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Ganzjahres-Rodelbahn: Feldberginitiative wird auf jeden Fall gegen Freizeitbahn klagen

Von Die Feldberginitiative baut schon mal vor, denn am 15. November will die Schmittener Gemeindevertretung über eine Ganzjahres-Rodelbahn debattieren. Und die ist ja nun so gar nicht im Sinn des bürgerlichen Zusammenschlusses.
Für die Feldberginitiative wäre ein solcher „Coaster“ wie in Wald-Michelbach für den Feldberg undenkbar. Für die Feldberginitiative wäre ein solcher „Coaster“ wie in Wald-Michelbach für den Feldberg undenkbar.
Schmitten. 

Eine „Ganzjahresrodelbahn“ am Nordhang des Feldberges? Nicht so weit hergeholt, schaut man sich die Tagesordnung der Gemeindevertretung Schmittens für den 15. November an. Denn dort will die UBB das Thema „Ganzjahresrodelbahn“ diskutieren. „Gemeint ist wohl weiterhin eine freizeitparkartige Fahreinrichtung der Art Alpine Coaster mit Zubringerlift und einer auf Stelzen verlaufenden Fahrbahn, wie die vergleichbare Anlage in Wald-Michelbach“, sagte Dr. Olaf Gierke als Vorsitzender der Feldberginitiative. Und diese begleitet die gesamte Debatte um seine solche Freizeiteinrichtung am Feldberg seit 2011 kritisch.

„Es gab sehr gute Sachgründe, dass im März 2013 der Bürgermeister und der damalige Investor die Planung an der Nordbahn nicht weiterverfolgt und eine Alternative gesucht hatten. Die Gründe, die gegen eine Sommerrodelbahn an der Nordbahn sprechen, bestehen unverändert fort“, so Dr. Gierke.

Der Standort Nordbahn sei für ein solches Projekt gänzlich ungeeignet, denn große Flächen der Nordbahn lägen nicht im Schmittener Gemeindegebiet, sondern auf Oberurseler Gemarkung. „Für die Gemeinde Schmitten ist allenfalls eine kurze Variante vom Parkplatz bis unterhalb des Welterbe Limes möglich.“

Zudem quere das UNESCO-Welterbe Limes die Nordbahn, und weite Teile der Nordbahn lägen in der sogenannten Pufferzone, die nach den Regularien für das Welterbe grundsätzlich von Bebauung freizuhalten seien. Der Vorsitzende der Deutschen Limeskommission, Professor Dr. Sommer, habe der Gemeinde bereits 2013 mitgeteilt, dass bei der Variante Nordhang „Eingriffe in den Limes als Bodendenkmal zu befürchten sind“ und die „visuelle Integrität des Welterbes“ in Gefahr sei.

Die Initiative habe sich auch die Arbeit gemacht, eine Umweltprüfung für Bauvorhaben durchzuführen. „Im Ergebnis werden die voraussichtlichen Umweltauswirkungen in der kritischsten Kategorie als sehr erheblich eingestuft“, sagte der Vorsitzende.

Aber man erwarte auch ein Verkehrschaos, wie es dies in Oberreifenberg und den Zubringerstraßen bislang nur an wenigen Schneetagen im Winter durch Rodeltouristen gebe. Dies drohe bei der Errichtung einer „Ganzjahresrodelbahn“ an schönen Wochenenden ganzjährig. „Laut früheren Angaben rechnet die Firma Wiegand mit rund 3000 Gästen pro Tag an Wochenenden.“ Dafür gebe es keine Infrastruktur.

Dr. Olaf Gierke betonte: „Wir sind von dem neuerlichen Vorstoß der UBB überrascht, denn an den Gründen, die ein solches Projekt zum Scheitern verurteilen, hat sich nichts geändert. Die Feldberginitiative wird bei einer etwaigen Wiederbelebung des Ganzjahresrodelbahn-Projekts an der Nordbahn ihre als anerkannte Umweltvereinigung bestehenden Mitwirkungs- und Klagerechte ausschöpfen, um die Natur und Umwelt sowie das Welterbe Limes am Nordhang des Großen Feldbergs vor schwerwiegenden Eingriffen zu bewahren.“

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