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Förderverein der CWS: „Gemeinsam erreichen wir mehr“

Von Fördervereine gibt es viele. In der Christian-Wirth-Schule gibt’s einen ganz besonderen, etwa einen ohne Mitgliedsbeiträge. Der Verein trägt sich einzig durch Spenden, Aktionen und durch die optimale Zusammenarbeit von Vorstandsmitgliedern und aktiven Helfern.
Ehrenamt im CWS-Förderverein miteinander zu leisten, das macht Monica von der Laden (von links), Anke Riesel, Reinhard Henhappe, Frauke Klee und Bärbel Paul so richtig Freude. Besonders wenn es um die Organisation eines solch tollen Events wie der Auftritt von Margie Kinsky geht. Ehrenamt im CWS-Förderverein miteinander zu leisten, das macht Monica von der Laden (von links), Anke Riesel, Reinhard Henhappe, Frauke Klee und Bärbel Paul so richtig Freude. Besonders wenn es um die Organisation eines solch tollen Events wie der Auftritt von Margie Kinsky geht.
Usingen. 

Immer, wenn Anschaffungen nötig sind, heißt es, das Portemonnaie ausleeren und ganz genau hinsehen, ob sie überhaupt finanziert werden können. Das geht den Schulen nicht anders. Wie gut, wenn es dann einen Förderverein gibt, der Wünsche erfüllen kann, die ansonsten nur Träume bleiben würden.

Die Christian-Wirth-Schule (CWS) hat einen solchen Förderverein, einen besonders rührigen dazu. Das besondere: Es engagieren sich Mitglieder, deren Kinder längst die Schule verlassen haben. Als Gründungsmitglieder sind da Daniela Born-Schulze und Barbara Kloft-Guth zu nennen, die beide seit 1983 dabei sind. So lange gibt es den Verein schon. Monica von der Laden macht zwar „erst“ seit 2003 mit. Ihr Sohn hat die Schule aber bereits vor sechs Jahren verlassen.

Teamarbeit funktioniert

„Unser Team arbeitet so gut zusammen, da macht die Arbeit einfach Spaß“, sagen alle Vorstandsmitglieder und bleiben einfach dabei. Die meisten engagierten sich bereits in den Grundschulen im Elternbeirat oder im Förderverein. Einig sind sich alle acht Vorstandsmitglieder, dass es wichtig sei, sich ehrenamtlich für die Gemeinschaft zu engagieren. „Das geben wir dann doch unseren Kindern weiter“, erklärt Vorsitzende Frauke Klee, „ansonsten würde doch unsere Gesellschaft gar nicht funktionieren.“

Da alle acht im Vorstand ähnlich ticken, verstehen sie sich auch besonders gut. „Wir haben doch eine wirklich schöne Aufgabe, nämlich Geld verteilen“, fügt die Vorsitzende hinzu.

Dafür ist allerdings eine gute und intensive Vorarbeit nötig. Um Anschaffungen, die die CWS attraktiver, moderner und lebenswerter machen, finanzieren zu können, bedarf es eines großen Netzwerkes. Da sei immer einer da, der genau die Lücke fülle, die gerade benötigt werde, beschreibt Monica von der Laden die Vorgehensweise.

Für manche Dinge brauche man Geld, für andere das Know-how und dazu auch viele Hände, die zugreifen könnten. „Wir nehmen die Dringlichkeiten wahr, diskutieren, ob und wie wir das finanzieren können“, erklärt Frauke Klee. Sie fühlen sich dabei auch den Geldgeber gegenüber verpflichtet, sagt von der Laden.

Zweimal pro Jahr zeigt die „Haushaltssitzung“, was an der Schule benötigt oder gewünscht wird. „Das soll aber keine Einzelförderung sein“, betont die Vorsitzende. Also wird genau geprüft, was der Allgemeinheit zugute kommt. Wie beispielsweise die Tischtennisplatten und Sitzbänke für den Schulhof. Oder die regelmäßigen Lesungen mit bekannten Schriftstellern. Unterrichtsmaterialien gehören auch dazu wie Modelle für den Biologieunterricht. In Härtefällen bezuschussen sie auch mal Klassenfahrten. Das komme aber nur ganz selten vor.

Es werden die Ausleihbücherei, die Präsenzbücherei, der Schulsanitätsdienst, die Präventionsarbeit und auch Projektarbeiten unterstützt.

Oscar für den Vorstand

Eine Einnahmequelle des Fördervereins sind die Spenden, die glücklicherweise auch von Usinger Firmen kommen. Mitgliedsbeiträge gibt es nämlich nicht. Außergewöhnlich für einen Förderverein. Bei diesem aber klappt das bestens. So wird im Frühjahr und im Herbst gesammelt, und es werden zusätzlich kreative Lösungen zur Finanzierung dringender Anschaffungen gesucht und gefunden.

Da ist das Catering bei Schulveranstaltungen wie der Einschulung, dem Tag der Offenen Tür und auch dem Winterfest, bei dem die Öffentlichkeit einen Tag vorher hineinschnuppern darf. Aber auch bei Veranstaltungen der Stadt Usingen ist das Team mit seinem Catering aktiv. Und da gibt es vor allem eine Comedy-Veranstaltung, die in diesem Jahr bereits zum dritten Mal vom Vorstandsteam des CWS-Fördervereins ganz alleine gestemmt wird: Margie Kinsky kommt wieder nach Usingen.

Am 12. April bringt die bekannte Komikerin ihren Ehemann Bill Mockridge mit in den Christian-Wirth-Saal, um ihr gemeinsames Programm „Hurra, wir lieben noch“ vorzustellen. Mit Margie Kinsky verbindet der Förderverein der CWS inzwischen eine ganz besonders herzliche Beziehung. Sie verlieh dem Vorstand einen Oscar, auf den sie eingravieren ließ „Ihr seid die Besten“. Dabei habe die Künstlerin gar nicht gewusst, wo Usingen liegt, berichtete Monica von der Laden.

Einige Vorstandsmitglieder seien so von der Komödiantin begeistert gewesen, dass sie sie spontan nach einer Aufführung in Frankfurt gefragt hatten, ob sie nicht auch mal in Usingen auftreten wolle. „Wenn ihr die Bude vollkriegt, komme ich“, habe sie versprochen. Das Fördervereinsteam gab alles, um ein solches Paket zu stemmen.

400 Karten wurden damals im Jahr 2014 verkauft. Die Veranstaltung war so erfolgreich, dass Margie Kinsky im darauffolgenden Jahr erneut in Usingen auftrat. Da waren es schon 450 Gäste, die Margie Kinsky sehen wollten. In diesem Jahr hat sich die Künstlerin beim Team des Fördervereins selbst angemeldet. Sie wolle gerne wieder nach Usingen kommen, hieß es da.

„Wir haben Platz für 750 Leute“, betont Monika von der Laden und erklärt, der Vorverkauf habe begonnen. Karten gibt es übrigens für 23 Euro bei Büro-Organisation Feil in Usingen und bei der Buchhandlung Weddigen in Neu-Anspach.

Mitmachen erwünscht

Es ist eine wirklich große Aufgabe mit einem hohen finanziellen Risiko, die sich der Förderverein da stellt. Sie werden sie meistern. Denn sie halten alle fest zusammen und machen ihr Ding. Und das ist, sich für die Allgemeinheit zu engagieren, damit es rund läuft, wie die Teammitglieder es beschreiben. Wen wundert’s, dass sie für alle ihre Aktivitäten immer genügend Helfer an ihrer Seite haben?

Übrigens: Bei den vielen Treffen, die zur Organisation dieses vollen Programms nötig sind, zahlt der Vorstand die eigenen Rechnungen stets selbst und nicht aus der Fördervereinskasse. Sie sind eben Ehrenamtler mit Leib und Seele. Wer mitmachen möchte, einfach beim Förderverein unter (0 60 81) 91 97 15 oder der Mailadresse frauke.klee@unitybox.de melden. Denn das Motto des Fördervereins lautet: Gemeinsam erreichen wir mehr.

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