl steht der Verein vor ernsthaften Problemen.
Lenken auch weiterhin die Geschicke des Burgvereins (von links): Dagmar Reuter, Alexander von Bethmann. Alexander Hees, Birgit Becker, Ursula Althaus-Byrne und Bernhard Frick.	Foto: juba Lenken auch weiterhin die Geschicke des Burgvereins (von links): Dagmar Reuter, Alexander von Bethmann. Alexander Hees, Birgit Becker, Ursula Althaus-Byrne und Bernhard Frick. Foto: juba
Königstein. 

Stehen dem Burgverein finstere Zeiten bevor oder ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen? Steigende Kosten stehen schrumpfenden Einnahmen gegenüber. Keine leichte Aufgabe für den Vorstand und die Mitglieder des Burgvereins, das älteste Traditions- und Heimatfest und der Königsteiner liebstes Kind - das Burgfest - Jahr für Jahr finanziell als auch organisatorisch zu stemmen. Doch Schwierigkeiten sind dazu da, um angenommen und bearbeitet zu werden, und so schmiss am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung des Burgvereins im Hotel Königshof kein Mitglied des Vorstandes den Bettel hin, sondern man stellte sich geschlossen unter dem Tagesordnungspunkt "Neuwahlen" zur Wiederwahl. Da es wohl niemand mit den altbewährten und streitbaren Kräften aufnehmen wollte, bleibt für die kommenden zwei Jahre alles beim Alten. Präsidentin Birgit Becker, Schatzmeister Alexander Freiherr von Bethmann, Zeugwartin Dagmar Reuter, Vizepräsident Bernhard Frick, Präsidialrätin Ursula Althaus-Byrne, Amtmann Alexander Hees und Hofmarschallin Gabriela Terhorst leiten weiterhin die Geschicke des Burgvereins.

Desaströse Kassenlage

Der wohl schwierigste Part obliegt dem alten und neuen Schatzmeister Alexander Freiherr von Bethmann. Musste er nach eigenen Angaben im letzten Jahr schon Schlechtes berichten, so sehe es in diesem Jahr noch schlechter aus. Die Zahlen aus 2012 seien verfälscht, denn sie valutierten zum 31.12.2012. "Große Rechnungen für das letztjährige Burgfest sind erst Anfang diesen Jahres bei uns eingegangen." In banger Voraussicht über die sich desaströs entwickelnde Kassenlage sehen die Vorstandsmitglieder keine andere Möglichkeit, als die Eintrittspreise für das Burgfest 2013 zu erhöhen. "Wir gehen von 10 Euro pro Erwachsenen und 7 Euro für jüngere Burgfestbesucher aus", teilt Präsidentin Birgit Becker mit. Inwieweit an der Stellschraube der Kellermiete für die teilnehmenden Vereine gedreht werden kann, ist nicht klar. "2012 waren einige Keller nicht vermietet, da die Vereine sich nicht mehr sicher sind, inwieweit sich eine Teilnahme am Burgfest wirtschaftlich für sie rentiert", so von Bethmann. Personeller und organisatorischer Aufwand erscheine im Gegensatz zu dem, was letztlich für die Vereinskasse hängenbleibe, vielen Vereinen zu hoch. 2012 hätten die Organisatoren des Burgvereins viele Kosten nicht in dem Maße auf die Vereine umgelegt, wie sie eben entstanden seien. Vor allem die Umsetzung des vorgegebenen Sicherheitskonzeptes habe die Kosten explodieren lassen.

"Wir sind an einem Punkt angelangt", so Bürgermeister Leonhard Helm, "an dem wir das sicherste Fest Deutschlands sind." Für 2013 ist der Rathauschef für den Burgverein das berühmte "Licht am Ende des Tunnels".

Zuschuss der Stadt

Zwar müsse es noch vom Magistrat beschieden werden, aber mit einem Zuschuss von rund 20000 Euro seitens der Verwaltung könne der Burgverein für das Burgfest 2013 rechnen. Das Jubiläum der vor 700 Jahren verliehenen Stadtrechte in diesem Jahr könne nicht ohne das traditionsreiche Burgfest gefeiert werden, betonte Helm.

Für 2014 müsse man dann abwarten, wie es weitergehe. Für die danach folgenden Jahre könne das Burgfest seitens der Stadt in dieser Form aber nicht getragen werden. Helm: "Wir müssen sehen, wie sich die Kosten und die Einnahmen in diesem Jahr entwickeln." Für dieses Jahr konnte die Präsidentin noch eine weitere positive Einnahme verkünden. Ministerpräsident Volker Bouffier stellt dem Burgverein 2500 Euro zur Verfügung.

Trotz aller Sorgen sollten bei der Versammlung die Freuden des vergangenen Jahres und die Aussichten auf Erfreuliches im laufenden Jahr nicht in den Hintergrund treten. Noch einmal ließen Birgit Becker und Präsidialrätin Ursula Althaus-Byrne 2012 Revue passieren und zogen ein Resümee der Regentschaft des gegenwärtigen Burgfräuleins.

Die amtierende Regentin übergibt Zepter und Krone in diesem Jahr an Carolin Pfaff. Bis dahin hat Lisa I mit ihrem Gefolge noch einige Termine zu erledigen. juba

(Jutta Badina)
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