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So steht’s im Drehbuch

Von "Tom, Dick und Harry" treffen auf die Oberhöchstädter Theatergruppe "Die Fichtegickel". Wie das ausgeht, kann man in gut zwei Monaten selbst erleben. Eines ist jetzt schon sicher: Es wird ganz schön turbulent.
Souffleuse Barbara Falland (2. v. l.) diskutiert mit den Regisseurinnen Heike Schmidt und Viktoria Fuchs sowie Regieassistentin Karin Krantz (v. l.) über das Drehbuch zum neuen Stück der Fichtegickel.	Fotos: Jochen Reichwein Souffleuse Barbara Falland (2. v. l.) diskutiert mit den Regisseurinnen Heike Schmidt und Viktoria Fuchs sowie Regieassistentin Karin Krantz (v. l.) über das Drehbuch zum neuen Stück der Fichtegickel. Fotos: Jochen Reichwein
Oberhöchstadt. 

Karneval im Oktober? Nicht ganz, aber wenn "Die Fichtegickel" des KV 02 in rund zwei Monaten ihre neue Inszenierung "Tom, Dick und Harry" auf die Bühne des Hauses Altkönig bringen, dürfte die Stimmung ähnlich gut sein wie bei den Sitzungen des Karnevalvereins.

Bereits seit Anfang Juni probt das Team um Norbert Jäger, schließlich hat man einen Ruf zu verlieren. Startete die Gruppe vor 41 Jahren noch mit einer einzigen Vorstellung vor 80 Zuschauern, haben sich ihre Qualitäten mittlerweile weit über die Grenzen von "Fichtegickelshausen" hinaus herumgesprochen. Deshalb sind in diesem Jahr erstmals fünf Vorstellungen, darunter eine am späten Nachmittag, angesetzt.

Worum geht’s bei "Tom, Dick und Harry"? Das frisch vermählte Ehepaar Tom und Linda will ein Kind adoptieren. So weit, so gut, doch die beiden haben die Rechnung ohne Toms Brüder Dick und Harry gemacht. Just in dem Moment, als die Dame von der Adoptionsagentur zum Kontrollbesuch eintrifft, nimmt das Chaos seinen Lauf.

Gut gemeint ist oft etwas ganz anderes als gut gemacht, und so stellen die beiden ungeschickten Brüder das ganze Haus auf den Kopf. Ob der Polizist Franz Kittel helfen kann? Oder vielleicht doch eher Boris, der als "zwielichtiger Osteuropäer" angekündigt wird?

Das Theaterstück der englischen Komödienautoren Ray und Michael Cooney verspricht kurzweilige Unterhaltung mit einer gehörigen Prise schwarzen Humors. Norbert Jäger verlegt die Handlung in seiner Neubearbeitung von London in den Taunus und sorgt dafür, dass es "Tom, Dick und Harry" nicht an lokalen Bezügen und Anspielungen mangelt. Auch die Kulissen, nach Angaben von Jäger "hochwertige Möbel sowie echte Türen und Fenster", werden selbst hergestellt. Für das Bühnenbild und die Regieassistenz zeichnet Karin Krantz verantwortlich.

Fingerspitzengefühl

Eine stellenweise eher undankbare Aufgabe haben Heike Schmidt und Viktoria Fuchs als Regisseurinnen übernommen. "Manchmal macht man sich unbeliebt", erklären sie lachend. Schließlich müssen sie die Gruppe zusammenhalten und auch mal einschreiten, wenn die Proben aus dem Ruder laufen. Da sei Fingerspitzengefühl gefragt. Und das Wissen, ergänzt Norbert Jäger, "was man wann zu wem sagen kann". Schaut man bei den Proben zu, merkt man allerdings schnell, dass die meisten Unterbrechungen nicht etwa von unterschiedlichen Auffassungen herrühren. Es sind kleine Improvisationen und Gags, die ein Weitermachen vor lauter Lachen kurzzeitig verhindern.

In der heißen Phase vor der Premiere wird bis zu viermal in der Woche geprobt. Dann stelle man sich schon einmal die Frage: "Warum tue ich mir das alles an?", erklärt Heike Schmidt. Aber, und da sind sie sich alle einig, spätestens wenn die Zuschauer vor lauter Lachen weinen und Beifall klatschen, sei diese Frage beantwortet.

Es werde allerdings immer schwieriger, passende Stücke zu finden, so Jäger. Diese müssen bei den "Fichtegickel" zum einen Niveau haben, zum anderen sollen sie allen Spielwilligen die Möglichkeit geben, eine Rolle zu übernehmen. Apropos spielen: Sogar für die Musikeinspielung hat die Theatergruppe in diesem Jahr eine hochklassige Besetzung gewinnen können: Die Trompete spielt Jörg Senger, Leiter des Orchesters des Kronberger Musikvereins.

Premiere inklusive einem Sektempfang feiern die "Fichtegickel" am Samstag, 20. Oktober, um 20 Uhr im Haus Altkönig. Weitere Vorstellungen gibt’s am Samstag, 27. Oktober, sowie am Freitag und Samstag, 2. und 3. November, jeweils um 20 Uhr. Am Sonntag, 28. Oktober, findet außerdem eine Nachmittagsvorstellung statt, die um 17 Uhr beginnt. Der Eintritt kostet 12 Euro.

Eine Kartenvorbestellung ist bis einschließlich Sonntag, 7. Oktober, telefonisch bei Norbert Jäger unter der Nummer (0 61 73) 6 42 22, oder bei Renate Nitzpon, Telefon (0 61 73) 6 19 39, möglich. Vom 9. Oktober an sind Karten für "Tom, Dick und Harry" auch im Delikatesslädchen "DeliCasa", Limburger Straße 1, erhältlich.

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