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In Cratzenbach ist die Welt zu Ende – laut Sackgassenschild

Cratzenbach. 

Robert Scholz (FWG) ist neu im Ortsbeirat. Das gab er bei der ersten Sitzung, die er leiten musste, zu. Ortsvorsteherin Britta Schenk (SPD) war leider – wie auch Andreas Nau (FWG) – erkrankt. Beide konnten daher nicht an der Sitzung teilnehmen.

Es war eine etwas ungewöhnliche Sitzung: Es wurde nicht nur an einem Sonntag diskutiert, vielmehr war im Anschluss auch noch die Dorfbevölkerung dazu aufgerufen, zu Kaffee und Kuchen ins Dorfgemeinschaftshaus zu kommen. Doch auch das hatte einen Grund: Die Cratzenbacher hatten die vergangene Legislaturperiode ohne Ortbeirat auskommen müssen – keiner wollte es machen. Um sich und ihre Ziele vorzustellen und um die Dorfbewohner wieder näher zueinander zu bringen, hatten die Ortsbeiratsmitglieder dieses Treffen vorgeschlagen. Andrea Blum (CDU), Peter Just (SPD) und Robert Scholz meisterten ohne die fehlenden Mitglieder die Sitzung. Und wenn es doch mal hakte, dann stand Stefanie Rühl (FWG) als früheres Ortsbeiratsmitglied zur Verfügung.

Warum aber auf der Straße nach Cratzenbach ein Sackgassenschild aufgestellt worden war, eine Frage einer Mitbürgerin, konnte der Ortsbeirat dann doch nicht beantworten. Auch Gemeindevorstandsmitglied Otfried Mohr (FWG) wusste keine Antwort und versprach, das Thema im Gemeindevorstand vorzubringen. Das Schild vermittle irgendwie, dass in Cratzenbach das Ende der Welt sei. Die Navis würden dennoch Laster den Berg hinauf schicken, meinte ein Bürger. Die Diskussion darüber regte sogar das Aufstellen einer Schranke am Ende von Cratzenbach an. Denn, so erklärten die Bürger, die Paketzusteller würden den Weg durch den Wald über die Rennstraße nehmen, was man so nicht hinnehmen wolle. Ein Grund mehr für Otfried Mohr, die Sache anzugehen, wie er bestätigte.

Es gab aber auch Erfolgsmeldungen zu berichten. Denn die Dinge, die während der konstituierenden Sitzung im Mai angesprochen wurden, seien inzwischen beseitigt, teilte Robert Scholz mit. Das waren der gefährliche Stacheldraht und die Flaschenansammlung im Bereich „Am Womberg“. Auch die einbetonierten Reifen an der Wippe auf dem Spielplatz seien entfernt und der Holzlauf des Klettergerüstes neu befestigt und gestrichen worden, erklärte Scholz. Das Froschsterben im Cratzenbacher Weiher sei zwar untersucht, aber es liege noch kein Ergebnis vor.

Einen weiteren Beauftragten für das Dorferneuerungsprogramm gibt es ebenfalls noch nicht. Robert Scholz forderte auf, Vorschläge einzureichen, damit der derzeitige Beauftragte Mathias Sode unterstützt werden kann. Um die Mitbürger in seine Arbeit einzubeziehen, möchte der Ortsbeirat einen Briefkasten am Dorfgemeinschaftshaus aufhängen, in den jeder Bürger seine Ideen, Wünsche oder Kritik einwerfen kann.

„Der Dialog im Dorf ist schwierig“, bemängelte Elisabeth Kühlewindt, eine der zwölf Gäste der Ortsbeiratssitzung. Sie schlug einen gemeinsamen Dorfspaziergang vor, um die Leute zusammenzubringen. „Da haben wir doch heute bereits den Grundstein gelegt“, entgegnete Andreas Blum und verwies auf das gemütliche Beisammensein im Anschluss an die Sitzung, bei der die Diskussionen fortgeführt wurden. Allerdings ganz gemütlich und vor allem harmonisch bei Kaffee und Kuchen.

(msc)
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