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Taunusbahn: Der Vertrag ist unterzeichnet

Von Der gestern im Usinger Bahnhof vom Verkehrsverband Hochtaunus (VHT) und dem RMV unterzeichnete Kooperationsvertrag markiert den offiziellen Beginn der Elektrifizierung der Taunusbahn. Auf den tatsächlichen Betriebsbeginn der neuen S 5 zwischen Frankfurt und Usingen legen sich die Verantwortlichen noch nicht genau fest.
Die Unterschrift ist gesetzt: Dr. André Kavai und Landrat Ulrich Krebs (2. und 3. von links) haben den Kooperationsvertrag zwischen dem RMV und dem VHT zur Elektrifizierung der Taunusbahn unterzeichnet. Foto: Pieren Die Unterschrift ist gesetzt: Dr. André Kavai und Landrat Ulrich Krebs (2. und 3. von links) haben den Kooperationsvertrag zwischen dem RMV und dem VHT zur Elektrifizierung der Taunusbahn unterzeichnet.
Hochtaunus. 

Mit ihren Unterschriften haben Hochtaunus-Landrat Ulrich Krebs (CDU) und RMV-Geschäftsführer Dr. André Kavai weitreichende Verbesserungen für das Usinger Land eingeläutet.

„Mit der S-Bahn-Verlängerung bekommen Usingen, Neu-Anspach und Wehrheim halbstündliche umsteigefreie Anbindungen bis in die Frankfurter Innenstadt“, sagte der Landrat gestern. „Die Direktzüge der Taunusbahn von Brandoberndorf über Grävenwiesbach zum Frankfurter Hauptbahnhof bleiben ergänzend zum S-Bahn-Angebot erhalten.“

Berechnungen des RMV gehen davon aus, dass die verbesserten Platzkapazitäten der S-Bahn-Züge mindestens 3000 Fahrgäste pro Werktag zusätzlich von der Straße auf die Schiene locken werden. „Dadurch wird das Straßennetz um täglich 70 000 Pkw-Kilometer entlastet. Das wird vor allem auf der Saalburg-Chaussee und an der PPR-Kreuzung spürbar sein“, sagte Krebs.

Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages sichert der RMV dem VHT als Eigentümerin der Eisenbahnstrecke zu, die Hälfte der nun anstehenden weiteren Planungskosten in Höhe von vier Millionen Euro zu übernehmen.

Großer Nutzen

Vorplanungen hatten der Elektrifizierung der Taunusbahn und der Verlängerung der S 5 bis Usingen bereits eine hohe Wirtschaftlichkeit und einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen bescheinigt. Daraufhin hatte der Kreistag des Hochtaunuskreises im Mai 2015 einstimmig beschlossen, alle zur zeitnahen Realisierung des Projektes notwendigen Schritte einzuleiten.

Die Planungsphase großer Infrastrukturprojekte dauert in Deutschland bekanntlich viel länger, als die eigentliche bauliche Umsetzung des Projektes. Nicht anders ist es bei der Elektrifizierung der Taunusbahn. Durch den gestern unterzeichneten Kooperationsvertrag kann die konkrete Bauplanung beginnen.

Bahnhof in Bad Homburg als ÖPNV-Knotenpunkt

Die Elektrifizierung der Taunusbahn hat nach den Worten von Landrat Ulrich Krebs (CDU) für das Usinger Land große Bedeutung. „Die Kommunen im Usinger Land haben die größten Siedlungsreserven im Hochtaunuskreis“, so der Landrat.

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„Das Planfeststellungsverfahren kann ab 2017 eingeleitet werden“, teilt dazu RMV-Chefplaner Thomas Busch auf TZ-Nachfrage mit. „Die Bauphase beginnt frühestens ab 2018. Im Vergleich zur Planungsphase nehmen die eigentlichen Bauarbeiten für die Elektrifizierung nur eine kurze Phase ein.“

Demnach können die bisherigen RMV-Planungen, den S-Bahnbetrieb zwischen Frankfurt und Usingen zum Fahrplanwechsel 2019 / 2020 aufzunehmen, nicht gehalten werden. „Ziel ist es, die Taunusbahn in den kommenden fünf Jahren mit einer Oberleitung auszurüsten“, teilen RMV und Hochtaunuskreis nun als Zeitschiene mit.

Auf Nachfrage der Taunus Zeitung visiert der RMV den Start der S-Bahn ins Usinger Land nunmehr nach erfolgter Ausschreibung des Zugverkehrs auf dem sogenannten „Taunus-Netz“ zum Fahrplanwechsel 2020 / 2021 an. „Wenn alles gut läuft“, meinte RMV-Geschäftsführer Dr. André Kavai. Darüber hinaus werde derzeit die Fortführung der S-Bahn in einer zweiten Stufe bis Grävenwiesbach geprüft.

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