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An den Feldrand sollen nur Einzelhäuser

Von Die Planung für den dritten Bauabschnitt von Westerfeld West steht. In dem Baugebiet werden allerdings nicht so viele Doppelhäuser entstehen wie eigentlich Platz dafür wäre.
Im dritten Bauabschnitt von Westerfeld West werden mehr Menschen mit einem geringeren Einkommen die Möglichkeit bekommen zu bauen. Foto: Frank Saltenberger Im dritten Bauabschnitt von Westerfeld West werden mehr Menschen mit einem geringeren Einkommen die Möglichkeit bekommen zu bauen.
Neu-Anspach. 

Es gab am Dienstagabend in der Stadtverordnetenversammlung im Bürgerhaus zwar noch einmal eine längere Diskussion über den dritten Bauabschnitt von Westerfeld West, am Ende haben sich die Kommunalpolitiker aber auf den bereits im Bauausschuss erarbeiteten Kompromiss geeinigt: Danach werden in der unteren, dem Feld zugewandten Baureihe nur Grundstücke für Einzelhäuser entstehen, und das sind neun. In der oberen Reihe ist dann lediglich Platz für drei frei stehende Gebäude. Der Rest – insgesamt zwölf Bauplätze – wird von Doppelhäusern und Hausgruppen mit drei Einheiten belegt. Im Prinzip handelt es sich hierbei um eine Mischung von zwei Varianten, die von der Verwaltung vorgelegt worden waren.

Allerdings machte sich die FWG-UBN erst noch einmal für die Variante 1 stark, die auch in der unteren Reihe zwei Doppelhäuser berücksichtigt hatte. Hans-Peter Fleischer bezeichnete die Befragung der Verwaltung, auf die 77 von 115 vorgemerkten Bauwilligen reagiert und mehrheitlich Interesse an frei stehenden Einzelhäusern gezeigt hatten, als nicht relevant. Es hätten nur zwei Drittel geantwortet und die Fragestellung sei unglücklich gewesen. Fleischer appellierte an die Linke und an die SPD, die Variante 1 ebenfalls zu unterstützen. „Kevin Kulp blockiert preiswerten Wohnraum“, meinte er in Richtung des SPD-Parteichefs.

Höchst seltsam

Kein Wunder: Waren es doch die Sozialdemokraten im Frühjahr gewesen, die sich für eine Verkleinerung der Grundstücke in dem Baugebiet ausgesprochen hatten, um auch Familien mit einem geringeren Einkommen die Möglichkeit zu geben, ein Grundstück zu kaufen. Und auch in der Parlamentssitzung sprach Kulp erneut von der „dramatischen Wohnsituation“ in der Stadt. Viele junge Leute könnten es sich nicht mehr leisten, in Neu-Anspach zu wohnen, meinte der SPD-Politiker. Trotzdem wollte er sich für die Variante 1 nicht erwärmen. Es würde „bautechnisch höchst seltsam“ aussehen, wenn in der Reihe, in der sich sonst Einzelhäuser befänden, mittendrin zwei Doppelhäuser gebaut würden.

Unterstützung bekam die FWG von den Grünen (Petra Gerstenberg: „Der Kompromiss-Vorschlag geht nicht weit genug“) und von den Linken. Hermann Schaus konnte die Gefahr einer Verdichtung in der ersten Reihe nicht erkennen, da die Grundstücke immerhin noch 380 Quadratmeter groß seien. Auch sah er einen Vorteil darin, wenn mehr Häuser gebaut würden.

Aber weder NBF (Andreas Moses: „Das würde unmöglich aussehen“) noch CDU konnten sich für Variante 1 erwärmen. Die Christdemokraten argumentierten zwar nicht mit der Optik, glaubten dafür aber nicht an eine große Nachfrage nach Doppelhäusern.

Bieterverfahren

Es blieb also beim Kompromiss. Auf Initiative der b-now wird die Verwaltung zudem prüfen, ob die Grundstücke, die größer als 400 Quadratmeter sind, nicht im Rahmen eines Bieterverfahrens vermarktet werden könnten, um zusätzliche Einnahmen für die Stadtkasse zu generieren. Die SPD könnte sich bei diesem Thema dafür erwärmen, wenn mit dem zusätzlich eingenommenen Geld Belegungsrechte für sozialen Wohnungsbau gekauft würden.

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