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Wie bewältigt eigentlich ein Briefträger den Winter?

In einer kleinen Serie beleuchten wir Berufe, die es im Winter besonders schwer haben. Heute geht’s im letzten Teil um die Briefträger, die sich täglich durch Eis und Schnee kämpfen.
Dick eingemummelt bringt Barbara Weller auch bei Schnee und Eis pünktlich die Post in Schmitten in die Briefkästen.	Foto: Wismeg Dick eingemummelt bringt Barbara Weller auch bei Schnee und Eis pünktlich die Post in Schmitten in die Briefkästen. Foto: Wismeg
Schmitten. 

Nicht nur Gärtner, Förster oder Dachdecker sind vom harten Winterfrost betroffen, auch eine Berufsgruppe, die jeder aus dem Alltag kennt, hat mit der Witterung zu kämpfen – die Briefträger und Paketzusteller. Barbara Weller ließ uns stellvertretend für alle Postangestellten im Außendienst in ihren Alltag schnuppern.

Auch bei Eis und Schnee müssen Briefe und Pakete natürlich schnellstmöglich an den Empfänger gebracht werden. Seit einiger Zeit besorgt Barbara Weller die Zustellung mit einem VW-Bus, da sich Verbundpakete kaum zu Fuß zustellen lassen. Zuvor hat sie aber 20 Jahre lang auf Schusters Rappen die Post auf die Briefkästen der Umgebung verteilt.

Ganz gleich, ob zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs: Postangestellte im Zustellservice bekommen die Kälte deutlich zu spüren. Damit die Arbeit trotz allem nicht zu unangenehm wird, werden die Angestellten von der Post mit wettergerechter Kleidung wie dicken Jacken und Handschuhen ausgestattet.

Auch für die Sicherheit der Angestellten wird so gut wie möglich gesorgt, denn es gibt Spikes für die Schuhe sowie Winterreifen und Schneeketten für die Fahrzeuge.

Weller kümmert sich darum, dass die Einwohner Schmittens ihre Sendungen erhalten, also arbeitet sie in einem schneereichen Gebiet, aber ist die Arbeit im Winter dadurch massiv schwerer als im restlichen Jahr?

"Wirklich problematisch ist die Zustellung selten", meint sie schmunzelnd. Sie tritt ihren Dienst schon um 5.30 Uhr an, beginnt mit der Auslieferung in der Regel zwischen 8 und 9.30 Uhr, zu einer Zeit also, zu der die Straßen in aller Regel schon geräumt sind. Hin und wieder gibt es zwar Schwierigkeiten mit rutschigen Straßen, was aber die Ausnahme ist.

Die Straßenverhältnisse haben aber auch Auswirkungen auf die Arbeitszeiten. Denn im Winter fallen durchschnittlich etwa sechs Arbeitsstunden mehr pro Woche an, da die Auslieferung nicht ganz so schnell geht, wie gewöhnlich.

Auch die Zahl der Zustellung steigt im Winter und sorgt so für längere Arbeitstage. Besonders zur Weihnachtszeit sind Weller und ihre Kollegen von der Post gefragte Gehilfen von Christkind und Weihnachtsmann: Sie sorgen dafür, dass auch entfernt wohnende Verwandte ihre Geschenke bekommen. Um die Weihnachtszeit herum werden etwa ein Drittel mehr Pakete ausgeliefert, als im restlichen Jahr, so Weller.

Das Weihnachtshoch liegt inzwischen zwar hinter ihr, aber der Winter ist mit Schnee und Eis noch einmal zurück und erschwert ihr die Arbeit. Dennoch: Unfälle hatte sie zum Glück noch keinen.

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