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DorfgemeinsSchmittenchaft will für Erhalt kämpfen: Das Bürgerhaus muss bleiben

Von Sollte das Bürgerhaus in Brombach für die Kleinkinderbetreuung umgebaut werden, sind private Feiern und öffentliche Veranstaltungen hier nicht mehr möglich. Die Dorfgemeinschaft wehrt sich, bevor es zu spät ist. Die Mehrheit der Gemeindevertreter dürfte hinter ihnen stehen.
Frank Hilmar Haller (Sprecher vorne links), Politiker und Bürger versammeln sich vor dem Bürgerhaus, das sie erhalten wollen. Foto: Evelyn Kreutz Frank Hilmar Haller (Sprecher vorne links), Politiker und Bürger versammeln sich vor dem Bürgerhaus, das sie erhalten wollen.
Schmitten. 

„Es geht um die Entscheidung: Bleibt unser Bürgerhaus oder bleibt es nicht“, sagte Frank Hilmar Haller im Namen der Dorfgemeinschaft Brombach. Die Bewohner des Schmittener Ortsteils hatten mobil gemacht, trafen sich mit Kommunalpolitikern der Gemeinde aus den Reihen der FWG, der CDU und der FDP und machten „am Tatort“ ihre Interessen deutlich.

Auslöser war die Vorlage über die am Mittwoch die Gemeindevertreter abzustimmen haben. Die überfraktionelle KIGA-Gruppe hat Empfehlungen erarbeitet, wie man die Kinderbetreuung in Schmitten optimieren kann. Unter anderem sollen 24 neue Betreuungsplätze für unter Dreijährige entstehen. Wo das am besten möglich ist und was es kostet, soll die Verwaltung prüfen.

Wie bereits berichtet, gibt es fünf Vorschläge. Das Brombacher Bürgerhaus umzuwandeln, kommt für die FWG nicht in Frage. Sie will diese Variante gar nicht erst prüfen lassen.

Parallelnutzung unmöglich

Haller erläuterte warum: „Eine Parallelnutzung ist nicht möglich, das würde das Aus für unser Bürgerhaus bedeuten.“ Anders als die anderen Dorfgemeinschaftshäuser, die über das Programm von Ministerpräsident Georg August Zinn erbaut worden seien, steckten in dem Haus in Brombach eine ganze Menge Eigenleistung und Schaffenskraft der Bürger. Über 2000 Stunden haben die Brombacher damals für ihr Bürgerhaus geschuftet.

Für Haller würde mit einer Umnutzung das Engagement der Bürger mit Füßen getreten. Keiner sei gegen Kinder, aber es gebe noch andere Möglichkeiten und die Gemeinde müsse sowieso Geld in die Hand nehmen.

Leerstand befürchtet

Weil Brombach nicht im Mittelpunkt von Schmitten liege, befürchtete der Bürger Roland Krebs, dass die Einrichtung später leer stehen könnte. Fraglich sei auch, ob in einem für Kleinkinder umgerüsteten Gebäude im Notfall ausreichend Bürger untergebracht werden können, wenn die Feuerwehr, wie vorgesehen, hier die Notstromversorgung einrichte.

„Als Neubürger habe ich im Bürgerhaus viele schöne Feiern erlebt und Gemeinschaft genossen, eine Umwidmung wäre für mich schlicht undenkbar“, sagte Karsten Trebst. Hannelore Katz erinnerte an die schriftliche Vereinbarung, dass nach dem Verkauf des Brombacher Turnplatzes das Bürgerhaus entstehen soll. „Jetzt soll es heißen, ihr braucht das nicht mehr“, empörte sie sich. Andreas Müller hat als junger Mann 1989 bis 1991 den Bau und die Integration des benachbarten Kindergartens mitverfolgt, kann aber nicht verstehen, dass man jetzt an das Bürgerhaus „an die Kronjuwelen“, gehen will. „Das ist ein Stich ins Herz.“

„Bis hierher und keinen Schritt weiter, wir haben andere Häuser“, sagte FWG-Fraktionsvorsitzender Rainer Löw. Die Idee der Grünen, in die Gemeinderäume der methodistischen Kirche auszuweichen bezeichnete er als Humbug. Die etablierten Parteien ziehen aus Sicht von Oswin Herr (FWG) an einem Strang. Etwas zu prüfen, was nicht mehrheitspflichtig ist, „weil es moralisch der Gemeinde nicht zur Verfügung steht“, dem werde die FDP nicht zustimmen, kündigte Dr. Uwe Ewerdwalbesloh an.

Seitens der CDU standen Erster Beigeordneter Hartmut Müller (CDU) und Gemeindevertreter Udo Wagner hinter den Brombachern.

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