Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Bad Homburg 8°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Viel mehr als Marsch

Sie haben schon hochrangigen Politikern den Marsch geblasen, Nationalmannschaften die passenden Takte gespielt - jetzt kommen sie nach Königstein, um der Kurstadt ein Ständchen zum Geburtstag zu bringen: Die Rede ist vom Heeresmusikkorps 300 aus Koblenz.
Königstein. 

Sich vor der Inthronisation die Krone aufs Haupt setzen - Carolin Pfaff, die kommende Lieblichkeit „Carolin I.“, wäre sicher nie auf die Idee gekommen, ihr Ornat schon einmal anzulegen, wenn es dafür nicht einen wirklich guten Grund und den Auftrag des Burgvereins gegeben hätte.

Als dessen Botschafterin war Carolin nach Koblenz gereist, um dort auf der Festung „Ehrenbreitstein“ das Heeresmusikkorps 300 zu treffen. Hintergrund dieses Treffens auf „höchster“ Ebene waren die laufenden Vorbereitungen auf das große Konzert, das die Musiker der Bundeswehr am Abend des 5. September in der Kurstadt geben werden.

Auf dem Kapuzinerplatz und dann auch ganz offiziell unter der Regentschaft von Carolin wird das Orchester von 19 Uhr an zu hören sein. Die Einladung zur „Jubiläumsserenade - 700 Jahre Stadtrechte Königstein“ - haben Stadt und Burgverein ausgesprochen. Eintritt wird zwar nicht erhoben. Dennoch hoffen die Veranstalter darauf, dass die Königsteiner sich an diesem Abend von ihrer besonders großzügigen Seite zeigen.

Es wird nämlich um Spenden für den Erhalt der Burg gebeten. Eine Bitte ganz im Sinne von Oberstleutnant Robert Kuckertz, dem musikalischen Leiter des Heeresmusikkorps, und seiner Kameraden. Die stellen sich, wenn sie nicht zum „Protokollarischen Ehrendienst“ abkommandiert sind oder bei der Truppe gebraucht werden, gerne in den Dienst der guten Sache.

Auch wenn sie Teil der Bundeswehr und allesamt Soldaten sind, so steht für den Dirigenten des rund 50 Instrumentalisten umfassenden, sinfonischen Blasorchesters doch eines fest: „Gute Musik lässt sich nicht befehlen.“

Bei Bernstein gelernt

Diesem persönlichen Credo folgend, legt Oberstleutnant Kuckertz großen Wert auf die professionelle Ausbildung und Arbeit in seiner Truppe. Dass er selbst Spaß an seiner Arbeit und damit an Musik hat, zeigt seine Karriere. Ende der 1970er Jahre beginnt er als Pianist und Trompeter bei einem Ausbildungsmusikkorps, er studiert Dirigieren und Klavier an der Düsseldorfer Robert-Schumann-Hochschule, geht anschließend in die USA, wo er die Möglichkeit bekommt, vom großen Leonard Bernstein zu lernen. Zurück in Deutschland, übernimmt er 2007 die Leitung des Heeresmusikkorps 300.

Auf dem Königsteiner Kapuzinerplatz wollen die Männer und Frauen des Orchesters unter Beweis stellen, dass zum Leben und Spielen in einem Heeresmusikkorps sehr viel mehr als Marschmusik gehört. Jazz, Pop und Klassik - die Bandbreite wird groß sein.

Froh sind die Organisatoren des Burgvereins über die Unterstützung, die sie für den 5. September auch aus der Stadt bekommen. Einzelhändler und engagierte Händler der Umgebung haben sich laut Burgverein bereit erklärt, die Besucher mit Speisen und Getränken zu versorgen und einen Teil der Einnahmen zu spenden. Die Stadt ihrerseits werde für die Umleitung des Busverkehrs verantwortlich zeichnen und die Vereinsmitglieder bei der Vor- und Nachbereitung unterstützen.

(Stefan Jung)
Zur Startseite Mehr aus Hochtaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse