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Einstieg ins Digitale

Von Geschichte ist langweilig und uninteressant. Oder? Wenn man sich die Hefte, Flyer und Veranstaltungen der Geschichts- und Heimatvereine im Hochtaunuskreis mal anschaut, bietet sich ein anderes Bild. Doch an der Vernetzung hapert’s noch.
Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft – Ingrid Berg (Glashütten), Marianne Beckert (Usingen) und Ursula Euler (Bad Homburg) – schaute sich im Treisberger Archiv um. Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft – Ingrid Berg (Glashütten), Marianne Beckert (Usingen) und Ursula Euler (Bad Homburg) – schaute sich im Treisberger Archiv um.
Treisberg. 

Vernetzung und bessere Möglichkeiten der Kommunikation untereinander war eines der Themen, denen sich die Arbeitsgemeinschaft der Geschichts- und Heimatvereine des Hochtaunuskreises am Wochenende widmete. Denn was die Mitglieder der AG zu bieten haben, ist für alle – oder zumindest die meisten – anderen auch interessant. Doch die erfahren erst zu spät davon, was der oder die andere gerade untersucht.

Nehmen wir nur einmal die Ausstellung zu Osterbräuchen, die gegenüber des Sitzungsortes in der Alten Schule aufgebaut war. Osterbräuche gab es nicht nur in Treisberg oder im Usinger Land, wie die Leihgaben von angrenzenden Geschichtsvereinen zeigten.

Auch die Herrschaften der Hattsteiner, Reifenberger und wie sie alle heißen endete nicht an den jeweiligen aktuellen Ortsgrenzen – wobei Hattstein selbst ja ebenfalls schon lange Geschichte ist. Und die Nazizeit hat nicht nur in Oberursel ihre Spuren hinterlassen.

Was also tun, um sich besser zu vernetzen, sich gegenseitig zu unterstützen und eine „Win-Win-Situation“ herbeizuführen?

Wolfgang Ettig vom Heimatverein Treisberg hatte sich ein paar Gedanken dazu gemacht und schlug beispielsweise einen Newsletter vor, der per E-Mail verschickt wird. Marianne Beckert, Vorsitzende der AG fand die Idee nicht schlecht. Allerdings habe man eine Vernetzung bereits vor 25 Jahren im Blick gehabt – und damals hätte es nicht funktioniert.

E-Mails statt Briefe

Da heutzutage allerdings im Prinzip jeder über Internetzugang und E-Mail-Adresse verfügt, dürften die Hürden nicht mehr so hoch liegen. Auch aus der Versammlung gab es volle Zustimmung, künftig stärker mit E-Mail zu arbeiten.

Das nächste, was in Angriff genommen werden sollte, sei eine eigene Homepage der Arbeitsgemeinschaft, erklärte Bernd Kärtner von Philipp-Ludwigs-Erben. Das ist heute ein Muss. Ein Muss, das dann allerdings auch gepflegt werden müsse, wandte der Vorstand ein. Dazu erklärten sich jedoch gleich fünf Mitglieder, darunter Kärtner, Ettig und Peter Maresch vom Kreisarchiv bereit. Mit Kärtner beispielsweise ist ein Fachmann in Sachen Homepageerstellung gefunden.

Vielleicht lässt sich über eine ansprechende Webseite auch Nachwuchs generieren. Denn das ist ebenfalls ein großes Thema in allen Heimat- und Geschichtsvereinen.

Die Dornholzhäuser wollen aus diesem Grund bald einen Piemont-Abend veranstalten. Dabei soll ein Film gezeigt werden, der sich um die Frage dreht, wer die Waldenser waren und wo sie heute leben.

Weitere Interessenten für die Geschichtsarbeit lassen sich sicher auch über die diversen Publikationen und Veranstaltungen gewinnen. Davon gab es eine ganze Menge beim 62. Treffen der AG im Treisberger „Gemaahaus“.

Den Opfern der Euthanasie beispielsweise widmen die Oberurseler ein ganzes Buch und über einen (Anti-)Hexen-Prozess 1611/1614 in Reifenberg kann man sich in einem der jüngsten Hefte von Philipp-Ludwigs-Erben aus Oberreifenberg schlau machen. Für Ober-Eschbach gibt es einen Ortsplan, in dem historische Sehenswürdigkeit mit den entsprechenden Informationen einzeichnet sind, und die der Geschichtsinteressierte abwandern kann.

An Veranstaltungen gibt es am 5. Juni einen Camp-King-Tag (Oberursel) zum Thema „Spionage“, ebenfalls am 5. Juni steht das Schloss Neuweilnau mit Vorträgen und Vorführungen im Mittelpunkt. Kirdorf öffnet am 23. April die Schatzkiste des Museums und in Oberstedten wird am 6. Mai über den 30-jährigen Krieg berichtet. Und für das Kreisarchiv berichtete Peter Maresch beispielsweise, dass vom Wiesbadener Staatsarchiv Kreisakten der Jahre 1945 bis 1972 zurückgegeben werden. Vor allem die Polizeiberichte aus Usingen seien sehr interessant.

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