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Keine großen Themen: Erste Bürgerversammlung unter neuem Bürgermeister mager besucht

Von Kleine Probleme und wenig Anspacher. Die erste Bürgerversammlung unter der jungen Amtszeit des neuen Bürgermeisters war nur dünn besucht, und die ganz großen Themen blieben aus.
Bürgermeister Thomas Pauli (Mitte) notierte alles. Auch Mathias Schnorr führte Protokoll und Stadtverordnetenvorsteher Holger Bellino (rechts) stand den Bürgern ebenfalls Rede und Antwort. Foto: Frank Saltenberger Bürgermeister Thomas Pauli (Mitte) notierte alles. Auch Mathias Schnorr führte Protokoll und Stadtverordnetenvorsteher Holger Bellino (rechts) stand den Bürgern ebenfalls Rede und Antwort.
Neu-Anspach. 

Wieder ein Debüt geschafft. Für den neuen Bürgermeister war es zwar nicht die erste Bürgerversammlung, aber die erste unter seiner Leitung. Das heißt, unter halber Leitung, denn: „So was kann man nur zusammen machen“, sagte nicht der Bürgermeister, sondern der Parlamentsvorsteher Holger Bellino, den es freute, dass Thomas Pauli die Tradition von vier Bürgerversammlungen im Jahr, jeweils in einem der vier Ortsteile, beibehalten will. Denn die Politik will so das Ohr nahe bei den Bürgern haben – was aber nur funktioniert, wenn die Bürger auch kommen und die Chance nutzen.

Sondersitzungen

Bellino begann und gab einen Abriss der anstehenden Neu-Anspacher Themen: Baugebiete Westerfeld und Gewerbefläche Edeka, nannte die nächsten wichtigen Termine, als da sind: die Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 4. Oktober sowie die Gespräche mit den Vereinen zur Übernahme von Sportstätten, ebenfalls in dieser Woche, über die Aktivitäten der Kita-Gebühren-Gruppe und die besondere Auszeichnung, die Professor Eugen Ernst an diesem Tag überreicht worden sei. Bürgermeister Pauli machte mit dem Überblick über die Finanzen weiter und freute sich über das Interesse der „vielen Bürger“.

Das muss revidiert werden. Diesmal war die Kernstadt Anspach mit der Bürgerversammlung dran, die fand im Clubraum des Bürgerhauses statt, aber es war nur ein Dutzend Bürger da, und noch einmal so viele Mandatsträger, von denen sich einige als Bürger oder Interessenvertreter auch später zu Wort meldeten.

Neues zum Bad-Gasthaus

Artur Otto von der b-now beispielsweise, der vom aktuellen Stand der Schwimmbadgaststätte und den Aktivitäten des Fördervereins „Naps“ berichtete. So sei das bestehende Gaststättengebäudes per Baugenehmigung nachträglich legalisiert und man sei dabei, die Wiederherstellung der Gaststätte zu planen. Außerdem werde ein Rasenmäher angeschafft, welcher die Stadt nichts kosten soll, so Otto.

Damit waren die Anspacher Themen aber fast schon durch, denn die Versammlungshoheit hatten die Rod am Berger Bürger errungen und die hatten, vorgetragen von Gerhard Mohr und Annette Abel, gleich ein ganze Liste von Problemen dabei.

Aber zum Glück waren es keine bedrohlichen Missstände und viele Themen zudem nicht neu: Mohr verwies auf die Nutzung der Grünecke und monierte, dass Anlieferer ihre Ladung nicht ordentlich sicherten und auf dem Weg zur Grünecke viel auf den Straßen im Ort verlören. Ferner wies er darauf hin, dass an den gepflasterten Straßenabschnitten die Steine teilweise herausstünden.

Abel sprach die Zustände auf den Wegen zwischen Rod am Berg und dem Friedhof Mitte an, wo die Hundehalter nicht immer mit den Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner korrekt umgingen und dazu auch die entsprechenden Abfalleimer in Ordnung sein müssten.

Das Abfallproblem beschäftigte sie auch im Fall der häuslichen Müllentsorgung. So regte sie an, zu prüfen, ob erstens die Biotonnen nicht regelmäßig von einer Firma gereinigt werden könnten und zweitens, ob man für den Reststoffmüll statt der Gelben Säcke nicht besser eine weitere Tonne einführen könne, denn die Säcke reißen oft und bei Wind werde der Müll verteilt.

Der Rathauschef nahm die Anregungen zu Protokoll, und was die Reinigung der Biotonnen betraf, so könne dies erst im Rahmen der nächsten Ausschreibung beraten und gegebenenfalls berücksichtigt werden.

Keine Rattenplage

„Tun wir da nicht zu viel und geschieht dies aus prophylaktischen Gründen?“, fragte Abel, die sich zuvor nach der regelmäßig stattfinden Rattenbekämpfung erkundigt hatte.

Von einer Rattenplage könne doch keine Rede sein, und wenn es Probleme gebe, könne man doch immer noch aktiv werden. Schließlich sah sie bei den Giftstoffen auch eine Gefahr für den Menschen, denn diese würden in den Abwasserkreislauf eingehen. Dass sich der Turnus der Bekämpfung bewährt habe, darauf verwiesen andere und warnten davor, am falschen Ende zu sparen. So sah es auch der Bürgermeister.

„Wann gehen die Arbeiten auf dem Friedhof weiter, wollte Mohr noch wissen, der zunächst erfreut festgestellt hatte, dass vor längerer Zeit damit begonnen worden war, die Wege instand zu setzen. Feste Termine konnte Pauli nicht nennen, aber er notierte sich alles, was die Bürger bewegte. Schließlich kam doch noch ein nicht Rod am Berger Problem auf: Die Fahrbahnmarkierung der alten Wehrheimer Straße müsse erneuert werden, denn dass es sich bei dem schmalen Fahrstreifen um einen Radweg handelt, könne man nicht mehr sehen, brachte ein Bürger aus Anspach vor. Notiert.

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