Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Bad Homburg 15°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Souvenir wird Bücherschrank

Von Neues Innenleben für das Gastgeschenk aus der Partnerstadt. Der Verein „Wir Friedrichsdorfer“ hat das rote englische Telefonhäuschen vor dem Rathaus zu einer „Bücherkiste“ umfunktioniert.
Kurt Weigel und Bruno Artigiani von der Senioren-Holzwerkstatt »Die Holzwürmer« haben ein Bücherregal in die Telefonzelle eingebaut.	Foto: ksp Kurt Weigel und Bruno Artigiani von der Senioren-Holzwerkstatt »Die Holzwürmer« haben ein Bücherregal in die Telefonzelle eingebaut. Foto: ksp
Friedrichsdorf. 

Man nehme ein paar Bretter, baue daraus ein Regal mit passendem Korpus - und schon wird aus einer Telefonzelle eine öffentliche Bibliothek im Miniaturformat. Dank des Einsatzes von Kurt Weigel und Bruno Artigiani von der Holzwerkstatt „Die Holzwürmer“ der Seniorenwerkstatt hat der Verein „Wir Friedrichsdorfer“ jetzt innerhalb eines Tages sein Projekt „Friedrichsdorfer Bücherkiste“ realisiert: Aus der nostalgisch wirkenden englischen Telefonzelle, die seit vielen Jahren vor dem Rathaus steht, ist ein öffentliches Bücherregal zum Selbstbedienen geworden.

 

Spenden eingetroffen

 

Viele Jahre ist es auch schon her, dass die englische „Telephone Box“ als öffentliche Telefonzelle genutzt wurde. Jetzt hat der Verein „Wir Friedrichsdorfer“ dem roten Glaskasten neues Leben eingehaucht. „Wir haben der kleinen öffentlichen Bücherei den Namen Friedrichsdorfer Bücherkiste gegeben“, erklärt Rosemarie Hinkel, Vorstandsmitglied des Bürgerselbsthilfevereins „Wir Friedrichsdorfer“. Die Idee zu dieser Verwandlung in eine schmucke, kostenlose Mini-Bücherei kommt von den Mitgliedern des Städtepartnerschaftsvereins. „Wir haben uns um die Realisierung gekümmert und übernehmen gerne auch die Patenschaft für die Bücherkiste“, sagt Hinkel. Von dem dummen Vandalismus-Akt kürzlich an einer ähnlichen Einrichtung in Oberursel (siehe Bericht Seite 15) wollten sie sich nicht von ihrer schönen Idee abbringen lassen.

Die ersten Bücherspenden sind auch schon eingetroffen. „Das Prinzip der Bücherkiste ist einfach“, erklärt Hinkel. „Jeder, der möchte, kann die Schmöker, die er nicht mehr braucht, in die Telefonzellen-Bücherei stellen. Am Lesefutter kann sich jeder jederzeit bedienen.“ Und: „Entweder man behält dann das Buch, oder man bringt es wieder zurück. Schön wäre es, wenn man dafür dann ein anderes Werk aus seinem eigenen Bestand an die Bücherkiste spendet“, so Hinkel. Einmal in der Woche werde ein Mitglied von „Wir Friedrichsdorfer“ in der roten „Buch-Zelle“ nach dem Rechten sehen.

Die klassische englische Telefonzelle war übrigens vor über 20 Jahren ein Gastgeschenk aus der englischen Partnerstadt Chesham. Zunächst stand sie viele Jahre in Köppern auf dem Fritz-Levermann-Platz. Dann wanderte das Souvenir aus der Partnerstadt vor das Friedrichsdorfer Rathaus.

In dem roten Telefonhäuschen wurde wiederum viele Jahre von der Telekom ein öffentlicher Fernsprecher betrieben. Seit einiger Zeit ist die Telefonzelle allerdings still gelegt und war bis zu ihrer Umwandlung in eine Bücherkiste nur noch ein schönes Chesham-Souvenir.

Zur Startseite Mehr aus Hochtaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse