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Wie gefährlich ist Amalgam?

Amalgam-Füllungen zu verbieten, dafür setzt sich der Bundesverband der Beratungsstellen für Umweltgifte ein. In der Heilig-Geist-Gemeinde informierte der Verein, der seinen Sitz in Oberursel hat, auch über Behandlungsmöglichkeiten.
Oberursel. 

Wie so oft im Leben war es auch bei dem Oberurseler Reinhard Lauer eine einschneidende persönliche Erfahrung, die ihn zu seiner jetzigen Tätigkeit geführt hat: "Ich hatte in den 90er Jahren zunehmend gesundheitliche Probleme und war lange auf der Suche nach einer medizinischen Lösung. Dass die Beeinträchtigungen von einer chronischen Quecksilbervergiftung aufgrund von Amalgam herrührten, wurde erst Jahre später festgestellt." Heute ist er Vorsitzender des Bundesverbandes der Beratungsstellen für Umweltgifte (BBFU).

Eines seiner Anliegen sei es, über Umweltgifte aufzuklären und bei den Behandlungsmöglichkeiten die Spreu vom Weizen zu trennen, sagt Lauer. Sein Eindruck sei, dass für viele Menschen die Sichtweise der Schulmedizin Priorität habe. Manche Anhänger der alternativen Medizin würden es sich mit dem Satz "Wer heilt, hat recht" wiederum zu einfach machen.

"Wer heilt und nicht weiß, warum, der hatte oftmals einfach Glück", so Lauer. Man müsse die Hintergründe überblicken, was bei der großen Bandbreite der therapeutischen Methoden nicht immer einfach sei.

In der Zahnmedizin würden beispielsweise die Werkstoffeigenschaften der verwendeten Materialien im Vordergrund stehen, die toxikologischen Eigenschaften dagegen vernachlässigt. Beispiele aus seiner eigenen Tätigkeit lieferte Dr. Wilhelm Schüler aus Speyer, der vor rund 20 Zuhörern zum Thema "Amalgamentfernung – Störfelder – Zahnherde" sprach.

Er plädierte für ein Verbot der Quecksilberlegierung Amalgam als Zahnfüllung, wie es bereits in Ländern wie Norwegen oder Schweden gelte. Nicht nur die Patienten, sondern auch die Zahnärzte seien durch ihre tägliche Arbeit einer erhöhten Belastung durch das des giftige Schwermetall ausgesetzt.

Die Meinungen zur Gefährlichkeit der Amalgam-Füllungen gehen in der Fachwelt allerdings weit auseinander. Ein Austausch von intakten Füllungen gehört nach wie vor nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Dass diese Leistung darin aufgenommen wird – das fordert der BBFU.

Für Interessierte und Betroffene hat Vorsitzender Reinhard Lauer auf der Internetseite www.amalgam-informationen.de viele Informationen zum Thema zusammengetragen.dsc

(David Schahinian)
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