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Deininger geht, Jaberg rückt nach

Das Parlament hat sich gerade erst konstituiert, da gibt es schon einen Wechsel. Bei der b-now.
Peter Jaberg Bilder > Peter Jaberg
Neu-Anspach. 

Er war gerade erst in die Kommunalpolitik zurückgekehrt, jetzt hat Wilhelm Deininger (b-now) sein Mandat schon wieder niedergelegt. Der 81-Jährige wird die Stadt zum Jahresende verlassen und nach Jülich (Nordrhein-Westfalen) ziehen, wo seine Tochter lebt.

Das Haus und der Garten machten ihm und seiner Frau Doris sehr viel Arbeit, berichtet Deininger. „Und das fällt uns jedes Jahr schwerer.“

Dies sei ihnen bereits Mitte vergangenen Jahres klar geworden. Trotzdem habe er es als seine Pflicht angesehen, der Bürgerliste zur Verfügung zu stehen. „Und das habe ich hinreichend getan“, findet Deininger, der seine letzte Stadtverordnetenversammlung bereits hinter sich gebracht hat, weil er im September, wenn wieder Sitzungen sind, damit beschäftigt sein wird, den Baufortschritt der im Entstehen befindlichen Wohnanlage, in der er sich gemeinsam mit seiner Frau eine Wohnung gekauft hat, zu überwachen. „Bei mir geht entweder voller Einsatz oder gar keiner.“ Für seine Kollegen sei der Rückzug überraschend gekommen, gibt Deininger zu. Sie hätten aber mit Verständnis, Dankbarkeit und viel Bedauern reagiert.

Deininger hat 35 Jahre in Neu-Anspach gelebt. Die Stadt sei ihm in all der Zeit natürlich zur Heimat geworden, und der Abschied falle ihm schwer, sagt der Kommunalpolitiker. „Aber da hat der Kopf über das Herz gesiegt.“

Deininger war bekanntlich von 1993 bis 2005 schon einmal Gemeindevertreter und von 1997 bis 2004 Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses gewesen, zuletzt bei der CDU. Sein Amt hatte er wegen Meinungsverschiedenheiten über die Haushalts- und Finanzpolitik niedergelegt. Und auch jetzt sagt er angesichts der finanziellen Misere der Stadt, Neu-Anspach werde die Probleme so einfach nicht lösen können.

Auch spricht er sich noch einmal dafür aus, den Vertrag über den Bau der Windkraftanlagen, den die Stadt mit Investor Juwi geschlossen hat, allen Stadtverordneten zugänglich zu machen. „Schließlich müssen sie jetzt darüber entscheiden, ob der Vertrag – mit all seinen Nachteilen – weitergeführt wird.“ Dieser sei nur dem Ältestenausschuss, der keine Entscheidungsbefugnis habe, vorgelegt worden. Deininger: „Das ist befremdlich.“

„Wir haben Herrn Deininger viel zu verdanken, er hat uns bei den ersten Schritten in die für uns neue Parlamentsarbeit sehr geholfen und uns vor Fehlern bewahrt“, erklärt b-now-Fraktionschef Bernd Töpperwien zu dem Rückzug. Nachfolger von Deininger wird Peter Jaberg (71 Jahre) sein.

(pet)
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