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Stellenausschreibung: Christian-Wirth-Schule braucht neuen Chef

Von Vor vier Jahren erst hat Dr. Lorenz Metzger die Schulleitung an der Christian-Wirth-Schule übernommen. Nun räumt er bereits wieder seinen Schreibtisch und strebt zu neuen Ufern – diese liegen am anderen Ende der Welt.
Nach nur vier Jahren ist für Dr. Lorenz Metzger Schluss an der Christian-Wirth-Schule. Er wird künftig in Sydney unterrichten. Archivfoto: Matthias Pieren Foto: Pieren Nach nur vier Jahren ist für Dr. Lorenz Metzger Schluss an der Christian-Wirth-Schule. Er wird künftig in Sydney unterrichten. Archivfoto: Matthias Pieren
Usingen. 

Nun also Sydney… Die im Herbst ausgeschriebene Stelle als Schulleiter an der Deutschen Internationalen Schule ,Down Under‘ war für Dr. Lorenz Metzger einfach zu attraktiv. Den Schulleiter der Christian-Wirth-Schule (CWS) zieht es in die Ferne. Der 56-Jährige hat in dem Gymnasium seinen Abschied zum Schuljahresende bekannt gegeben. „Ich habe das Kollegium kürzlich am Ende eines Pädagogischen Tages über meinen Fortgang informiert, nachdem ich die Zusage der Schule in Sydney erhalten habe“, bestätigt der promovierte Physiker eine entsprechende Anfrage dieser Zeitung.

Was Lehrer, wie Schüler und Eltern gleichermaßen überrascht haben dürfte: bereits nach vier Jahren verlässt Metzger die CWS schon wieder. „Der Zeitpunkt ist gut gewählt“, begründet der Schulleiter seinen Schritt. „Sowohl familiär ist das Zeitfenster für unsere Familie passend, als auch für die Schule. Die Schulleitung der CWS ist ebenso gut aufgestellt, wie die gesamte Schule inhaltlich-konzeptionell.“

Von seinen fünf Kindern sind die drei ältesten bereits weit über 20 Jahre alt und aus dem Haus. Eine Tochter macht nun im Sommer das Abitur. Sie wird in Deutschland bleiben. „Wir ziehen nur noch zu dritt mit unserer zehnjährigen Tochter nach Sydney.“ Ein Blick auf den Lebenslauf zeigt eine gewisse Internationalität und Weltläufigkeit von Dr. Lorenz Metzger.

Zwei Jahre lang hatte er in den USA studiert und dann in einer Universität in Philadelphia im Bereich der Strahlenbiophysik promoviert. Nach seiner Zeit als Lehrer an der Internationalen Deutsch-Schweizerischen Schule in Hongkong, kehrte er nach Deutschland in seinen Geburtsort Frankfurt an die Musterschule zurück.

Nun also folgt er dem Lockruf Australiens. Für die Dauer seiner Tätigkeit als Schulleiter in Sydney bleibe er hessischer Landesbeamter, sei aber für die Zeit freigestellt, so Metzger. Der stellvertretende Schulleiter Hans-Konrad Sohn wird während der Vakanz Leitungsaufgaben übernehmen, bis die Stelle neu besetzt ist.

Spätestens zum 1. Februar

Nach Angaben des Staatlichen Schulamtes in Friedberg ist die Stelle bereits ausgeschrieben. „Je nach Bewerbungseingang und Verlauf des Verfahrens gehe ich vom frühesten Termin für eine Neubesetzung nach den Herbstferien aus“, teilt dazu Schulamtsleiterin Rosemarie zur Heiden auf Anfrage mit. Spätestens aber zum neuen Winterhalbjahr am 1. Februar kommenden Jahres sei die Schulleitungsstelle wieder besetzt, heißt es aus Friedberg.

Sind aber vier Jahre nicht eine zu kurze Zeit für einen Schulleiter an einer Schule? „Das ist gewiss eine kurze Zeit“, räumt Metzger ein. „Doch ich fliehe vor nichts. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass die Christian-Wirth-Schule auf einem guten Weg ist.“ Trotz allgemein rückläufigen Schülerzahlen im Usinger Land verzeichne die CWS dagegen in den vergangenen Jahren eine erhöhte Nachfrage.

Steigende Schülerzahl

„Unser Anteil an den Gesamtzahlen der Fünftklässler aller Schulen im Usinger Land hat sich erhöht“, hat der scheidende Schulleiter beobachtet. „Auch im kommenden neuen Schuljahr werden es wieder mehr sein, als im Vorjahr. Und das, obwohl die neue Helmut-Schmidt-Gesamtschule an ihrem Gymnasialzweig erstmals sogar zwei fünfte Klassen stellen kann.“

Der Modellversuch „Parallelbetrieb von G8 und G9“ laufe noch zwei Jahre, danach müsse neu über das Schulkonzept entschieden werden. Doch verstärke sich der Trend bei der Wahl hin zu G9. Bereits in den vergangenen Jahren habe man nur noch eine G8-Klasse anbieten können. Die Nachfrage nach dem einst hoch gelobten „Turbo-Abi“ wird demnach an der CWS von Jahr zu Jahr geringer. „Die große Herausforderung aller Gymnasien wird eine differenzierte Förderung der Schüler – sowohl der begabten, wie der schwächeren Schüler“, sagt Metzger mit Blick auf die Zukunft. Als traditionsreiche Schule öffne sich die CWS auch Zukunftsthemen: zum neuen Schuljahre werde eine 9. Klasse als Tablet-Klasse Pilotprojekt im Hochtaunuskreis.

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