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Neujahrsgottesdienst in Dorfweil: Kontakt zueinander ist wichtig

Von Der Neujahrsgottesdienst war gut besucht und die Stimmung beim anschließenden Sektempfang locker. Doch wie geht es in der Gemeinde weiter, wenn im Sommer die Pfarrstelle gekürzt wird?
Helmut Barth, Pfarrer Paul Schiebe, Sabine Heger und Anette Henrich ((von links) vom Kirchenvorstand sowie Ralph und Verena Gattinger stoßen beim Neujahrsempfang in der Kirche an. Helmut Barth, Pfarrer Paul Schiebe, Sabine Heger und Anette Henrich ((von links) vom Kirchenvorstand sowie Ralph und Verena Gattinger stoßen beim Neujahrsempfang in der Kirche an.
Dorfweil. 

„Wenn ich nicht solange in den Ferien gewesen wäre, hätten wir den Neujahrsempfang zeitnahe ansetzen können“, gab Pfarrer Paul Schiebe zu. Aber die Verschiebung hatte auch ihr Gutes. So waren am vorletzten Januarwochenende zum verspäteten Neujahrsgottesdienst immerhin etwa 60 Gemeindemitglieder gekommen.

Die meisten Gottesdienstbesucher waren aus Dorfweil. Aber der Schmittener Ortsteil gehört mit den Nachbarorten Brombach und Hunoldstal sowie dem Neu-Anspacher Wohngebiet Hochwiese V zur Kirchengemeinde Rod am Berg. Daher hatten sich auch ein paar Gemeindemitglieder, die sonst nach Rod am Berg in die Kirche gehen, auf den Weg nach Dorfweil gemacht. Auch weniger eifrige Kirchgänger hörten sich die Predigt zum Jahresbeginn an und tauschten anschließend Neujahrsgrüße aus.

„Gefühlt werden es jedes Mal mehr“, freute sich Paul Schiebe, die Zahlen aus den Vorjahren hatte Anette Henrich vom Kirchenvorstand leider nicht greifbar, sie bestätigte aber diesen Eindruck. Bei Saft, Sekt und Knabbereien saßen die Besucher nach dem Gottesdienst in den hinteren Reihen des Gotteshauses an Tischen, die Martin Weber erst im vergangenen Jahr für solche Zusammenkünfte gebaut hat und die danach wieder zurückgeschoben werden können.

Wichtiger als der Rückblick auf das vergangene Jahr sei der persönliche Kontakt untereinander, da waren sich Pfarrer und Kirchenvorstand einig, die das lebendige Gemeindeleben schätzen. Zu dem tragen nicht nur der Frauenkreis und der Singkreis bei. Gerade bei der Kinder- und Jugendarbeit zeigt sich der ökumenische Geist, der in der rund 1100-köpfigen Gemeinde herrscht. Die 20 erfolgreichen jungen Rätselknacker vom großen Weihnachtsrätsel hatten auf der von Ralph Gattinger professionell betreuten Website unter www.kirche-rodamberg.de viele Lösungen gefunden und daran viel Spaß gehabt. Sie holten beim Neujahrsempfang freudestrahlend ihre Gewinne ab.

Wie es ab Mitte des Jahres in der Gemeinde und für Pfarrer Schiebe weitergeht, ist noch offen. „Klar ist, dass am 30. Juni mein Verwaltungsauftrag ausläuft und nicht voll umfänglich verlängert wird“, berichtete Schiebe der TZ. Das bedeutet die bisherige Dreiviertel-Pfarrstelle wird dann auf eine halbe Stelle reduziert. Zusammen mit der Viertelstelle im Schuldienst in der Saalburgschule in Usingen reicht das perspektivisch nicht für den Familienvater mit zwei Kindern. Auch wenn es im Bezirk nicht mehr so viele Funktionsstellen gebe, sei er zuversichtlich, so Schiebe. Er hoffe, etwas Geeignetes zu finden, bis 2019 die nächste größere Einsparwelle rollt.

Der Kirchenvorstand und weitere ehrenamtliche engagierte Gemeindemitglieder werden ab dem Sommer noch mehr gefordert sein, sind aber offensichtlich gut gerüstet. Henrich, die auch Küsterin in Dorfweil ist, lud nach dem Neujahrsempfang zum gemeinsamen Abschmücken des Weihnachtsbaumes in der Kirche ein und war sich sicher, dass sie auch dabei nicht alleine sein würde.

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