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Verkehr in der Hauptstraße: Geparkte Fahrzeuge behindern Verkehr

Von Parkplätze und Verkehr werden im Apfeldorf zur unendlichen Geschichte. Die Sperrung von drei Stellflächen scheinen Entlastung zu bringen, doch auf immer darauf verzichten möchten Geschäftsleute und Parker eigentlich nicht.
Die Sperrung der Parkplätze vor der Naspa hat zwar die Situation entzerrt, aber manche Autofahrer sind dreist, machen die Warnblinkanlage an und gehen einkaufen. Foto: Gerrit Mai Die Sperrung der Parkplätze vor der Naspa hat zwar die Situation entzerrt, aber manche Autofahrer sind dreist, machen die Warnblinkanlage an und gehen einkaufen.
Wehrheim. 

Der Verkehr in der Hauptstraße hat sich eindeutig entspannt, seit die drei Parkplätze von der Nassauischen Sparkasse bis zum Bäcker weggefallen sind. Das hatten die Mitglieder des Ausschusses für Bau und Verkehr in den letzten sechs Wochen seit Beginn der Sperrung aus eigener Anschauung festgestellt.

Auch Landwirt Werner Etzel (FDP) konnte eine wesentliche Verbesserung feststellen. Autos können die Freiflächen nutzen, zur Seite zu fahren und so Platz machen für überbreite Trecker oder Lastwagen. Diese wiederum haben ebenfalls eine Ausweichmöglichkeit, und so sei der Begegnungsverkehr wesentlich entspannter, so Etzel.

Anliegende Geschäftsleute seien allerdings nicht begeistert vom derzeit bis Jahresende begrenzten Wegfall der Parkplätze.

Flächen in Dorfborngasse

Die Situation könnte sich indes verbessern, denn kommunale Mitarbeiter haben nach Prüfung durch das Ordnungsamt drei weitere Stellflächen in der Dorfborngasse eingezeichnet. Einen vor der Metzgerei Haas, einen neben der Elektrotankstelle und den dritten auf der anderen Seite. Ausgewertet werde das Ergebnis des vorläufigen Parkverbots in der Hauptstraße Ende des Jahres, berichtete Erste Beigeordnete Susanne Odenweller, die Bürgermeister Gregor Sommer (beide CDU) vertrat.

Verbessert hat sich nach Meinung von Landwirt Etzel die Situation in der Hauptstraße dadurch, dass landwirtschaftliche Fahrzeuge durch den neu ausgebauten Verbindungsweg zwischen Schlink und Krausbäumchen den innerörtlichen Verkehr entlasten. Er nutze den Weg regelmäßig, und andere auch.

Das Abbiegen auf den Weg dürfte jetzt ohne Probleme vonstatten gehen, da die beiden Schilder, die die Geschwindigkeit vor und hinter der Schlink-Kuppe auf 80 Stundenkilometer begrenzen inzwischen aufgestellt sind. Radler und Fußgänger, die den stark frequentierten Verbindungsweg nutzen, können jetzt auch sicher die Straße überqueren.

Werner Etzel nannte aber ein weiteres Problem, das dem Landwirt seine Arbeit erschwert: Autofahrer, die ihre Gefährte vor ihrem Garten mitten auf einem Feldweg abstellen. „Das ist keine Seltenheit“, so Etzel. Auch an der Grünecke Am Joseph werde oft mitten auf der Verkehrsfläche geparkt. Aber es gibt auch mitten im Apfeldorf noch mehr Problemzonen in Sachen Parkplätze und Verkehr, und die Mitglieder des Ausschusses für Bau und Verkehr möchten sie persönlich in Augenschein nehmen. Zum Beispiel mit einer Begehung der Geschwister-Scholl-Straße. Da es sich um eine verkehrsberuhigte Zone handelt, seien keine Parkplätze eingezeichnet. Das scheint aber auch nicht die beste Lösung zu sein, da Anwohner und Besucher so ungeordnet parken, erläuterte Vorsitzender Dr. Torsten Kunze.

Externer Fachmann

Er ist im Übrigen sicher, dass es eine Dauerlösung der Verkehrs- und Parkprobleme in Wehrheim nur geben kann, wenn ein externer Fachmann damit beauftragt wird, die Verkehrsströme in den Blick zu nehmen. Der könne dann auch ein Konzept, das die kritischen Punkte umfasst, erstellen. Das hatten die Grünen vor längerer Zeit bereits angeregt. Dieser Meinung sind auch SPD und FDP, und Kunze schlug vor, das Thema in den Fraktionen zu beraten und die Kosten dafür möglicherweise schon in die Haushaltsberatungen einzubeziehen. „Wir können das als Laien nicht beurteilen, ein Fachmann hat vielleicht ganz andere Ideen“, so Gabriele Ohl (SPD). Sie hofft, dass in diesem Zusammenhang das Thema Kreisel an der Kreuzung Oranienstraße/Bahnhofstraße/Haupstraße/Wiesenau wieder ins Gespräch kommen und aus einem anderen Blickwinkel erneut betrachtet werden könne.

Werner Etzel ermahnte dazu, dass die Politik bei den Neuplanungen aber nicht an früheren Diskussionen festhalten dürfe, vielmehr in die Zukunft schauen müsse. Schließlich habe sich der Verkehr in den letzten Jahren drastisch verstärkt.

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