Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Bad Homburg 7°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Matthias Stauf: „Der Rasen muss stets top gepflegt sein“

Von Die grüne Wiese muss stets in bestem Zustand sein. Zwar steht sie nicht mehr unter Dauerbelegung der Kicker, dennoch ist höchste Sorgfalt gefragt. Die Rede ist vom Fußballplatz in Grävenwiesbach. Und der ist bei Platzwart Matthias Stauf seit 30 Jahren in besten Händen. Aber nur Rasen mähen? Damit ist die Anlage alleine nicht zu pflegen.
Sein „Lieblingsarbeitsplatz“: Matthias Stauf ist seit über 30 Jahren als Platzwart dafür zuständig, dass die TSV-Kicker immer einen gut bespielbaren Rasen vorfinden. Sein „Lieblingsarbeitsplatz“: Matthias Stauf ist seit über 30 Jahren als Platzwart dafür zuständig, dass die TSV-Kicker immer einen gut bespielbaren Rasen vorfinden.
Grävenwiesbach. 

Platzwart nennt sich der Job, den Matthias Stauf beim TSV 08 ausübt, und das seit über 30 Jahren. Er engagierte sich bereits unter den damaligen TSV-08-Vorsitzenden Walter Lewalter und Harald Geis. Heute leitet Michael Vetter den Sportverein, der 2018 sein 110. Bestehen feiert. 30 Jahre ehrenamtlich jede Woche stundenlang allein auf dem Platz – das ist mal einen genaueren Blick wert.

Und was macht so ein Platzwart überhaupt? Vor allem pflegt er das Fußballfeld. Das ist nämlich nicht so ohne, wie Matthias Stauf bestätigte. Alleine für die Mäharbeit braucht er rund drei bis vier Stunden pro Woche. Ob da jemand drauf spielt oder nicht, ist Nebensache. „Der Rasen muss stets top gepflegt sein“, betonte er. Zum Glück sitzt er dabei auf einem hochmodernen Mähtraktor mit einem 500-Liter-Behälter.

Den muss er dann fünf bis sieben Mal ausleeren, bis er komplett das gesamte Spielfeld abgemäht hat. Auch das jährlich viermalige Düngen und Vertikutieren zählt zu seinen Aufgaben.

Dann sind da auch noch die Hänge ringsherum, die ebenso ständig gemäht und vom Bewuchs freigehalten werden. „Nicht umsonst ist das der schönste Rasenplatz im Kreis“, meinte der Platzwart stolz und zeigte auf die wirklich gepflegte Anlage.

Der gute „Sportler-Geist“

Im Herbst muss ringsherum alles geschnitten werden. „Da haben wir dann einen Arbeitseinsatz vom Verein“, sagte der Platzwart. Doch da ist ja auch noch das Vereinsheim mit Schankstube und den Umkleideräumen sowie sanitären Anlagen. Auch das muss alles sauber gehalten werden. Natürlich hat der Platzwart darauf ein wachsames Auge. Der Schankraum ist dadurch so etwas wie sein Wohnzimmer geworden.

„Meine Kinder sind hier auf dem Vereinsgelände groß geworden“, berichtete er lächelnd. Die beiden Söhne Timo, heute 32 Jahre alt, und Robin, 25 Jahre, seien oft am Wochenende bei ihm gewesen, wenn er Dienst auf dem Sportplatz hatte. Noch heute sitzt auch Sohn Robin manchmal auf dem Traktor und fährt Bahn für Bahn zwischen den Toren mit dem Mäher ab.

Irgendwie ist Matthias Stauf nicht nur Platzwart, sondern auch Hausmeister des Sportvereins. Zu seinen Aufgaben gehört es, Öl zu bestellen und das Vereinsheim in Schuss zu halten, die Bierleitungen der Zapfanlage zu reinigen und auch das Clubhaus zu vermieten. Dort lässt es sich wegen der vorhandenen Infrastruktur bestens feiern. Das Clubhaus bietet Platz für 50 Personen. Eine komplett eingerichtete Küche mit Elektroherd, Essgeschirr und Geschirrspülmaschine, der Theke mit Zapfanlage und Gläsern sind vorhanden.

Herr übers Inventar

Als Herr über das Inventar muss Matthias Stauf vor jeder Vermietung alles durchzählen und hinterher noch einmal. Übrigens gibt es Informationen über die Verfügbarkeit und die Mietkosten des Clubhauses auf der Internetseite unter www.tsv08graevenwiesbach.de.

Das Vereinshaus steht gleich neben dem Fußballfeld. Leider sind die Zeiten vorbei, als hier jedes Wochenende vonseiten der Spieler etwas los war. Die tobten sich damals nicht nur auf dem Platz aus. Die Angehörigen und Fans fieberten mit und feierten im Anschluss zusammen. Einzig die Alten Herren hätten das noch lange so gehalten, erinnert sich Matthias Stauf gerne an diese lebhaften Zeiten, als die gesamte Familie oben auf dem Sportplatzgelände zusammenkam. „Das war hier manchmal schöner als auf der Kerb“, schwärmte er.

Besser als die Kerb

Da hatten die Alten Herren manchmal mehr Zuschauer als die erste Mannschaft. „Dann wurden viele von uns zu alt zum Spielen und kamen nur noch zum Feiern her“, berichtete der 57-Jährige, der natürlich auch zu den Alten Herren zählte. Matthias Stauf arbeitete auch lange Zeit im Vorstandsteam und im Spielerausschuss mit und will dem Verein noch lange als Platzwart erhalten bleiben.

Zur Startseite Mehr aus Usinger Land

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse