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Saalburgpreis für Burgverein

Der Burgverein Königstein erhält den Saalburgpreis. Der Kreis würdigt damit die Arbeit des Vereins, der zur kommunalen und regionalen Identitätsbildung beitrage.
Hochtaunus. 

Für die Stadt Königstein, die in diesem Jahr 700 Jahre Stadtrechte feiert, gab es gestern vom Kreis ein weiteres Geburtstagsgeschenk in Form einer Auszeichnung für einen Verein der Kurstadt. Wie Landrat Ulrich Krebs (CDU) gestern bekanntgab, habe der Kreisausschuss beschlossen, dem Königsteiner Burgverein den Saalburgpreis für herausragende Verdienste um die Geschichts- und Heimatpflege zu verleihen. Der Preis wird beim Jahresempfang des Kreises am 25. August auf der Saalburg feierlich übergeben.

Seit 1956 Ausrichter

Birgit Becker, die Vorsitzende des Burgvereins, war „erst mal platt“, als sie die Nachricht von der Auszeichnung erhielt. „Mit so etwas hatten wir niemals gerechnet. Aber umso größer ist nun die Freude über diese Anerkennung.“ Einzig das Datum der Preisverleihung bereitet ihr etwas Kopfzerbrechen: Denn am 25. August wird auch das vom Verein ausgerichtete Burgfest mit Festumzug begangen. „Da müssen wir uns organisatorisch noch etwas einfallen lassen, aber das kriegen wir schon hin“, ist die Vereinsvorsitzende zuversichtlich.

Das Burgfest ist einer der Gründe, warum der Verein nun ausgezeichnet wurde. Seit 1951 gibt es das Fest, seit 1956 wird es vom Burgfestverein ausgerichtet, der sich 1962 in Burgverein umbenannte. In dieser Zeit sei er zu einer tragenden Säule des gesellschaftlichen Lebens in Königstein geworden, sagte der Landrat über den Verein. Und weiter: „Das Burgfest ist somit ein wichtiger Baustein für die kommunale und regionale Identität im Taunus geworden.“

„Für uns ist es wichtig, dass wir ein Fest für alle Generationen machen, mit Programm für Kinder, Jugendliche und auch Ältere, in der Stadt und auf der Burg selbst“, sagt Becker. Bisher habe man dabei den richtigen Ton getroffen. „Es freut mich immer, wenn ich höre, dass ehemalige Königsteiner immer wieder zum Burgfest zurückkehren.“ Doch die Vereinsvorsitzende räumt auch ein, dass die derzeitige Situation „schwierig“ ist. Die Kassen seien leer, das Sicherheitskonzept bereite weitere Probleme in der Umsetzung. So gesehen sei die Auszeichnung für sie eine moralische Unterstützung für die Zukunft.

Zum Burgfest gibt der Verein auch ein Burgfest-Buch heraus, in dem orts- und regionalgeschichtliche Aufsätze zur Geschichte von Stadt und Burg publiziert werden. Mit den Erlösen aus dem Buchverkauf und dem Burgfest unterstützt der Verein Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen an der Burgruine.

Pflege und Erforschung

Dank der Unterstützung des Vereins konnte unter anderem die Sanierung des Turms am Haupttor in Angriff genommen und eine Toilettenanlage eingerichtet werden. „Der Burgverein leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung, Pflege und Vermittlung der Heimatgeschichte sowie zur Pflege von Heimatbewusstsein und Identität“, so Krebs abschließend.

(Alexander Wächtershäuser)
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