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Laubacher Figurentheater: Abtauchen in die Kindheit

Von Seit ewigen Zeiten sind Kinder fasziniert vom Puppenspiel. Besonders das Kasperle hat die Jahrhunderte überlebt und ist beliebt wie eh und je. Diese Tradition hat Klaus Dreier aufgegriffen und das Laubacher Figurentheater gegründet. Es begeistern jeden, vom Junior bis zum Greis.
Wenn die „Grünen“ das Lied vom kleinen grünen Kaktus singen, dann bleibt kein Auge trocken. Wenn die „Grünen“ das Lied vom kleinen grünen Kaktus singen, dann bleibt kein Auge trocken.
Grävenwiesbach. 

Klaus Dreier ist eigentlich Musiklehrer. Er hat an den Musikhochschulen Frankfurt und Bad Vilbel sowie am Dr. Koch’s Konservatorium unterrichtet. Doch seit einiger Zeit lässt Dreier „die Puppen tanzen“, allerdings nicht so, wie es diese Redensart meint, sondern tatsächlich. Dreier ist Gründer des Laubacher Figurentheaters.

Dass ist aber kein gewöhnliches Puppentheater, wo täglich Kasperle den Kindern zuwinkt, sondern eine musikalische Puppenspielmanufaktur. Denn wenn Klaus Dreier einer Puppe die Geige in die Hand drückt, dann stimmt da auch der Geigenstrich. Auch das Tasteninstrument kleines Harmonium spielt er, Pardon, spielen seine Marionetten perfekt. „Das kann nur ein Puppenspieler, der auch Musiker ist“, sagt er.

 

Geschichte des Puppentheaters

Puppentheater beziehungsweise das „Spiel“ mit bewegten Figuren ist schon sehr alt, wie in der Online-Enzyklopädie Wikipedia nachzulesen ist.

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Marylin-Monroe-Puppe

In die Stücke integriert er die Musik von Komponisten wie Mozart, Strawinsky oder Tschaikowski. Sein Theater ist also kein reines Kindertheater, aber natürlich gehört auch Kasper noch dazu, aber eben auch Rumpelstilzchen, das tapfere Schneiderlein, Pechvogel und Glückskind, der Lindwurm und der Schmetterling und Tranquilla Trampeltreu. Am vergangenen Sonntag war er mit seinem Puppen-Varieté im Pianohaus Wedell in Usingen zu sehen. Und zwar mit einer Marylin-Monroe-Puppe, die mit „I wann be loved by you“ gesungen hat. Sie wurde genauso bejubelt wie der Hüftschwung der Puppenbauchtänzerin und der Gesang der „Grünen“, einem Kakteenchor–Puppen für Erwachsene. Das den Kinderschuhen längst entwachsende Publikum ruft beim Aufziehen des kleinen Vorhangs laut „Hauruck“ im Laubacher Figurentheater – gemeinsames Abtauchen in die Kindheit.

Seit zwölf Jahren besteht das Laubacher Figurentheater inzwischen. Klaus Dreier ist nicht nur derjenige, der seinen Puppen Leben einhaucht, er ist auch ihr Schöpfer. Seine Puppen sind alle selbstgemacht, eine ganz bunt gemischte Truppe.

Klaus Dreier ist in Laubach und an den anderen Ortschaften des Usinger Landes, aber auch in Frankfurt, Neustadt und Bad Kreuznach als Alleinunterhalter auf den Bühnen zu sehen. Was für ihn die Faszination daran ausmacht: „Wenn ich für die Puppe spreche, dann sage ich oftmals Dinge, die ich so nicht sagen würde“, gesteht er ein. Und genau das macht sein Puppenspiel so authentisch. Und genau das fasziniert ihn so sehr an diesem Hobby, das er schon seit seinem zweiten Lebensjahr hat.

Anfänge in der Garage

Von seinem ersten Spielen gibt es noch ein Tondokument, erzählt er. Mit zehn Jahren machte er aus der elterlichen Garage ein Marionettentheater und spielte den Nachbarkindern etwas vor. Während seines Musikstudiums in Frankfurt und in Zürich blieb keine Zeit mehr für sein Hobby. „Puppenspieler ist ja auch irgendwie kein Beruf“, überlegte er damals. Doch wenn er schon nicht selbst spielen konnte, so informierte er sich aber doch, wie andere Puppenspieler es machten. Als dann sein Sohn Maximilian 1995 geboren wurde, da lebte in ihm der Wunsch wieder auf, für ihn die Puppen „tanzen“ zu lassen. Er baute eine Bühne und gründete 2005 mit seinem Sohn das Laubacher Puppentheater. Inzwischen studiert sein Sohn und hat ebenfalls keine Zeit mehr für das Puppenspiel.

Dreier baut nicht nur die Puppen, auch die Stücke schreibt er größtenteils selbst oder verpasst ihnen eine eigene Note. Im Repertoire sind inzwischen mehr als fünf Märchen, zwölf Kasperstücke, mehrere Weihnachtsmärchen und das Musiktheater mit mindestens fünf Stücken. „Da ist für Menschen von drei bis 99 Jahren etwas dabei“, erzählt er lachend. Sein Figurentheater versteht Dreier als eine Sinfonie aus Musik, Figuren und Geschichten.

Am Dienstag, 5. Dezember, gastiert das Laubacher Figurentheater mit dem Froschkönig in Schifferstadt. Zudem kann man Auftritte in Dreiers Theater, Stockheimer Seite 22a, buchen. Drei Bühnen stehen zu Verfügung. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.laubacher-figurentheater.de.

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