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Forsches Forschen lohnt sich

Von Der Schmittener Heimat- und Geschichtsverein „Philipp Ludwigs Erben“ hat viele interessante Projekte in der Planung. Jetzt gibt es erst einmal einen Newsletter.
Schmitten. 

Was lange währt, wird endlich gut, das sagt zumindest der vielzitierte Volksmund. Und manchmal kommen dabei ganz neue Dinge ans Licht. So wie jetzt in Schmitten: Nach anderthalb Jahren legt der Reifenberger Heimat- und Geschichtsverein „Philipp Ludwigs Erben“ wieder einen Newsletter auf, der die wichtigsten Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren lässt.

Der Startschuss für den Newsletter fiel vor rund anderthalb Jahren mit den Niederreifenberger Hausdokumentationen, die den historischen Ortskern unter die Lupe nahmen. Insgesamt wurden zehn Häuser dokumentiert. Hierbei stießen die Heimatforscher auch auf das alte Zunfthaus, welches offensichtlich leider dem Presslufthammer zum Opfer gefallen war. Dennoch konnte noch einiges über das Haus in Erfahrung gebracht werden. Auch an der Chronik wurde gearbeitet. Unter anderen kamen die Missetaten des Hans Heinrich von Reifenberg zu Tage, der 1605 in Schmitten eine Frau verbrennen ließ.

Auch die Aufarbeitung des ältesten Reifenberger Gerichtsbuches (1522 bis 1616) wurde in Angriff genommen und 133 Seiten in moderne Form übertragen. Dabei kam Überraschendes zutage. So stellten die Forscher fest, dass 1552 eine zweite Kapelle in Reifenberg erwähnt ist.

Und was die Forscher noch mehr freute: Ebenso fanden sich drei „verschollene“ Artikel über das alte Reifenberger Schwimmbad, den Fabrikanten Paul Sauer und den Salzgrund wieder.

Wichtige Filmrolle

Des Weiteren konnte durch eine Spende eine komplette Bildersammlung auf DVD aus dem Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden erworben werden, auf der über 2000 Fotos enthalten sind. Darunter befinden sich Klageschriften, der Hattsteiner Burgfrieden von 1530/31, Hunderte Seiten Rentamts-Berichte von 1738 bis 1800, ein Archiv-Verzeichnis des Marsilius von Reiffenberg von 1592, Verzeichnisse von Urkunden von 1402 bis 1569 mit vielen interessanten Informationen und Untertanen-Verzeichnisse. Interessant sind die Rentamtsberichte, die viele Chronik-Daten des 18. Jahrhunderts beinhalten. Dazu gehört auch der „Brief über die Zigeuner in Niederreifenberg“.

Das größte Projekt des Vereins ist die Stammbaum-Webseite, die bislang noch nicht veröffentlicht wurde. Bisher sind erst vier Familien darin enthalten. Die Forscher haben eine große Menge an Daten zusammengestellt, so dass (fast) jeder in kurzer Zeit in der Lage sei, seinen eigenen Stammbaum in Reifenberg bis ins 17. Jahrhundert zurückzuverfolgen. Mehr Informationen gibt es dazu auch im Internet auf der Homepage stammbaum.philipp-ludwigs-erben.de.

Demnächst soll endlich auch das „Heft 11 – Die Feldbergrennen“ erscheinen. Dabei handelt es sich um die bereits seit Jahren immer nachgefragte Dokumentation der Feldbergrennen. Wobei im Gegensatz zu dem Buch von Holger Rühl nicht die Rennen im Vordergrund stehen, sondern die Geschichte, die Menschen und das ganze Drumherum.

Darüber hinaus soll noch im August ein weiteres Buch der grünen Reihe erscheinen, mit dem Titel: „Ludwig Conrady – Die Geschichte der lutherischen Gemeinde Arnoldshain“. Es beschreibt die Zeit des Religionskrieges zwischen Reifenberg und Arnoldshain auf der Grundlage archivalischer Zeugnisse und die Entwicklung des Luthertums in Arnoldshain und Reifenberg.

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