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Wegenetz: Agenda-Forderungen für die Radwege in Usingen bleiben unerfüllt

Zwischen Planungen und Realität liegen oft Welten. Im Rahmen unserer Serie über die Ergebnisse der Bürgerinitiative „Lokale Agenda 21“ und die Vorstellungen zur Zukunft der Stadt, schauen wir heute auf die Ergebnisse bei den Radwegen. Was wurde aus der jahrelangen Arbeit der Agenda-Gruppen wirklich realisiert, die um die Jahrhundertwende so aktiv betrieben wurde?
Während Bauarbeiten war der Radweg am Ortsausgang von Usingen in Richtung Wehrheim komplett gesperrt. Er ist eine der intakteren Verbindungen für Radfahrer in Usingen und Umgebung. Während Bauarbeiten war der Radweg am Ortsausgang von Usingen in Richtung Wehrheim komplett gesperrt. Er ist eine der intakteren Verbindungen für Radfahrer in Usingen und Umgebung.
Usingen. 

Der Forderungskatalog der „Lokalen Agenda“, die ab 1999 für sechs Jahre die Bürger in der Stadt in die Zukunftsplanung eingebunden hatte, zeigt sich umfangreich in der Dokumentation. Schaut man sich aber die realen Ergebnisse dieser Arbeit an, schrumpft die Dokumentation. Beim Stichwort Radwege etwa.

„Die Innenstadt soll durch die Auslagerung des Durchgangsverkehrs entlastet und das Zentrum verkehrsberuhigt werden. Die Innenstadt soll in gleichem Maße fußgänger- und radfahrerfreundlich konzipiert werden, das Fuß- und Radwegenetz ist entsprechend zu verbessern“, lautete eine Forderung. Ein klares: nicht umgesetzt. Der Schwerverkehr ist zwar raus aus der Innenstadt, Radwege aber bleiben Mangelware in der Buchfinkenstadt. Das Radwegenetz sollte auch mit einem Weg zwischen Blücherstraße und Brauhof erweitert werden. Auch hier ist nichts passiert. Ein Weg vom Pfädchen am Kindergarten Riedborn zum Stockheimer Weg? Nicht vorhanden.

Ausgebaut wurde der Radweg von Usingen in Richtung Wernborn/Kransberg, der gut befahrbar ist. In Zusammenarbeit mit der ADFC entstand ein Rundweg um Usingen mit 37 Kilometern.

Zudem bietet sich der Usatalradweg an als Ost-West-Verbindung zwischen Wetterau und Taunus. Vom Weiltalweg bei Schmitten-Brombach bis zur Nidda bei Niddatal-Assenheim führt der Usatalradweg. Auf rund 45 Kilometern begleitet der Weg das Flüsschen Usa von der Quelle zwischen Neu-Anspach und dem Weiltal bis an seine Mündung in die Wetter und weiter zum Anschluss an die Nidda. Der streift allerdings Usingen nur.

Der oft geforderte und auch von der Agenda befürwortete Radweg nach Merzhausen ist offiziell nicht vorhanden – allerdings können Ortskundige natürlich über Waldwege radeln. Wenn das Wetter nicht alles in Morast verwandelt. Dass Radeln in der alten Residenzstadt eher stiefmütterlich behandelt wird, zeigt sich auch an fehlendem Kartenmaterial. Zwar finden sich auf der Usinger Homepage manche Links, von denen aber einige nicht funktionieren, andere auf Seiten weiterleiten, die mit Usingen nichts zu tun haben. Auch der einstige Radwandertag, groß von der Kommune gelobt, ist seit Jahren eingeschlafen. In diesem Jahr hatte der ADFC eine Alternative geboten. Wer Radständer sucht, wird in der Innenstadt nur am Rathaus und an den Einkaufszentren fündig. bur

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