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Altstadtduathlon: Super Werbung für die Sportstadt

Von Oberursel hat gestern wieder einmal bewiesen, dass es eine begeisterte und begeisternde Sportstadt ist. Dafür wird die Altstadtdurchfahrt dann auch gerne in einen Fuß- und Radweg umgestaltet.
Los geht’s: Das Elitefeld beim Altstadt-Duathlon auf den ersten Metern der 10-Kilometer-Strecke. Und dann ging’s aufs Rad.	Fotos: Priedemuth (3) Bilder > Los geht’s: Das Elitefeld beim Altstadt-Duathlon auf den ersten Metern der 10-Kilometer-Strecke. Und dann ging’s aufs Rad. Fotos: Priedemuth (3)
Oberursel. 

Seit 2006 zählt er zum Inventar des Oberurseler Sportka-lenders: Der Duathlon ist auch ges-tern in neunter Auflage, erstmals mit einem Jugendrennen, zum riesigen Sportfest geraten, zumal, quasi als Pausenfüller, auch noch die Profis beim „Rennen um den Finanzplatz Eschborn/Frankfurt“ mit ihrem gigantischen Tross die Brunnenstadt durcheilten. Deutlich mehr bekam man als Zuschauer da schon vom Duathlon mit. Duathlon ist der kleine Bruder vom Triathlon, nur ohne Schwimmen: Laufen, radeln, laufen – fertig. Doch so einfach ist es dann doch nicht. „Unser Duathlon ist der größte in Deutschland“, sagt Peter Haas, Vorstand des SCO, der eine 120-köpfige, in der Spitze erfolgreiche Triathlonabteilung hat und den Duathlon gerne ins Programm nahm. “

Bilderstrecke Altstadtduathlon in Oberursel
Am 1. Mai 2014 fand in Oberursel der Altstadtduathlon statt. Start frei zum Elite-Rennen um die Hessenmeisterschaft. Fotos: PriedemuthAltstadtduathlon in Oberursel, Helm auf für Christoph Heubel (Team TaunaGas SC Oberursel) in der Wechselzone vor dem Radpart

Foto: PriedemuthAltstadtduathlon in Oberursel, "Mann" konnte auch mit modischer Holland-Kopfbedeckung gehen

Foto: Priedemuth

Haas und Organisationsleiter Thorsten Müller sprechen bei aller in den Vorjahren gewonnenen Erfahrung von einer Herkulesaufgabe für den Verein, der 80 Helfer aus den eigenen Reihen verpflichten musste. Die haben in diesem Jahr noch mehr zu tun als bisher: „Die Stadt hat ihre finanzielle und organisatorische Unterstützung stark zurückgefahren“, bedauert Haas. Aber, und darin sind sich die Schwimmer absolut einig: Der Duathlon bleibt im Programm, weil er eine super Werbung für Oberursel als Sportstadt sei, der dem Verein zudem auch noch ein tolles Gemeinschaftserlebnis bringe: „Wir brauchen so viele Helfer, da muss jeder, quer durch alle Abteilungen, anpacken und gemeinsam an einem Strang ziehen“, so Haas.

Natürlich macht es den SCO auch stolz, all die vielen Topathleten zu sehen, umso mehr, als unter ihnen auch SCO-ler sind: Christoph Heubel, Vize-Hessenmeister 2013, Lutz Koller, Martin Dröll und Rainer Hett, aber auch Winfried Schmidt. Der 71-Jährige war gestern nicht nur der Senior im Feld, sondern als mehrfacher Iron Man-Weltmeister einer der erfolgreichsten Starter. Die Schlachtenbummler waren fair und spendeten jedem ausgelaugten Zieleinläufer, egal, wie lange er auch unterwegs gewesen sein mag, Beifall.

Auch der Kommentator gab sein Bestes und spornte die Athleten zur Höchstleistung an. Er ließ das Publikum nicht im Unklaren über die Strapazen, der sich die Duathleten zu unterziehen hatten. Andreas Hett, er war unter anderem für die Siegerehrungen mit den einzigarti-gen Pflastersteinen als Pokale zu-ständig, kamen die Schilderungen bekannt vor: „Ich war da selbst schon dabei und weiß genau, dass der Hollerberg, wenn man ihn mehrmals nehmen muss, absolut brutal ist.“ Mit dieser Meinung steht Hett nicht alleine. Einmal, so erzählt er, sei Timo Bracht, Sieger beim Lanzarote-Iron Man 2011, in Oberursel an den Start gegangen, um einen leichten Trainingslauf zu absolvieren. Er habe sehr bald festgestellt, wie sehr er damit daneben gelegen hat. 10 Kilometer, das sind vier Runden, Laufen, 37,5 Kilometer Radfahren, fünf Runden, und danach noch einmal 5 Kilometer laufen – das sitzen selbst Profis nicht auf einer Pobacke ab.

Wenn das Rennen auch hammer-hart war – in einem waren sie sich alle einig: Tolle Organisation, das war 1. Liga! Damit wäre der SCO dann sogar aufgestiegen ist, denn bisher spielt das 1. Triathlon-Team „nur“ in der 2. Bundesliga.

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