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Neuer Vorstand bezieht Position

Von Handel und Gewerbe kritisieren die Pläne der Stadt, die Freifläche vor dem Feldberg-Center zu bebauen. Auch in anderen Fragen bezieht der Gewerbeverein deutlich Position.
Dr. Regina Ernst-Messer und Heinz Weidner führen seit einem Jahr die Geschicke des Gewerbevereins. Dr. Regina Ernst-Messer und Heinz Weidner führen seit einem Jahr die Geschicke des Gewerbevereins.
Neu-Anspach. 

Einstimmig sprechen sich Vorstand und Mitglieder des Neu-Anspacher Gewerbevereins gegen die Pläne der Stadt aus, das freie Gelände vor dem Feldberg-Center zu bebauen (TZ berichtete am Samstag).

Das Nein dokumentiert deutlich, dass der Gewerbeverein auch unter dem neuen Vorstand nicht nur durch Aktionen wie den Nikolausmarkt oder die verkaufsoffenen Sonntage das öffentliche Leben der Kleeblattstadt bereichern möchte. Das an die Stadt gerichtete Schreiben zeigt, dass der Gewerbeverein auch kommunalpolitisch künftig klare Positionen beziehen wird.

„Wir sind nicht gegen eine Immobilie für barrierefreies Wohnen. Wir finden aber den Standort vor dem Feldberg-Center grundverkehrt“, sagte Weidner. „Die wegfallenden Parkplätze sind kontraproduktiv für den Handel. Der Parkraum ist schwer zu ersetzen. Die offene Freifläche bedeutet für die Bürger der Hochwiese Wohnqualität, und für unsere Kunden schafft sie Atmosphäre. Die entstehende Häuserschlucht, hinter der das Center verschwindet, schadet allen.“

Viele Aktionen

Die ersten zwölf Monate unter Regie des neuen Vorstandes bewertete Weidner in seinem Jahresbericht als „gut, ereignisreich und vollgepackt mit vielen erfolgreichen Aktionen“. Das Motto „Gewerbeverein aktiv“ solle auch künftig bei Außenauftritten erhalten, jedoch durch eine neue Werbestrategie ergänzt werden. „Neu-Anspach ist die Taunusstadt, die Vielfalt hat!“ lautet der neue Slogan, mit dem der Gewerbeverein künftig für die „Einkaufsstadt der kurzen Wege“ werben möchte. „Sicher haben wir mehrere Zentren. Doch ist der Einkauf in Neu-Anspach immer noch besser, als die weiten Strecken ins Main-Taunus-Zentrum zu fahren“, meinte der Vorsitzende. „Das Sortiment unserer 180 Mitglieder ist gut, wir können mithalten.“

Trotz der verstreuten Lage seien die inhabergeführten Mitgliedsbetriebe gut aufgestellt in Produktauswahl und Service. „Es ist wohl mittlerweile bei der Stadt angekommen, dass die heimische Wirtschaft gestärkt werden muss“, so Weidner. Angesichts der von 2,3 Millionen auf 4,3 Millionen Euro gestiegenen Gewerbesteuereinnahmen müsse die Wirtschaftsförderung jetzt endlich aktiv werden.

Ein Projekt, das auf diesem Wege von der Stadt unterstützt werden müsse, sei der Kauf einer attraktiven Weihnachtsbeleuchtung. Zudem dürfe auf keinen Fall die Gewerbesteuer weiter erhöht werden. Auch bei klammen Kassen müsse die Stadt investieren und den Einzelhandel auch weiterhin finanziell unterstützen. „Sonst verkommt Neu-Anspach zur Schlafstadt“, brachte Weidner die Sorgen seiner Mitstreiter auf den Punkt.

Seine Stellvertreterin Dr. Regina Ernst-Messer berichtete in diesem Zusammenhang von einem Gespräch mit Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU), in dem er zugesichert habe, sich für die weitere finanzielle Unterstützung des Gewerbevereins bei der Ausrichtung des Nikolausmarktes einzusetzen.

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