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Begleitung: Helmut-Schmidt-Schule bietet Hilfe bei der Berufswahl

Von Fisch ist nicht gleich Fisch. Auch wenn die Ausgangsrohlinge alle gleich waren, so feilten die Schüler der Berufseinstiegsbegleitung in der Qualität recht unterschiedliche Modelle aus dem Holz.
Sebastian Straninger zeigt den Schülern, wie man ein Feile ansetzt. Gleich sind sie dran. Foto: Frank Saltenberger Sebastian Straninger zeigt den Schülern, wie man ein Feile ansetzt. Gleich sind sie dran.
Usingen. 

Sieben Jungs und fünf Mädchen verteilten sich zur frühen Schulstunde im Werkraum der Helmut-Schmidt-Schule und warteten mehr oder weniger gespannt auf die heutige Aufgabe. Es handelte sich um die H8a der Klassenlehrerin Bettina Webs. Die stand aber diesmal nicht vor ihren Schülern, sonder überließ den Unterricht Leonie Theuerkauf und Sebastian Straninger. Die beiden übernehmen die Berufseinstiegsbegleitung an der HSS, und die besteht praktisch aus fünf Unterrichtseinheiten mit dem Ziel, die Talente der Schüler zu sichten, wer zum Beispiel handwerkliches Geschick hat oder doch eher „zwei linke Hände“.

Diesmal stand Holzbearbeitung auf dem Stundenplan, und die Stunde begann mit einer Einführung in die Aufgabe, dem Umgang mit dem entsprechenden Werkzeug und der Werkbank. Dann wurde es ernst: Rechteckige, rund 20 Millimeter starke und bierdeckelgroße Holzstücke wurden verteilt und die Uhrzeit festgehalten. Auf beiden Seiten der Holzstücke waren die Konturen eines Fisches aufgemalt und der sollte sauber ausgefeilt werden. Manche legten los, als wollten sie es in fünf Minuten erledigt haben, andere gingen langsamer, aber zielorientierter vor. Die meisten standen an der Werkbank, einer setzte sich auf einen Stuhl und ging die Bearbeitung seines Werkstücks entspannt an. Und sein Vorgehen führte zum Ziel, denn mit jedem Strich der groben Feile kam er der Linie näher, hielt aber sauber Abstand, bis die feineren Feilen dran kamen. Auch Menton an der Werkbank gegenüber arbeitete sorgfältig und kam dabei überdies noch zügig voran. Sein Nachbar raspelte eher wild und hatte die Konturen schon mehrfach verletzt, das war nur schwer wieder auszubügeln. Wo es überhaupt nicht lief, gaben die Tutoren Hilfestellung, hielten sich aber sonst mit Anweisungen zurück, denn die methodische Vorgehensweise sollte auch beobachtet werden. Die Aufgaben werden bewertet, alle Ergebnisse zu einem Eignungsprofil zusammengeführt. Die Helmut-Schmidt-Schule arbeitet bei der Berufsbegleitung mit der Basa „Bildungsstätte Altes Schule Anspach zusammen“ und diese mit dem lizensierten Konzept „Hamet“ (Handwerklich-motorischer Eignungstest). Diplom-Sozialpädagoge Straninger und Arbeitswissenschaftlerin Theuerkauf sind in der Basa für die Berufeinstiegsbegleitung verantwortlich und führen das Projekt an der HSS durch. Hamet ist ein handlungsorientiertes Testverfahren zur Erfassung und Förderung beruflicher Kompetenzen.

Die Berufseinstiegsbegleiter testen in diesem Sinne die Hauptschulklassen der Schule und das nicht nur in der Holzwerkstatt, sondern beispielsweise auch in der Lehrküche. Außerdem werden ausgiebig die Themen Bewerbung und Vorstellungsgespräch behandelt.

Darüber hinaus ist die Berufseinstiegsbegleitung auch durch das Fach Arbeitslehre allgemein vertreten. So werden die Schüler auch durch Betriebsbesichtigungen zur Arbeitswelt hingeführt, auch Betriebspraktika in den Jahrgangsstufen 8 und 9 gehören dazu.

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