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In der Werkstatt Gälisch lernen

Von Wer hätte gedacht, dass es in Neu-Anspach im Hintertaunus eine gut florierende Mittelalterszene gibt? Die Veranstaltungen des Dudelsackspielers Thomas Zöller in Hofheim hingegen sind schon bundesweit bekannt. Bald folgt schon wieder das nächste „Winterkeltische Folkfestival“.
Dudelsackspieler Thomas Zöller und Schauspieler Michael Klevenhaus sind auch beim Winterkeltischen Festival in Hofheim dabei. Dudelsackspieler Thomas Zöller und Schauspieler Michael Klevenhaus sind auch beim Winterkeltischen Festival in Hofheim dabei.
Hofheim/Neu-Anspach. 

„Als wir damals auf der Suche nach Räumlichkeiten für unser Vorhaben waren, da erschien uns die Alte Schule einfach perfekt“, schildert Thomas Zöller. Mit der Alten Schule meint er ein Gebäude in Neu-Anspach (Taunus).

Dass Zöller einer der bekanntesten Dudelsack-Spieler Deutschlands ist, der als erster „Nicht-Schotte“ eine Zulassung an einer schottischen Universität für das Studienfach Dudelsackmusik bekam, ist in Hofheim schon hinlänglich bekannt. Der Musiker hat eine eigene Akademie in Hofheim gegründet und organisiert nun aber gemeinsam mit dem befreundeten Schauspieler und Experten für gälische Sprache Michael Klevenhaus in Neu-Anspach zusätzlich die Winterwerkstatt „Stòras Òran“.

Kennengelernt habe er Klevenhaus, der in Bonn die erste und bislang einzige professionelle Sprachschule für Schottisch-Gälisch eröffnete und als ausgewiesener Experte der Sprache gilt, bei einem Workshop. „Das harmonierte gut und wir beschlossen, etwas zusammen zu machen“, erzählt Zöller.

Der Musiker und der Schauspieler beschlossen im Jahr 2007, die erste „Winterwerkstatt“ mit Namen Stòras Òran für all jene anzubieten, die Spaß am Schottisch-Gälischen und irischer Tradition haben. Wichtig ist den beiden Organisatoren, nicht nur einfach an drei Tagen Musikworkshops anzubieten, „sondern die Teilnehmer sollen die Tradition von Musik und Sprache sowie deren Zusammenhang verstehen, denn sie sind eng miteinander verknüpft“, erklärt Zöller.

Die Winterwerkstatt hat sich das Verstehen der Kulturen, inklusive Musik und Sprache zur Aufgabe gemacht. Aus diesem Grund haben die beiden Organisatoren auch im zehnten Jahr wieder bekannte Musiker und Sänger gewinnen können, die ihr Können weitergeben – auch an Nicht-Dudelsackspieler. Zu den regelmäßigen Größen gehört Allan MacDonald aus Glenuig, der am Piping Center in Glasgow unterrichtet und unter den Dudelsackspielern eine feste Größe am Musikhimmel ist. Er hat sich in der Winterwerkstatt auf Port a Beul, Jigs und Reels, Pibroch für Highlandpiper, sowie Tin- und Low-Whistle spezialisiert.

Sprachvermittler

Michael Klevenhaus, der als Schauspieler, Sänger, Autor und Sprach- und Kulturvermittler unterwegs ist, bringt den Teilnehmern gälische Lieder zum Singen der Dudelsackmusik bei, während Brian Haase Interessierten den mittelalterlichen Dudelsack näher bringt. Haase, auch als „Briantus der Einsiedler“ bekannt, gehört in der Mittelalterszene zu einem der führenden Dudelsackspieler. Eine musikalische Größe in der Musikgeschichte und ebenfalls Dozent ist Guido Plüschke. Er spielt die irische Rahmentrommel Bòdhran mit absoluter Professionalität. 2004 schrieb er eine Magisterarbeit über die Geschichte der Rahmentrommel und gewann 2008 den 3. Platz bei den World-Bòdhran-Championships in Irland. Als Gastdozentin haben die Organisatoren Sigi Hausen gewinnen können, die Lieder der Pilger und Troubadoure vermittelt. Diese Kurse beginnen am heutigen Mittwoch und laufen bis zum Wochenende. Für die Hofheimer wird es dann Ende des Monats wieder interessanter: Die fünfte Auflage von Zöllers „Winterkeltischem Festival“ steht dann an (siehe unten stehende Box).

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