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Reiter sammeln Spenden für Therapien: Hier machen die Hufe glücklich

Von Normalerweise wird Hufeisen nachgesagt, dass sie Glück bringen. Dabei sind es die Tiere, die mit ihrer Unvoreingenommenheit und natürlicher Wärme helfen können, psychisch angeschlagene Menschen zu heilen. Das kann sich nicht jeder Betroffene leisten. Islandpferd-Reiter vom Hirtenhof haben sich deshalb zur Unterstützung entschieden.
17 Islandpferde-Reiter brachen am Hirtenhof zum Spendenritt auf. Foto: Dorit Lohrmann 17 Islandpferde-Reiter brachen am Hirtenhof zum Spendenritt auf.
Wehrheim. 

Sportlicher Ehrgeiz, schlichte Liebe zum Pferd oder ein Mix aus beidem motiviert Menschen zumeist für den Reitsport. Dass Interagieren von Tier und Mensch gerade auf psychisch Kranke einen immens positiven Einfluss hat, weiß man mittlerweile und nutzt daher diese Chancen, wo immer möglich.

Doch Ausbildung und fachgerechte Haltung von Therapiepferden sind kostspielig, und Pferde-gestützte Therapien unter Anleitung von medizinisch und therapeutisch ausgebildeten Fachkräften daher nicht „für einen Apfel und ein Ei“ zu bekommen. Krankenkassen zahlen solche Therapien nicht, Patienten müssen die Kosten selbst tragen. Und das können sich viele nicht leisten.

Das Institut für Pferde-gestützte Therapie (IPTH) mit Sitz in Konstanz hatte deshalb fürs vergangene Wochenende bundesweit zu einem Spendenritt aufgerufen. Das Ziel: Die Öffentlichkeit über die Therapiemöglichkeiten mit Pferden zu informieren und zugleich Spenden zur Sicherung von Therapieplätzen zu sammeln.

Zum ersten Mal beteiligte sich der Wehrheimer Verein der Islandpferde-Reiter (IPRW) an diesem Spendenritt. Dessen Mitglied Meike Lohbeck ist selbst Reitpädagogin und engagiert sich zugleich im Verein „Freudenschimmer“, einem Förderverein Tier-gestützter Therapien.

Am Sonntagmittag wurden auf dem Hirtenhof, dem Vereinssitz des IPRW, die Pferde gesattelt. 17 Reiter und ein an der Zügel mitgeführtes Pferd starteten in Richtung Herzberg. Jeder Teilnehmer hatte zuvor für einen Sponsor gesorgt, der jeden Kilometer des Ritts sozusagen in bar aufwog: Fast 1400 Euro kamen so zusammen.

 

Wanderer leisten Beitrag

 

Der Betrag stieg am Ende auf rund 1500 Euro. „Das haben wir dem unerwarteten Interesse vieler Wanderer zu verdanken“, zeigte sich Katrin Lamprecht, Pressewartin von „Freudenschimmer“, stark beeindruckt.

Nach dem etwa einstündigen Ritt der Wehrheimer, die mit auffallenden T-Shirts ausgestattet waren, machten Ross und Reiter Pause auf dem Herzberg, bevor es wieder talwärts ging. Die Familie Batovanja, die den Herz-berg bewirtschaftet, erlaubte den Tieren, auf ihrer Wiese zu rasten, während Meike Lohbeck und Katrin Lamprecht noch so manch neugierigen Wanderer über Sinn und Zweck von Tiertherapien informieren konnten.

Der Verein „Freudenschimmer“ finanziert Therapieeinheiten für förderbedürftige Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit psychischen Problemen. Viele der Mitglieder haben eine medizinische oder therapeutische Ausbildung. Sie helfen auch bei der Auswahl der Therapeuten. Die zur Therapie eingesetzten Pferde sind in der Arbeit mit Patienten entsprechend ausgebildet. Weitere Infos gibt’s im Internet unter www.islandpferde-reittherapie.de. Ansprechpartnerin ist Petra Henke, Telefon 01 74-3 08 29 25. Wer direkt spenden will kann das auf das Konto des Vereins Freudenschimmer bei der vr bank Untertaunus, IBAN: DE 47 5109 1700 0017 5946 05.

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