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Breidbandausbau: 96 Häuser in Weilrod sind nicht mit schnellem Internet versorgt

Von Bei der Versorgung Weilrods mit „schnellem Internet“ könnte der Durchbruch geschafft sein. Ein Firmenkonsortium ist, wie die Gemeinde im Zukunftsausschuss informierte, sehr daran interessiert, Breitband auch in den letzten Weilroder Keller zu bringen.
Ohne schnelles Internet geht es heutzutage nicht mehr. Weilrod könnte demnächst als „weißer Fleck“ in Sachen Breitbandversorgung von der Landkarte verschwinden. Im Zukunftsausschuss informierte die Gemeinde darüber, wie der aktuelle Entwicklungsstand ist. Foto: (26901144) Ohne schnelles Internet geht es heutzutage nicht mehr. Weilrod könnte demnächst als „weißer Fleck“ in Sachen Breitbandversorgung von der Landkarte verschwinden. Im Zukunftsausschuss informierte die Gemeinde darüber, wie der aktuelle Entwicklungsstand ist.
Weilrod. 

„Viele Menschen, die nach Weilrod ziehen wollen, fragen erst nach der Versorgung mit schnellem Internet, bevor sie sich nach Kindergartenplätzen erkundigen“, sagte Bauamtsleiter Carsten Filges am Mittwoch im Zukunftsausschuss und unterstrich damit das dringende Bedürfnis der Bürger, an die Datenautobahn angeschlossen zu werden. Auch dass der Hochtaunuskreis landesweit zu den am besten versorgten Kreisen gehört, sei subjektiv, da es immer noch viele Adressen gebe, die schlecht versorgt seien. Mit Übertragungsraten von unter 30 Mbit pro Sekunde unterversorgt sind 1320 Häuser im Landkreis, 96 davon in Weilrod. Besonders schlecht sei die Situation in Gemünden und Emmershausen, wo 26, beziehungsweise 20 Häuser als unterversorgt gelten, während es in Neuweilnau nur eins sei – das Schloss.

12-Millionen-Euro-Projekt

Filges berichtete im Ausschuss über den Sachstand der Planungen, den Hochtaunuskreis flächendeckend mit Breitbandkabel zu versorgen. Er sah dabei Licht am Ende des Datentunnels. Das auf eine flächendeckende Breitbandversorgung ausgerichtete, vom Hochtaunuskreis durchgeführte Interessensbekundungsverfahren sei bereits weit fortgeschritten. Zur Hälfte sei das 12-Millionen-Euro-Projekt bereits durch einen fest zugesagten Zuschuss des Bundes über sechs Millionen Euro finanziert. Weitere fünf Millionen würden vom Land Hessen erwartet, wobei der Bescheid noch ausstehe.

Den Rest, auch wenn das Land weniger als 40 Prozent tragen sollte, übernehme der Kreis. Die Auftragsvergabe soll bereits Mitte des Jahres erfolgen. Die Umsetzung könne dann bis 2019 erfolgen, was Filges für „sehr sportlich“ hält. Ziel seien mindestens 50 Mbit pro Sekunde. Weilrod habe gute Chancen, bald als „weißer Fleck“ von der „Breitbandversorgungslandkarte“ zu verschwinden.

Zahl der Rohre und Gräben

Bürgermeister Götz Esser (FWG) sieht die Sache ebenfalls optimistisch. Nachdem sich der Anbieter unitymedia, der letztes Jahr noch großes Interesse hatte, Breitband nach Weilrod zu bringen, seine Ausbaupläne zunächst auf Eis gelegt habe, stehe die Gemeinde jetzt mit einem Firmenkonsortium in engem Kontakt, das in die Bresche springen will. Drei Konferenzen habe es bereits gegeben. Er gehe davon aus, dass die Dinge zügig ans Laufen kommen. „FTTH“ nenne sich abgekürzt das „Fibre-to-the-Home“-Verfahren, mit dem schon bald Breitband bis in jeden Weilroder Keller gelegt werden könne.

Soweit die der Wettbewerbsneutralität verpflichtete Verwaltung das Projekt juristisch zulässig unterstützen könne, werde sie das tun. Der Aufwand hängt unter anderem auch davon ob, wie viele Leerrohre bereits im Weilroder Boden liegen und wie viele Gräben noch gezogen werden müssen. Bauamtsleiter Carsten Filges sagte in diesem Zusammenhang, man habe beschlossen, wo immer Straßenbaumaßnahmen durch wen auch immer stattfinden, Kabelkanäle zu verlegen. „So kostet uns der Meter Leerrohr vielleicht einen Euro, mit Graben wären es 30 Euro“, sagte Filges. Darüber hinaus würden mit Energieversorgern in der Region Gespräche über die Mitbenutzung von Datensträngen geführt. Da auch das Konsortium, dessen Zusammensetzung Esser mit Rücksicht auf die laufenden Gespräche nicht erläuterte, wirtschaftlich arbeiten müsse, komme es darauf an, dass möglichst viele Weilroder Anschlüsse buchen, auch die, die bereits über mehr als die förderrelevanten 30 Mbit pro Sekunde verfügen. Vielleicht könnten hier jedoch die Ortsbeiräte oder die Feuerwehr in ihren Ortsteilen „Klinken putzen gehen“, sagte Esser. Das Firmenkonsortium sei jedenfalls sehr interessiert. Derzeit werde „gerechnet“. Im März, so hofft Esser, könnten belastbare Ergebnisse vorliegen. Das Wohngebiet „Hölle“ in Rod an der Weil will die Telekom komplett mit Breitbandkabel versorgen, „schon mal ein Anfang“, so Filges.

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