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Ein dreifach donnerndes Helau auf den neuen Karnevalsverein!

Von Neu-Anspach ist reich an Vereinen, einer hat aber bislang noch gefehlt, und dessen Geburt steht unmittelbar bevor. „Karnevalsverein Neu-Anspach“ soll das Baby von Frank Föller und Gleichgesinnten heißen. Es soll frischen Wind in die Narrenzunft blasen.
Neu-Anspach Helau! Constanze Muschter, Sonja Karbowski, Frank Föller, Bernhard Jurzak und Simone Ware (von links) sind der Gründungsvorstand des neuen Karnevalsvereins. Foto: Frank Saltenberger Neu-Anspach Helau! Constanze Muschter, Sonja Karbowski, Frank Föller, Bernhard Jurzak und Simone Ware (von links) sind der Gründungsvorstand des neuen Karnevalsvereins.
Neu-Anspach. 

„Das Verstaubte muss raus“, sagt Frank Föller und spricht dabei nicht von Ladenhütern zum Sonderpreis. Auch der Karneval kann Staub ansetzen, und deshalb sind er und Gleichgesinnten jetzt angetreten, um den Karneval aufzupolieren.

In der Kleeblattstadt gab es noch nie einen eigenständigen Karnevalsverein. „Früher haben die Fußballer und Sänger Veranstaltungen organisiert“, erinnert er sich, aber das sei schon lange her. Die Sitzung des DRK gibt es auch nicht mehr, und die des Heimat- und Geschichtsvereins wurde auch wieder zurückgefahren. Hausen hält sich noch wacker, und einige Party-Angebote einschließlich Weiberfasching laufen auch erfolgreich.

Aber es fehlt ein Verein, der sich auf das närrische Geschäft konzentriert, dachte er sich und fand sofort offene Ohren. „Wir hatten eine erste lockere Infoveranstaltung, und da kamen schon 13 Unterstützer“, berichtet er nun, aber seitdem hat sich schon viel getan. Zurzeit ist die Vereinsgründung nur noch Formsache: Eine Satzung wurde schon erstellt, jetzt müssen die Voraussetzungen für das Vereinsregister noch erfüllt werden. Denn dass es ein eingetragener Verein werden soll, sei von Anfang an klar gewesen, sagt Föller.

Kein langes Programm

Verein, Satzung und ein wenig spektakulärer Name – „Karnevalsverein Neu-Anspach“ (KVNA) – das alles hört sich noch recht konventionell an, aber das Profil soll sich doch von Althergebrachtem abheben: „Keiner will heute mehr ein drei- bis vierstündiges Programm über sich ergehen lassen, und danach ist der Saal schnell leer“, ist Föller überzeugt. „Eineinhalb Stunden genügen, dann wollen die Leute Spaß haben und tanzen.“ Eine Mischung aus Sitzung und Party wollen die sich formierenden Karnevalisten deshalb schon in der nächsten Saison anbieten. „Wann, das müssen wir noch abstimmen, denn wir wollen nicht mit anderen Veranstaltungen konkurrieren.“

Ein Umzug ist ebenfalls fest im Visier, und auch dazu wollen die Organisatoren noch einen geeigneten Tag finden. Am Sonntag beispielsweise seien nur in Oberursel und Ober-Mörlen größere Umzüge. Aber auch das soll noch genauer unter die Lupe genommen werden.

Ein Motto-Wagen ist aber schon in Arbeit, und der soll bereits beim großen Festumzug zum Jubiläum „750-Jahre Hausen-Arnsbach“ durch den Neu-Anspacher Ortsteil rollen. „Der Wagen wird ins Auge fallen“, verspricht Föller schon jetzt. „Die Ohren der Zugbesucher werden klingeln“, kündigt er eine Überraschung an. Auch für die Saisoneröffnung am 11. November liege schon längst eine Idee auf dem Tisch, und auch da liefen die Drähte schon heiß.

Viel mehr will Föller derzeit aber noch nicht verraten. Beispielsweise, wo die Veranstaltungen stattfinden sollen. „Es ist uns lieber, etwas kleiner anzufangen. Ein kleiner Saal, der mit 200 Besuchern ausverkauft ist, ist besser als ein großer Saal, der halbleer bleibt“, sagt er.

Föller steht aber nicht alleine an der Front: „Wir haben einen guten Vorstand, in dem die Chemie stimmt“, so der Vorsitzende. Seine Stellvertreterin ist Simone Ware, als Kassenwartin wurde Constanze Muschter gewählt, die erste Schriftführung übernimmt Sonja Karbowski und erster Beisitzer ist das Westerfelder Sportverein-Urgestein Bernhard Jurzak.

Auch für Jüngere

Damit arbeiten im Vorstand einige Generationen zusammen und das spiegelt sich auch in der Zielgruppe wider. „Von 18 Jahre bis . . .“, sagt Föller und lässt das obere Ende offen, aber bei den Veranstaltungen mit Programm sollen auch wieder Jüngere „mitkommen“ und Neubürger. Wenn es um Insidergeschichten und alte lokale Originale geht, wüssten die nämlich meist gar nicht mehr, von wem oder was die Rede sei, findet der Vereinschef.

Spaß statt verstaubte Kalauer ist das Motto, das sich der Verein auf die Fahnen geschrieben hat. Kooperation gegenüber ist man offen: „Wenn man will, dass andere zu uns kommen, muss man auch dorthin gehen.“ Und noch etwas ist ihm wichtig. „Es sollte ein Verein sein, damit auch Spenden generiert werden können.“ Außerdem soll es Beitrag kosten: 33 Euro für Erwachsene und 11 Euro für Jugendliche, das sei erschwinglich, so der Konsens im Vorstand.

Wer Interesse hat mitzumachen, ist auf einer Infoveranstaltung am 10. Juni im Lokal „Brünnchen“ in Hausen ab 20 Uhr willkommen.

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