E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Bad Homburg 18°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Den Wähler gewinnen

Von Rund 200 Menschen sind gestern Abend zur TZ-Podiumsdiskussion in die CWS-Mensa gekommen. Sie alle wollten die Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Usingen im ersten Rede-Duell vor der Wahl erleben. Und sie bekamen etwas geboten: Amtsinhaber Steffen Wernard (CDU) und Herausforderin Birgit Hahn (SPD) nutzten die Bühne, um den jeweiligen Gegner in die Mangel zu nehmen.
Im Duell: Birgit Hahn (links) will Usingens Bürgermeisterin werden, Steffen Wernard ist es schon (ganz rechts). Im Duell: Birgit Hahn (links) will Usingens Bürgermeisterin werden, Steffen Wernard ist es schon (ganz rechts).
Usingen. 

Die Themen Asyl, Finanzen, Wirtschaft, Infrastruktur, Kultur und Bürgernähe hatte Andreas Burger, der stellvertretende Leiter der Taunus Zeitung und Moderator der TZ-Podiumsdiskussion in der CWS-Mensa, auf seiner Agenda stehen.

Doch wie zu erwarten war: Die Kandidaten, die gerne Bürgermeister von Usingen werden beziehungsweise bleiben möchten, haben nicht brav Fragen beantwortet, sondern auch deutliche Kritik am jeweiligen Gegner geübt.

Mit dem zurzeit am hitzigsten diskutierten Thema ging’s los – Asyl- beziehungsweise Flüchtlingsproblematik mit dem Fokus auf Bundespolitik und auf Usingen. „Es kamen im vergangenen Jahr zwischen 170 und 180 Flüchtlinge nach Usingen, es werden in diesem Jahr noch mal so viele. Wir werden Container bekommen – ohne geht’s nicht, auch wenn Frau Hahn das anders sieht“, sagte Amtsinhaber Steffen Wernard (CDU). „Nein, tue ich nicht“, reagierte Birgit Hahn (SPD) prompt. „Lassen Sie mich bitte ausreden“, lautete die Antwort und so auch bisschen der Tenor des Abends: Hier sitzen zwei auf der Bühne, die wollen gewinnen und hier oben (Wähler-)Land gutmachen.

Die Konfliktlinie beim Thema wurde deutlich: Wernard will im südlichen Bereich der Hattsteiner Allee unter anderem dort bauen, wo heute noch das als Flüchtlingsunterkunft genutzte ehemalige Krankenhaus und die alte Konrad-Lorenz-Schule stehen. Hahn lehnte das ab. Erstmal sollten Flächen und Räume bebaut werden, die schon zur Verfügung stehen. „Ich sehe nicht, dass wir das Krankenhaus in Kürze geräumt bekommen. Dass es verkauft werden soll, ist richtig, aber der Kreis muss noch warten“, sagte Hahn. Die diskutierten Areale gehören dem Kreis. „Der Verkauf ist für den Kreis nötig, um die Hochtaunuskliniken zu refinanzieren“, so Wernard.

Bei der für die Besucher spannenden Frage, wo die Kandidaten sparen wollen, konnte der Amtsinhaber etwas vorweisen: Durch das Schleichenbach-Baugebiet kamen vier Millionen Euro ins Stadtsäckel. Doch Wernard betonte auch: „Wir müssen sparen, sparen, sparen!“

Hahn sah das anders: „Die vier Millionen sind sinnvoll für Tilgungen, darüber hinaus gibt es aber keine Einsparmöglichkeiten. Die Verwaltung wurde schon so stark gesund-geschrumpft. Man wird sehen, ob sich das so halten lässt.“

Zur Startseite Mehr aus Usinger Land

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen