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Workshops zum „Requiem für eine Hexe“

Mit zwei Einführungsworkshops möchte die Sängerin, Musikpädagogin und Komponistin Laurie Reviol Sängerinnen und Sängern Gelegenheit geben, mehr über das von ihr vertonte „Requiem für eine Hexe“
Friedrichsdorf. 

Mit zwei Einführungsworkshops möchte die Sängerin, Musikpädagogin und Komponistin Laurie Reviol Sängerinnen und Sängern Gelegenheit geben, mehr über das von ihr vertonte „Requiem für eine Hexe“ aus der Feder der Friedrichsdorfer Autorin Dagmar Scherf zu erfahren und zugleich ein Konzert zu erarbeiten. Die Workshops finden am morgigen Freitag und am Freitag, 20. September, jeweils von 19 bis 21 Uhr in der Aula der Musikschule an der Bahnstraße statt. Die Teilnahme ist beitragsfrei, Notenmaterial ist vorhanden. Neben zahlreichen Chören wie La Cappella, der Friedrichsdorfer Kantorei, dem Volkschor Köppern und dem Gaudeamus-Chor der Musikschule Friedrichsdorf kann jeder Friedrichsdorfer mitwirken, der am Gesang allgemein und an dem Projekt im Besonderen interessiert ist.

Zwischen 1603 und 1656 wurden in der Landgrafschaft Hessen-Homburg mindestens 61 Frauen und 14 Männer wegen angeblicher Hexerei öffentlich verbrannt. „Es gab für sie kein Grab, keinen Gedenkstein“, erklärt Dagmar Scherf. „Niemand wäre damals auf die Idee gekommen, sich mit einem Requiem von ihnen zu verabschieden. Sie waren durch die Verurteilung stigmatisiert, verfemt, aus der sozialen und religiösen Gemeinschaft ausgestoßen.“ Mit dem „Requiem für eine Hexe“ wollen die Veranstalter jetzt dazu beitragen, so Dagmar Scherf, den Hingerichteten ihre Menschenwürde zurückzugeben.

Stellvertretend für die mindestens 60 000 Opfer der europaweiten Hexenverfolgungen ist diese Produktion der Becker-Anna aus Seulberg gewidmet, die am 4. November 1663 zusammen mit fünf anderen Frauen auf der Hinrichtungsstätte am Platzenberg zu Homburg verbrannt wurde.

Die Uraufführung des Requiems beginnt am Freitag, 1. November, um 20 Uhr in der Englischen Kirche in Bad Homburg am Ferdinandsplatz. Sie steht in Zusammenhang mit dem einstimmigen Beschluss der Bad Homburger Stadtverordnetenversammlung, die Opfer der Hexenverfolgung im Amt Homburg zu rehabilitieren und eine Gedenktafel mit den Namen der Hingerichteten zu erstellen. Eine weitere Aufführung des Requiems folgt am Sonntag, 3. November, in der evangelischen Kirche Seulberg. Beginn um 17 Uhr.

(tz)
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